Träumt weiter: Mittelstand will mehr Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland

Foto: Fliesenleger (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Jeder klar denkende Mensch weiß, dass sich überwiegend nur Leute in Richtung Deutschland aufmachen, um unser Sozialsystem zu belasten und nicht, um dem „Staat“ etwas zu geben. Das wollen die Linken so und das wird sich mit der neuen Bundesregierung auch nicht ändern. Von daher sind solche Forderungen höchst naiv und vor allen Dingen nicht neu:

Zur Bekämpfung des Fachkräftemangels fordert der Mittelstand dringend mehr Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland. „Immer mehr Unternehmen aller Branchen finden derzeit weder Fachkräfte noch Azubis“, sagte der Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Markus Jerger, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Das gefährdet elementar die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands und damit des Standorts Deutschland insgesamt.“

Man brauche „die gezielte Einwanderung von Fachkräften, wobei die Betonung auf Fachkräfte liegt“. Viele Unternehmen müssten bereits mangels Fachkräften Aufträge ablehnen, sagte Jerger. Bei den Auszubildenden sehe es nicht besser aus.

„Es gibt in Deutschland mehr als 390 anerkannte Ausbildungsberufe, und in nahezu allen fehlt es an neuen Auszubildenden. So konnten zum Start des Ausbildungsjahres 2020 fast 60.000 Ausbildungsstellen nicht besetzt werden.“ Unter akuten Mangel an Fachkräften und Azubis leiden laut Jerger vor allem die MINT-Branchen, der Bereich Gesundheit, Pflege und das Handwerk.

Ohne Fachkräfte fehlten den Unternehmern auch potenzielle Nachfolger. „Damit droht dem Unternehmen im worst case die Schließung, dies betrifft besonders Familienunternehmen.“ Nach einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) mangelt es auch an der Personalrekrutierung in Unternehmen.

„Nur 32,4 Prozent aller Unternehmen betreiben eine ausgeprägt strategische Personalarbeit“, ergab eine Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) des IW Köln unter 1.433 Unternehmen. Wichtig wären jedoch gezielte Analysen der eigenen Stärken und Schwächen sowie neue Wege zur Rekrutierung und Qualifizierung von Mitarbeitern zu entwickeln. Je kleiner die Betriebe, desto weniger sei die Personalarbeit ausgebaut. Die Gründe: Es fehlt an Know-how und finanziellen Mitteln. „Vor allem kleine Unternehmen verpassen die Chance, sich über Stellenausschreibungen als attraktive Arbeitgeber zu positionieren“, analysiert die KOFA-Studienleiterin Sibylle Stippler. So informierten nur knapp 15 Prozent der befragten kleinen Unternehmen auf einer eigenen Website über sich als Arbeitgeber. Dabei könnten Betriebe von einer starken Arbeitgebermarke im Rekrutierungsprozess sehr profitieren.

Woher diese so dringend benötigten Fachkräfte kommen sollen und wie man diese in unser Land locken sollte, verrät Jerger natürlich nicht. Einfach, weil solche Fachkräfte überall hinreisen, aber eben nur nicht in ein Land, in der die Wirtschaft mutwillig zerstört wird. Irgendwann kollabiert aber unser Sozialsystem und dann wird es in Deutschland sehr ungemütlich werden. (Mit Material von dts)