Betriebsärzte: 1,5 Millionen Corona-Impfungen wohl nicht gemeldet

Foto: Impfung (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Wollen wir wetten, dass die Dunkelziffer um Vieles noch höher ist?

Der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte geht davon aus, dass rund 1,5 Millionen Corona-Impfungen vorerst nicht gemeldet wurden. Die meisten seien über das kassenärztliche System eingegangen – wie viele nicht gemeldet wurden sei aber unklar, sagte Verbandsvizepräsidentin Anette Wahl-Wachendorf dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). Nach einer Schätzung des Betriebsärtzteverbandes, über die die RND-Zeitungen berichten, beläuft sich die Zahl auf 1,5 Millionen.

„Wir haben in alle Richtungen erklärt und sensibilisiert“, sagte Wahl-Wachendorf über die Rekonstruktion der Impfquote. Sie erwarte klärende Gespräche mit dem Robert-Koch-Institut. Auch bei den Kassenärzten seien vereinzelt Meldungen ausgeblieben, sagte Roland Stahl, Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

„Wir haben keine echte Impfquote, das ist ein riesiges Problem, ein strukturelles Problem“, sagte der Kölner Infektiologe Gerd Fätkenheuer dem RND. „Ich fürchte, dass das es am Ende erst über die Abrechnungen sichtbar wird.“ Aufgrund der Ungewissheiten bei der Impfquote und stark steigenden Infektionszahlen hält Fätkenheuer das angekündigte Ende der pandemischen Lage für „sehr unklug“: „Wir kommen gerade in die kritischen Wintermonate und wir sehen, was in anderen Ländern passiert. Es hätte keinen schlechteren Zeitpunkt für diese Ankündigung geben können.“

Wenn es also gar keine echte Impfquote gibt, warum wird dann damit Politik gemacht? Wir wissen alle, warum: Damit die Pharmaindustrie noch mehr abschöpfen kann, als es ohnehin schon der Fall ist.

Das wird auch nicht aufhören, die Gier ist groß und so werden wir wohl demnächst nach der so genannten Booster-Impfung mit der finalen Rettungs-Impfung bombardiert werden – bis wir dann bei einer Quote von 300 Prozent sind. (Mit Material von dts)