Nächster Punkt auf der Klimaterrorliste abgehakt: Deutsche Umwelthilfe dringt auf generelles Tempo 30 in Städten

Tempo-30-Zone (über dts Nachrichtenagentur)
Tempo-30-Zone (über dts Nachrichtenagentur)

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die WHO fordern ein generelles Tempolimit von 30 km/h innerorts. Der Ober-Klimaterrorchef, DHU-Chef Jürgen Resch, stellt klar: „Ich erwarte nun klare Beschlüsse der Koalitionäre für die kommende Ampel-Koalition und einen Start von Tempo 30 in unseren Städten noch im Jahr 2022.“ Na dann, hopp hopp.

„Kurz vor der Weltklimakonferenz unterstreicht die Weltgesundheitsorganisation erneut die Wichtigkeit von Tempo 30 in Städten für die Vermeidung tragischer Unfälle, den Klimaschutz und die saubere Luft“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Donnerstag. „Ich erwarte nun klare Beschlüsse der Koalitionäre für die kommende Ampel-Koalition und einen Start von Tempo 30 in unseren Städten noch im Jahr 2022.“
Der Straßenverkehr sei immer noch nicht sicher genug – auch in Deutschland. „Im vergangenen Jahr wurden bei Verkehrsunfällen innerorts 214.000 Personen verletzt, 810 verloren ihr Leben. Noch unter dem Vertreter der Autokonzerne im Bundeskabinett, CSU-Minister Scheuer, hat die Bundesregierung ein so genanntes Verkehrssicherheitsprogramm verabschiedet, das die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 lediglich um 40 Prozent reduzieren soll – und damit weniger als durch die Vereinten Nationen beschlossen“, so der Umweltschützer.

Selbst für dieses „autofreundliche Ziel“ reichten der DHU die geplanten Maßnahmen immer noch nicht aus. Jetzt wird mit den angeblichen Verkehrstoten gewuchert: Um die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren, brauche es auch eine attraktive und sichere Infrastruktur, sowohl für den Fuß- als auch Radverkehr, hieß es. Die neue Bundesregierung müsse deshalb sofort eine Ausbauoffensive für geschützte Radwege starten und den verantwortlichen Ländern und Kommunen helfen, durch mehr Finanzmittel und eine vereinfachte Anordnung von Pop-up-Radwegen.

Bis 2025 könne und müsse die Länge der Radwege gerade auch innerorts zu Lasten von Straßenflächen kurzfristig verdoppelt werden. Das rette nicht nur Menschenleben, sondern sei zwingend notwendig, um die heiligsten aller heiligen Ziele – die Klimaziele – zu erreichen. (SB/mit dts)