Kassenärzte-Chef: Wer sich nicht impfen lässt, wird sich wohl anstecken

Andreas Gassen verbreitet Angst und Schrecken (Foto: Imago)

Sie haben wirklich alles versucht. Mit Bratwürsten und Gratis-Kondomen, mit Drohungen und Freiheitsbeschränkungen, ja sogar mit der Abschaffung des Grundgesetzes – doch trotzt eine renitente Minderheit der falschen Versprechen der Pharmaindustrie.

Nun versucht man es mit einem alten und bewährten Mittel: Der Angst.

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen plädiert zwar freundlicherweise dafür, die Entscheidung von Impfunwilligen zu akzeptieren, warnt sie aber vor ernsten Konsequenzen. „Es muss all denjenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, klar sein, dass sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden Monaten anstecken werden“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). „Ungeimpfte Erwachsene haben ein je nach Alter und Gesundheitszustand unterschiedliches Risiko, eventuell auch schwer zu erkranken“, fügte Gassen hinzu.

„Wir müssen wohl akzeptieren, dass Menschen für sich die Entscheidung treffen, sich nicht impfen zu lassen“, so Gassen. Trotzdem würden die Ärzte weiter Überzeugungsarbeit leisten, versicherte er. Diese Beratungsarbeit sei zwar intensiv und aufwendig.

Aber: „Jeden, den wir erreichen können und der sich doch noch impfen lässt, zählt“, so der Verbandschef. Laut einer Forsa-Umfrage, über die das RND berichtet hatte, will sich ein Großteil der Ungeimpften in den nächsten Wochen nicht mehr impfen lassen. Auch Maßnahmen, die Druck auf Ungeimpfte ausüben, würden demnach kein Umdenken bewirken.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass jeglicher Druck und Zwang wenig bringen beziehungsweise eher sogar kontraproduktiv wirken“, resümierte Gassen.

Kein Druck, kein Zwang, aber Angst und Schrecken verbreiten? Auch Gassen ist ein Zyniker. (Mit Material von dts)