Österreich greift durch: Ungeimpfte dürfen nicht mehr auf die Straße

Wenn in Österreich 600 Intensivbetten mit sogenannten Corona-Patienten belegt sind, müssen Ungeimpfte mit Ausgangsbeschränkungen rechnen. Sie dürfen ihre Wohnungen nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Das kündigte der neue Bundeskanzler Alexander Schallenberg an.

Die Ungeimpften sind an allem schuld, davon ist der Kurz-Nachfolger Schallenberg fest überzeugt: „Wir sind drauf und dran, in eine Pandemie der Ungeimpften zu stolpern“, stellt der 52-jährige Jurist und Kurz-Nachfolger laut Welt fest.

Um das zu verhindern, beschlossen er und seine Entourage eine weitere Verschärfung der bestehenden Corona-Maßnahmen: Sollten mehr als 600 Intensivbetten mit sogbezeichneten Corona-Patienten belegt sein, heißt es für alle ohne Impfpass –  ab in den häuslichen Knast. Ausgenommen davon sind – bisher – nur Kinder unter 12 Jahren und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. Darüber hinaus greifen in Gastronomie und anderen Bereichen die 2G-Regeln. Geimpfte und Genesene dürfen sich weiterhin frei bewegen.

Jetzt heißt es für ungeimpfte Österreicher, noch mal ab in die Natur und tief durchatmen, denn derzeit sind bereits mehr als 220 Intensiv-Betten mit Corona-Patienten belegt, von denen immer noch keiner so genau weiß, ob sie dort „mit oder wegen“ Corona liegen.

Auch in anderen Ländern werden im zweiten Jahr der neuen Corona-Zeitrechnung pünktlich zur beginnenden Grippesaison „Notbremsen“ gezogen und Lockdowns vorbereitet. Offenbar erhofft man sich damit, die Covid-19-„Impfstoffe“ besser an den Mann bringen zu können.

Lettland schickt seine Bürger angesichts „steigender Infektionszahlen“ vorerst bis zum 15. November in den Lockdown – samt umfassenden Beschränkungen und einer nächtlichen Ausgangssperre. Dort dürfen nur noch Geschäfte für den täglichen Bedarf offen bleiben, alles andere wie Freizeit-, Kultur-, Unterhaltungs- und Sportstätten bleiben dicht, gastronomische Betriebe dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt, die Wohnungen zwischen 20 bis 5 Uhr nur mit triftigem Grund verlassen werden. In dem baltischen EU-Land sind bisher „nur“ die Hälfte der Bürger geimpft, die „Impfkampagne“ will nicht so recht vorankommen.

In der russischen Hauptstadt Moskau gilt ab dem 28. Oktober wieder der Lockdown. Nur Läden für den täglichen Bedarf wie Supermärkte und Apotheken dürfen öffnen. Auch hier wird die mangelnde Impfbereitschaft für „steigende Infektionszahlen“ verantwortlich gemacht.

„Steigende Zahlen“ auch in der Ukraine, deshalb gelten seit Montag neue Restriktionen in einigen Gegenden im Osten und Süden des Landes, die auch schon erste Wirkung zeigen: Die Nachfrage nach Corona-Impfungen steige deutlich an, berichtet n-tv.

Ebenfalls im Club der Freiheitsbeschränker: China. Aktuell werden in einigen Landesteilen die Einschränkungen für Menschen verschärft. Davon betroffen, die Hauptstadt Peking und einige Gebiete im Nordwesten. Den Betroffenen wird teilweise untersagt, ihre Wohnanlagen zu verlassen, der Präsenzunterricht in Schulen wird eingestellt und Unternehmen müssen schließen. Ganze 28 nachgewiesene und im Inland übertragenen Infektionsfälle – doppelt soviele wie am Vortag –  bringen die Chinesen an den Rande des Wahnsinns.

Großbritannien meldete am Donnerstag 52.000 „Neuinfektionen“. Damit Angst und Schrecken nicht ihre Wirkung verlieren, rechnet der britische Gesundheitsminister Sajid Javid mit 100.000 „Neuinfektionen“ am Tag. Noch plant das Land keine Rückkehr in den strengen Corona-Modus. Die Briten dürfen sich noch ein wenig an ihrer erimpften Freiheit erfreuen. Doch die Maßnahmen-Fans schreien wieder unüberhörbar nach ihren geliebten Einschränkungen: „Wir sind am Limit und es ist Mitte Oktober. Es würde unglaublich viel Glück brauchen, damit wir uns in drei Monaten nicht in einer schweren Krise wiederfinden“, erklärte Matthew Taylor, Geschäftsführer des Verbands der Trägerorganisationen des Nationalen Gesundheitsdiensts NHS und der Ärzteverband BMA (British Medical Association) beschuldigt die Regierung, „bewusst fahrlässig“ zu handeln.

Nichts Neues gibt es aus Neuseeland, dort setzt man weiterhin auf Abschottung vom Rest der Welt.(MS)