Großbritannien`s Energiewende macht´s vor: Nur die Reichen werden überleben

Warme Kleidung im Winter; Bild: jouwatch
Warme Kleidung im Winter; Bild: jouwatch

„Ohne nennenswerte Kern- oder Gaserzeugung oder riesige Wasserstoffspeichervorräte wechseln wir einfach nur die Form der natürlichen Auslese: In Zukunft werden nur noch die Reichen überleben können, ärmere Menschen werden im Dunklen und Kalten ausharren.“ Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt die Global Warming Policy Foundation in ihrer neuen Studie. Ein Szenario, daß auch Deutschland droht, aber über das nur wenig gesprochen wird. 

Häuser, die auf Wärmepumpen umstellen, könnten wochenlang vom Strom abgetrennt werden. Grund dafür sei laut der Organisation Global Warming Policy Foundation (GWPF), daß die Regierung sich nicht darum kümmere, was passiert, wenn Windkraftwerke und Solaranlagen aufgrund der Wetterlage keinen Strom produzieren.

Netzmanager seien weiterhin ohne jegliche Möglichkeit, Strom in großen Mengen zu speichern und werden gezwungen sein, Geräte wie Wärmepumpen und Ladegeräte für Elektrofahrzeuge abzuschalten, wenn der Wind nicht weht. Bei einer langen Windflaute müssen Häuser komplett abgeschaltet werden. Smart Meter der zweiten Generation müssen in Großbritannien bis 2022 überall installiert sein. Sie werden es dem Netzbetreiber ermöglichen, Geräte aus der Ferne zu steuern und so die Haushalte bei Bedarf vom Stromnetz zu trennen, warnt der Autor des Berichts, Andrew Montford, eindringlich.

Zu Zeiten mit hohem Stromverbrauch werde eine regelmäßige Energierationierung in naher Zukunft wahrscheinlich, „die jedoch nicht ausreichen wird, um lange Windflauten mit potenziell katastrophalen Folgen zu bewältigen“, so die Prognose des Briten Montfort.

Den Bürger von jeder Wärme- und Lichtquelle abzutrennen, ermöglichen in Deutschland wie in Großbritannien die Smart Meter genannten digitalen Stromzähler, die hierzulande zu Tausenden eingebaut werden. Bis 2023 muss jeder Haushalt, wie von der Bundesregierung beschlossen, mindestens einen digitalen Zähler ohne Kommunikationsadapter haben. Mit dem „Stromspion“ kann der Kunde zwar bequem und in Echtzeit seinen Verbrauch beobachten, er ermöglicht aber auch dem Netzbetreiber festzustellen, welche Gerätegruppen wann wie viel Energie verbrauchen. Mit einer entsprechenden Tarifgestaltung sollen Verbraucher dazu gebracht werden, Strom zu generieren, wenn er nicht so stark nachgefragt wird, also nachts.

In sogenannten Peak-Zeiten sei es dann dem normalen E-Autobesitzer an Wochentagen zwischen 8–11 Uhr und 16–22 Uhr nicht mehr erlaubt, sein Fahrzeuge zu laden. Reichere hätten mit Hilfe von Smart Chargers die Möglichkeit diese Einstellung zu übergehen, sie können also zu jedem beliebigen Zeitpunkt ihr E-Mobil aufladen.

Auch das Heizen wird in der schönen neuen Zero-Welt zum Problem. die britischen Netzbetreiber gehen davon aus, daß nicht genügend Menschen freiwillig zu bestimmten Zeiten abschalten und frieren wollen. Deshalb wollen sie das für Elektrofahrzeuge vorgeschlagene „Managed-Service-Konzept“ auf Heizsysteme und dann auf andere Geräte ausweiten. „Ihr Plan ist es, alle Ihre wichtigsten Geräte unter Kontrolle zu haben. Mit anderen Worten, sie könnten die Temperatur Ihrer Heizung aus der Ferne regulieren“, so Morton. In den USA sei das bereits Realität geworden. Dort berichteten Verbraucher, daß kürzlich während einer Hitzewelle in Texas ihre Klimaanlagen aus der Ferne eingestellt worden sind, heißt es weiter.

Die Technologien, von denen allgemein angenommen wird, dass sie bei Stromflauten helfen, seien tatsächlich nur marginal nützlich: „Wir haben nicht genug geeignete Pumpspeicherkraftwerke und Batterien und Wasserstoff sind viel zu teuer“, stellt Montfort in seinem Papier klar. „Die einzige Technologie, die uns hier helfen kann, basiert auf fossilen Brennstoffen, und die britische Regierung hat diese ausgeschlossen.“

Der Bericht sollte der Politik eine Warnung sein, so GWPF-Direktor Dr. Benny Peiser sagt, der Bericht sei eine Warnung an die Politik: „Familien kalt und im Dunkeln zu lassen, wird zu einigen sehr unglücklichen Wählern führen. Es wird nicht gut enden.“

Die einflußreiche GWPF gerät immer wieder ins Schussfeuer der Medien, da sie sich kritisch mit der überall veranstalteten Energiewende auseinandersetzt. Manch einer ordnet die GWPF deshalb in die Kategorie „Klimaleugner“ ein. (MS)