Berufsverbot für Ungeimpfte?

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Um auch noch den letzten Bürger anzufixen, denken sich die Protagonisten des Corona-Regimes immer neue Schikanen aus. Und weil Erpressung schon immer das beste Argument war, um auch Unwillige zu überzeugen, droht jetzt sogar ein Berufsverbot für Ungeimpfte:

Angesichts der wieder steigenden Inzidenzzahlen, die ja überhaupt nichts aussagen, fordern manche Unternehmen in Deutschland die Politik auf, auch für Büros und Produktionshallen eine gesetzliche 3G-Regel einzuführen. Das schreibt das „Handelsblatt“ (Montagausgabe) unter Berufung auf eine eigene Umfrage unter mehreren DAX-Konzernen und großen Familienunternehmen. Käme so eine gesetzliche Pflicht, hätten nur noch Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete Zugang zu Betrieben.

So zitiert die Zeitung etwa einen großen Versicherer: „Klare rechtliche Vorgaben des Gesetzgebers wären sehr hilfreich.“ Die Berücksichtigung der Impfungen beim Infektionsschutz dürften sich positiv auf das Infektionsgeschehen in der kalten Jahreszeit auswirken. Auch für einen bekannten Immobilienkonzern wäre 3G die „vorzugswürdige Lösung“, doch die rechtlichen Rahmenbedingungen erschwerten die Einführung.

Ein Autozulieferer plädiert für 3G im Büro als „konsequente Fortführung der öffentlichen Corona-Regelungen“. Ein Energiekonzern würde „die Einführung eines rechtlichen Rahmens für eine 3G-Regel begrüßen“. Erste Firmen haben bereits ohne eindeutige Gesetzesgrundlage 3G oder gar 2G für ihre Firmengebäude verhängt, um den betrieblichen Alltag wieder zu normalisieren.

Besonders weit geht laut „Handelsblatt“-Bericht Bayer: Manche Beschäftigte, etwa in Laboren oder Teilbereichen der Produktion, können unter freiwilliger Anwendung der 2G-Regel wieder ohne Abstand und Maske zusammenarbeiten oder Meetings in Präsenz durchführen. Das ist rechtlich erlaubt: Mitarbeiter können ihren Impfstatus dem Arbeitgeber auf freiwilliger Basis preisgeben. Andere Firmen haben 3G-Beschränkungen eingeführt: Bei SAP etwa habe seit Anfang Oktober nur noch Zutritt, wer geimpft, getestet oder genesen ist, schreibt das „Handelsblatt“.

Das ist natürlich pervers und unmenschlich und wenn man dann noch folgendes liest, ist klar, dass es um etwas ganz anderes geht:

70 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben zunehmend Probleme bei der Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern – und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Dennoch betreiben nur drei von zehn Unternehmen eine strategische und ausgefeilte Personalarbeit zur Mitarbeitersuche. Das geht aus einer Umfrage des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) bei 1.433 Unternehmen hervor, über die die „Rheinische Post“ in ihrer Samstagausgabe berichtet.

Demnach stellen sich vor allem kleine und mittlere Unternehmen nicht ausreichend als attraktive Arbeitgeber dar. Auch die Nachfolgeplanung im eigenen Betrieb steht lediglich bei 44 Prozent der befragten Unternehmen im Fokus. Häufig genannte Gründe: Es fehlt an Know-how und an finanziellen Mitteln.

„Vor allem kleine Unternehmen verpassen die Chance, sich über Stellenausschreibungen als attraktive Arbeitgeber zu positionieren“, sagte die Studienautorin.

Wie bitte geht das zusammen? Auf der einen Seite kann man auf qualifizierte Fachkräfte verzichten, auf der anderen Seite jammert man wegen zu wenigen Fachkräften. (Mit Material von dts)