Aggressive Belarus-„Flüchtlinge“ greifen mit Steinen und Ästen an: Zwei polnische Soldaten verletzt

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Zwei polnische Soldaten sind am Sonntagabend in ein Krankenhaus in Białystok eingeliefert worden. Die Soldaten wurden von Migranten angegriffen, die versuchten, illegal die polnische Grenze zu überqueren.

„Die Ausländer benutzten Stöcke und warfen mit Steinen auf Grenzschutzbeamte und Soldaten der polnischen Armee. Einer der Soldaten wurde mit einem Ast ins Gesicht geschlagen, ein anderer ebenfalls ins Gesicht, aber mit einem Stein“, teilte die Sprecherin des Grenzschutzes Anna Michalska mit. Der Vorfall ereignete sich Grenzregion von Usnarz Górny. Michalska wirft weissrussischen Soldaten in Zivilkleidung vor, die von Polen errichteten Stacheldrahtzäune mit Zangen zu zerschneiden, um den Migranten den Weg frei zu machen.

Infolgedessen kündigte Polens Verteidigungsminister am Montag an, die Zahl der Soldaten an der Grenze zu Weißrussland auf etwa 10.000 aufzustocken. Tausende Migranten warten auf ihre Weiterreise durch Polen nach Deutschland. Hunderte von ihnen, meist aus dem Irak, Afghanistan und Afrika, versuchen täglich, die Grenze illegal zu überschreiten, so tvn24.pl. „Wir erhöhen die Zahl der Soldaten, die dem Grenzschutz helfen, um 2.500“, erklärte der polnische Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak auf Twitter. „Bald werden etwa 10.000 Soldaten der 12., 16. und 18. Division über die Sicherheit der Grenze wachen.“

Laut polnischem Grenzschutz hätten am Wochenende Gruppen von etwa 60 bis 70 zum Teil sehr aggressiven Migranten zweimal versucht, die Grenze zu passieren und dabei die zwei polnischen Soldaten verletzt. Die polnischen Grenzkräfte setzten Tränengas ein und drängten 16 Migräne, denen der Durchbruch gelungen war, wieder zurück. Die verletzten Soldaten sollen das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen haben.

Polen wehrt sich gegen Vorwürfe die „Weltreisenden“ unmenschlich zu behandeln und hat mehrere Lastwagen mit Hilfsgütern Richtung Belarus geschickt. Drei Lkws beladen u.a. mit  Decken, Betten und Zelten, sowie Heizgeräten würden nun an der Grenze zu Belarus darauf warten, eingelassen zu werden, teilte der Leiter der polnischen Regierungsagentur für strategische Reserven (RARS) Michał Kuczmierowski mit. Die RARS sei auch bereit, Lebensmittel und Medikamente zu liefern, erklärte Kuczmierowski weiter und forderte Belarus auf, zu sagen, was genau benötigt werde. Man habe in der Vergangenheit bereits Litauen, wo sich ebenfalls Migranten aus aller Welt sammeln, mit Hilfsgütern unterstützt und tue das auch weiter, heißt es bei polandin.com.

Präsident Andrzej Duda sagte am Sonnabend, er habe dazu aufgerufen, humanitäre Hilfe nach Weißrussland zu schicken, und appellierte an die weißrussischen Behörden, diese anzunehmen. Er appellierte auch an gesunden Menschenverstand und eine humane Behandlung der Menschen, die an der Grenze festsitzen. „Den Migranten, die auf der belarussischen Seite der Grenze campen, muss geholfen werden. Ich appelliere an Weißrussland, die Hilfe hereinzulassen“, twitterte er. (MS)