Höchst brisant: Der Muezzinruf gehört nicht zu Deutschland!

Nicole Höchst MdB; Bild: Nicole Höchst
Nicole Höchst (MdB) vom AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz

Deutschlands Bürger sind mehrheitlich gegen muslimische öffentliche Gebetsrufe: Die selbst auferlegte Unterwerfung unter den Islam bevorzugt die laute Minderheit und ist gesellschaftspolitisch gefährlich / von Nicole Höchst

Ich schicke gleich zu Anfang mein Bekenntnis zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit vorweg, um meinen Zeilen wohl unweigerlich folgende Vorwürfe direkt zu entkräften. Das muss man ja heutzutage, um den zum Sabbern konditionierten Pawlowschen Hunden, den Wächtern über die politische Korrektheit von Äußerungen freundlicherweise die Serviette zu reichen. Und man braucht eine Menge Servietten mittlerweile, um Verfassungsschutz, Antifa, sogenannte Faktenfinder à la „Correctiv„, diverse politische „Bündnisse gegen Rechts“ und viele mehr allesamt zu bedienen. Sie alle möchten nämlich nicht, dass sich eine politische Partei oder auch nur ein einzelner Mensch traut, den weißen Elefanten im Raum anzusprechen. Oder noch schlimmer, ihn zu kritisieren.

Während also staatsseitig alles Erdenkliche aufgefahren wird, um potenzielle Kritiker der selbsternannten Religion des Friedens mundtot zu machen, dann wächst dieser längst überlebensgroße weiße Elefant im Raum mit jedem Tag weiter. Und nein, liebe Hetzer und „AfD-Hater“ da draußen mit Schaum vor dem Mund: Es geht hier in keiner Weise gegen Muslime, die sich integrieren, unsere Grundordnung und die Grundrechte anerkennen. Die folgende Kritik ist dezidiert kein Angriff auf all die vielen Muslime, die dieses Land und unsere freiheitlich–demokratischen Werte lieben und verteidigen – denn diese sind zu Recht hochgeschätzte Mitglieder unserer Gesellschaft. Diese Differenzierung wird vor allem von Verfechtern des politischen Islam natürlich ausgeblendet – sei es drum.

Kritik am Gebetsruf ist kein Angriff auf Muslime

Eine Umfrage hat kürzlich ergeben: 64 Prozent der Deutschen sind strikt gegen einen Muezzinruf im Öffentlichen Raum. Oh Schreck!, durchfährt es mich: Dann haben wohl tatsächlich 52 Prozent der Deutschen falsch gewählt – denn alle Parteien außer der AFD finden das weitere Raumgreifen des Islam durch lautsprechergestützte stadtweite Gebetsrufe anscheinend völlig in Ordnung. Die Position der AfD kann man übrigens in unserem Grundsatzprogramm auf Seite 48 ff.. Für alle, die es nicht wissen: Der Adhān-Gebetsruf, der von den Muezzinen ausgerufen wird, beinhaltet gemäß muslimischen Quellen folgenden Text: „Allah ist groß. Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Allah. Ich bezeuge, dass Mohammed Allahs Gesandter ist. Eilt zum Gebet. Eilt zur Seligkeit (Heil/Erfolg). Das Gebet ist besser als Schlaf. Allah ist groß (größer als alles und mit nichts vergleichbar). Es gibt keine Gottheit außer Allah.“ Diese Botschaft zuzulassen hat sehr wenig mit Religionsfreiheit zu tun, dafür sehr viel mit der Diskriminierung von Religionen – nämlich allen anderen als dem Islam.

Und hier liegt auch – für alle, die jetzt wieder die christlichen Kirchenglocken als Argument anschleppen – der wesentliche Unterschied: Diese läuten rein klanglich die Uhrzeit oder rufen zur Messe. Sie dröhnen nicht das erste Gebot „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ – womit ich damit als bekennender Christ, in einem seit über anderthalb Jahrtausenden christlich geprägten Land sicher wenig Probleme hätte. Gäbe es einen vergleichbaren Gebetsruf vom Kirchturm in den öffentlichen Raum, würde sich die Kirche zu Recht einer ähnlichen Diskussion aussetzen wie jener zum Muezzinruf; obwohl selbst dann noch ein entscheidender Unterschied zwischen einem rein hypothetischen, weil nirgends im Christentum stattfindenden Kirchturmruf des ersten Gebots und dem Muezzinruf vom Minarett bestünde – weil das erste Gebot keine anderen Religionen herabsetzt oder die Existenz von deren Gottheiten verneint. Es mahnt nur die Anhänger des eigenen Glaubens zur Treue.

Kein Vergleich zum Glockengeläut

Die Relativierung des Muezzinrufs mit kirchlichem Glockengeläut ist also eine Scheindebatte, die gleichsetzen möchte, was nicht gleich ist. Sie soll im Folgenden deshalb vernachlässigt werden. Kommen wir stattdessen zurück zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit: Diese erfordert es dringend und zwingend, der Religionsausübung durch staatlichen Gesetze, Menschenrechte und unsere Werte Schranken zu setzen. Jedwede Glaubenspraxis, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung und gegen die Gesetze unseres Rechtsstaats richtet – nicht zuletzt, indem sie eigenes, göttliches Recht über diese stellt – ist strikt abzulehnen.

Darüber hinaus ist jedwede Glaubenspraxis abzulehnen, die sich gegen die jüdisch-christlichen und humanistischen Grundlagen unserer deutschen, ja unserer abendländischen Kultur richtet. Die Rechtsvorschriften des islamischen Gottesrechts, der Scharia, sind mit unserer Rechtsordnung, unserer Kultur, Sprache und Identität und unseren Werten in vielfacher Hinsicht unvereinbar. Besonders plastisch wird dies durch die für die islamische Staatenwelt bedeutendste Kairoer Erklärung vom 4.8.1990 verdeutlicht.

Nicht zuletzt der Zuwanderung der letzten Jahre ist die Tatsache geschuldet, dass Moscheen und Moscheevereine immer zahlreicher werden und vor allem in den letzten Jahren, mit staatlicher Billigung und Förderung, immer bombastischer aus dem Boden schießen. Den Stand der Dinge 2020 beleuchtet eine aufschlußreiche Arbeit des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages zum Thema sehr ausführlich. Auf allen Verwaltungsebenen unterstützt der deutsche Staat diese Entwicklung; in Monheim am Rhein schenkte der Bürgermeister der lokalen Kleinpartei „Peto“ einer islamischen Moscheegemeinden gar städtische Grundstücke im Wert von 850.000 Euro. Dort kann seitdem der Baufortschritt des Großprojekts direkt am Ortseingang – als neues Aushängeschild Monheims, wenn man über die A59 in die Stadt hineinfährt – gut beobachtet werden.

Riesiges Gefahrenpotenzial

Die neuerliche Einwanderungswelle auch und gerade aus Afghanistan dürfte die Ausbreitung des Islam in Deutschland weiter beschleunigen. Im dadurch begünstigten rasanten Wachstum der muslimischen Gemeinden und in der immer selbstbewussteren Präsenz einer ständig wachsenden Zahl von Muslimen im öffentlichen Raum liegt ein riesiges Gefahrenpotenzial für unseren Staat, unsere Gesellschaft und unsere Werteordnung. Denn so wird es von Jahr zu Jahr immer schwieriger, der Bildung von islamischen Parallelgesellschaften entgegenzuwirken, die das staatliche Gewaltmonopol auf allen Bereichen missachten – auch die Justiz, die zunehmend durch eigene Friedensrichter ersetzt wird. Und europaweit sind es gerade diese parallelgesellschaftlichen Milieus, die die religiöse Radikalisierung auch gemäßigter Muslime bis hin zum gewaltbereiten Salafismus und Terroraffinität vorantreiben.

All dies kann nicht im Sinne unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung sein und auch nicht im konkreten Interesse unserer Bürger. Und, auch dies möchte ich besonders hervorheben, auch ganz und gar nicht im Sinne der integrierten Muslime, die hier in Deutschland gut angekommen sind und unser Land, unsere Werte und unsere gegenseitige Toleranz lieben und leben. Denn diese sind – O Wunder – eben gerade nicht die Anhänger eines „Steinzeitislam“, der sich auf seine frühmittelalterlichen „Ursprünge“ zurückbesinnt und dabei auf die volle Toleranz bzw. Blindheit des Staates zählen darf. Sie sind die schweigende, leidtragende Mehrheit. Zu ihnen kommt noch eine Minderheit aufgeklärter Muslime, die als echte Flüchtlinge vor der Verfolgung durch Fundamentalisten, Mullahs, IS- oder Taliban-Anhängern zu uns geflohen sind – und hier nun mit Schrecken feststellen müssen, wie Politiker ausgerechnet den Kräften des politischen Islam den Hof machen, vor denen sie geflüchtet sind.

Und nein: Ich möchte an dieser Stelle die Diskussion um die These „Es gibt nur einen Islam“ nicht führen. Sie mag zwar letztlich zutreffen (wer bin ich denn, dass ich Erdogan widerspräche!) – doch es gibt sehr sehr viele Menschen muslimischen Glaubens, die ganz normal mit uns in Deutschland leben – und die nicht möchten, dass der strenggläubige Cousin aus dem syrisch-türkischen Grenzgebiet ihm künftig vorschreibt, wie oft er zu beten hat. Oder dass aus Afghanistan zu uns migrierte Brüder ihren Schwestern vorschreiben, wie sie sich zu kleiden haben (unter subtiler Androhung von „Bestrafungen“ bis hin zum „Ehrenmord“). Oder dass ein nachgeflüchteter Vater auf das unislamische westliche Verhalten seiner Tochter hinweist. Und so weiter, und so fort.

Fatale Neigung zu einseitiger Toleranz

Zur fatalen Bereitschaft der deutschen Regierenden, im Namen einer einseitigen Toleranz den islamischen Beseitigern von Freiheit, Gleichberechtigung und letztlich auch „Multikultur“ immer mehr Raum zuzugestehen, kommentiert die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) treffend: „Muezzin-Rufe in Köln: Die Selbstverleugnung im Namen der Toleranz nimmt groteske Züge an. In Köln dürfen Muezzins einmal wöchentlich zum Gebet rufen. Die Oberbürgermeisterin der Stadt sieht dies als Ausdruck von Freiheit und Vielfalt. Tatsächlich fördert sie damit den politischen Islam. Das Verbot von Minaretten in der Schweiz erscheint rückblickend als hellsichtige Entscheidung.

Die Kritik an der Entscheidung der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette „Eine Armlänge Abstand“ Reker, dem „Modellprojekt“ der Muezzinrufe leichtfertig zuzustimmen, sollte umso aufmerksamer gehört werden, wenn sie von Muslimen vorgebracht wird, die diese Form der „Vielfalt“ selbst heftig ablehnen – aus gutem Grund. So sagt etwa der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad laut NZZ: „Die Glocken nerven manchmal auch, machen aber keine Propaganda wie der Muezzinruf. Über die Glocken wird keine Ideologie verkündet. Aber wenn der Muezzin den Schlachtruf Allahu Akbar ruft, also ‚Allah ist größer als alle Religionen, alle Feinde, alle Menschen, und Mohammed ist sein Gesandter‘, ist das eine klare Ansage an den Rest der Gesellschaft.

Zu akustischen Landnahme des politischen Islams kommt aber leider noch etwas hinzu: Allahu Akbar ist zugleich nämlich auch der Schlachtruf selbsternannter Dschihadisten und „Sprenggläubiger“- Für die Opfer unzähliger Terrorattacken, Messerangriffe und sonstiger Anschläge auf europäischen Straßen war es das Letzte, was sie in ihrem Leben hörten. Ob die Angreifer anschließend für schuldfähig erklärt werden oder (wie zumeist) nicht, tut dabei tatsächlich wenig zur Sache: Allahu Akbar, egal wie transzendent-religiös oder wundersam erhaben-friedvoll es vom Minarett aus intoniert wird oder gemeint sein könnte, ist mittlerweile untrennbar bedeutungsverwoben mit den blutigen Horrorbildern, die wir alle hinlänglich kennen (siehe hier, hier und hier). Diese Fälle waren dann wohl die etwas spektakuläreren „Anfälle plötzlicher Radikalisierung„, um im politisch korrekten Appeasement-Jargon zu bleiben? Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, was an kleineren Delikten dieser Art in den vergangenen Jahren so alles geboten wurde, der gebe einfach die Suchbegriffe „Köpfungen, „Islam, Messerattacken“ im Netz ein und lasse sich überraschen.

Allahu Akbar – ein kompromittierter Ausruf

Und leider kann sich angesichts der Blutspur, die sich im Namen des Schlachtrufs Allahu Akbar quer durch Europa zieht, niemand mehr hinter der Floskel „Nichts hat nichts mit nichts zu tun“ verstecken. Wir zivilisierten Bürger haben kein Interesse daran, unser multikulturelles Zusammenleben täglich auf der Straße mit Messern, Macheten oder anderem Tötungswerkzeug „neu auszuhandeln“ – schon gar nicht angesichts von allein dem Verfassungsschutz bekannten mehr als 550 islamistischen Gefährdern (ein Anstieg von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) und 28.715 Angehörigen islamistischer Organisationen.

Die Devise muss endlich lauten: Schluss mit dem Nebelkerzenwerfen! Schluss mit der Bevorzugung von lauten Minderheiten! Schluss mit der Verharmlosung des „Allahu-Akbar- Syndroms“! Schlss mit den Zumutungen! Gefährder abschieben, statt immer neue zu importieren! Schluss mit der Volksumerziehung! Deutsche Politik muss sich endlich wieder den Wünschen der eigenen Bevölkerung verpflichtet fühlen – und die wollen mit erdrückender Mehrheit eben keinen Muezzinruf – und sind gar zu drei Vierteln (Stand 2018, heute sind es womöglich weniger, doch immer noch eine signifikante Mehrheit) der Ansicht, der Islam gehört nicht zu Deutschland.

Ich werde nicht müde werden, an diese Tatsachen zu erinnern; und der nun womöglich folgende bunte Shitstorm geht mir gepflegt an meinem verlängerten Rücken vorbei. Ich wünsche allen Lesern einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche!

 

 

Zur Person:

Nicole Höchst, Jahrgang 1970, ist AfD-Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz. Sie trat 2015 in die AfD ein und zog 2017 über die Landesliste Rheinland-Pfalz für den Wahlkreis 201 (Bad Kreuznach) in den 19. deutschen Bundestag ein. Dort ist sie unter anderem als Obfrau der Enquete-Kommission für Berufliche Bildung, als Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie im Unterausschuss für Bürgerliches Engagement tätig. Bis 2012 unterrichtete sie als Studienrätin am Staatlichen Speyer-Kolleg, anschließend war sie bis Oktober 2017 Referentin am Pädagogischen Landesinstitut (vormals IFB). Höchst war 2015 Mitglied der AfD-Bundesprogrammkommission und ist Schatzmeisterin des AfD-Kreisverbands Speyer. Sie ist katholisch, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Speyer, wo sie auch Stadträtin ist.

Auf jouwatch veröffentlicht Nicole Höchst alle 14 Tage die kritische Kolumne „Höchst brisant“ zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Unter demselben Titel veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen Videobeiträge auf ihrem YouTube-Kanal.

Auftrag: Manipulation! Entdecken Sie in dem Aufklärungsbuch „Das Tavistock-Institut“ die wahre, bisher verschwiegene Geschichte des 20. Jahrhunderts, gelangen Sie zu einem besseren Verständnis der „Irrationalität moderner Politik“. Keine Institution hat mehr dafür getan, die USA mittels Propaganda in den Ersten Weltkrieg hineinzutricksen. Fast die gleichen Taktiken wurden von den Sozialwissenschaftlern des Tavistock-Instituts angewendet, um die USA in den Zweiten Weltkrieg und die Kriege gegen Korea, Vietnam, Serbien und den Irak zu hetzen.

Das Buch „Das Tavistock-Institut“ ist in deutscher Übersetzung hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.

Hier geht es zu diesem Buch