Thüringer Unternehmen stoppt „Mitarbeiter-Impfpranger“

Die Firma „Groß Druckguß“ mit Sitz im thüringischen Heilbad Heiligenstadt machte deutlich, zu welchen menschenverachtenden Maßnahmen der Corona-Wahn führen kann: Im Pausenraum des Unternehmens wurde ein Informationsblatt mit Fotos und Namen von nicht gegen das Coronavirus geimpften Mitarbeitern ausgehängt.

Alle nicht gegen das Coronavirus geimpfte Mitarbeiter der Firma „Groß Druckguss“ waren mit Namen und Foto auf dem Plakat zu sehen gewesen. Darüber in einem roten Balken die Information: „Bisher kein vollständiger Impfschutz“.

Nachdem sich Aufnahmen dieser menschenverachtenden Denunziation in den sozialen Netzwerken verbreiteten, ergoss sich massive Kritik über das Unternehmen. Dies führte dazu, dass sich das Unternehmen am Montag genötigt sah, auf der Firmeninternetseite nachfolgendes Statement abzugeben. Einführend wurde kritisiert, dass das angeblich „unternehmensinternes Dokument“ über den Impfstatus der Mitarbeiter „ohne unser Wissen und ohne unsere Zustimmung in den sozialen Medien veröffentlicht worden ist“ und dies massive Reaktionen hervorgerufen habe.

Der Beschluss, den Impfstatus der Angestellten innerhalb des Unternehmens offenzulegen sei „einvernehmlich und nach interner Absprache“ entstanden. Man habe „zusammen mit den Mitarbeitern nach einer Lösung gesucht, wie wir die im August beschlossenen Lockerungen der Hygieneschutzmaßnahmen so umsetzen werden könnten, dass der Schutz vor Infektionen weiterhin im höchstmöglichen Maß gegeben und ferner, dass alle Mitarbeiter die neuen Regelungen „leicht verstehen und anwenden können“. Im Vorfeld haben das Unternehmen um Vorschläge gebeten und deren Zustimmung eingeholt. Zudem stand man mit dem Amt für Datenschutz in Verbindung und hatten auch einen Termin vor Ort. Zudem hätte man bei „Widerspruch seitens einzelner Mitarbeiter diese Mitarbeiterinformation nicht in dieser Form umgesetzt“. Der Aushang sei aufgrund der in den sozialen Medien entstandenen Diskussion nun entfernt.

Seit einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes und gemäß der EU-Datenschutzverordnung müssen Arbeitnehmer keine Fragen zu ihrem Impfstatus beantworten, es sei denn, sie sind Mitarbeiter in Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäusern, Obdachloseneinrichtungen oder Justizvollzugsanstalten. (SB)