Tony Marshall: Durchgeimpft auf der Intensivstation

Tony Marshall (IMAGO / APress)
Tony Marshall (IMAGO / APress)

Laut einem Bericht liegt der Sänger Tony Marshall mit einer Corona-Infektion in der Klinik und muss künstlich beatmet werden. Der 83-Jährige sei laut seines Managers zweifach geimpft und immer vorsichtig gewesen. „Wir wissen nicht, wo sich Tony die Infektion eingefangen hat.“

„Tony trug stets seine Maske und hielt Abstand.“ Die Bild-Zeitung berichtet mit Berufung auf Marshalls Manager Herbert Noll, dass sich der Sänger mit dem Coronavirus infiziert habe. Marshall sei zweifach geimpft.

Der Schlagersänger ist seit Jahren gesundheitlich stark angegriffen. 2019 erlitt er einen Schlaganfall und Nierenversagen. Er lag mehrere Tage im Koma. Seitdem muss er dreimal in der Woche zur Dialyse. Wegen eines Nervenleidens in den Beinen absolvierte Marschall seine Auftritte zuletzt nur noch im Sitzen.

Marschall, dem man an dieser Stelle alles Gute wünscht, ist somit einer jener  Corona-Patienten, welche der offiziellen Darstellung widersprechen, dass in deutschen Krankenhäusern fast nur ungeimpfte Corona-Patienten liegen würden. Diese Schlagzeile jedenfalls verbreitete sich in der vergangenen Woche wie ein Lauffeuer in den Medien. Den Anfang machte das linkspolitisch aggierende  RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), die Nachrichtenagentur dpa zog dann nach. Ob in Brandenburgs oder Bayerns Kliniken: Alle Krankenhäuser seien überfüllt mit Ungeimpften.

Doch die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI), auf das sich die Politik beruft, zeigen seit Wochen ein ganz anderes Bild. Von einer „Pandemie der Ungeimpften“ kann demnach keine Rede sein. Im jüngsten Wochenbericht, den das Bundesinstitut am vergangenen Donnerstag veröffentlichte, gibt es auf Seite 23 für die vergangenen vier Wochen vom 13. September bis 10. Oktober einen weitaus höheren Anteil an sogenannten Impfdurchbrüchen an – Tendenz steigend, berichtete hierzu RT in einem ausführlichen Bericht. (SB)