Breit im Kopf: Paul Breitners Tafel nur noch für Geimpfte

Gutmenschenduo Paul Breitner mit Ehefrau Hildegard (Bild: IMAGO / Future Image)
Gutmenschenduo Paul Breitner mit Ehefrau Hildegard (Bild: IMAGO / Future Image)

Paul Breitner gibt zusammen mit seiner Ehefrau seit Jahren den Menschenfreund und engagiert sich mit einer Münchner Tafel für Bedürftige. Nun zeigen die Breitners, wie weit ihre Nächstenliebe tatsächlich geht: Es werden nur noch Geimpfte geduldet. Ungeimpfte müssen hungern – wegen Corona. 

Die Einrichtung von Ex-Fußball-Weltmeister Paul Breitner bedient seit Kurzem nur noch Geimpfte. „Eine Impfung ist wichtig, daran halte ich fest“, bekräftigt Breitners holde Ehefrau, die zusammen mit ihrem Mann seit Jahren in Samaritermanier die Münchner Tafel betreibt, gegenüber der Bildzeitung.

Nach dieser Entscheidung können nun 18 von den 160 Bedürftigen, die bislang den Dienst der Breitners regelmäßig in Anspruch nahmen, die Tafel nicht mehr besuchen. Der Schritt wird mit dem Schutz der ehrenamtlichen Helfer begründet. Breitners Ehefrau gibt die Tapfere: „Ich habe viel Ärger für die Entscheidung bekommen, doch den Shitstorm halte ich aus, es ist für eine gute Sache“, sagt Frau Breitner. Eine weitere „gute Sache“: Ein mobiler Impfbus den die Breitners organisierten, um den bedürftigen Tafelgästen die Corona-Impfung noch näher zu bringen. „Damit wollten wir unseren Gästen nochmal eine Möglichkeit geben“, so der impfwilde Fußballer. In vier Wochen soll der Bus noch einmal kommen – für die zweite Impfung. Wer bis dahin erst eine hat, darf aber trotzdem kommen, verkündet der Gutmensch Breitner.

Breitner scheint aktuell zum neuen Start am Virologenfirmament aufzusteigen. Im regierungstreuen „Sonntags-Stammtisch“ des öffentlich-rechtlichen BR griff Breitner den Bayern-München-Spieler Joshua Kimmich für seine kritische Haltung zur Corona-Impfung in bekannter Besserwissermanier an: „Ich brauche mit niemandem darüber zu diskutieren, ob er sich impfen lassen soll oder nicht. Für mich gibt es nur die Richtung, sich impfen zu lassen. Und da geht es nicht um eine Vorbildfunktion, sondern es geht um den Einzelnen. Wenn er sich dagegen entscheidet, dann habe ich null Verständnis dafür“, so Gutmensch Breitner. (SB)