Sarah Wagenknecht zieht Zorn auf sich: Sie will sich nicht impfen lassen

Dr. Sahra Wagenknecht Mitglied des Deutschen Bundestages (Foto: Imago)

In der Quassel-Show von Anne Will gibt Sarah Wagenknecht zu, bisher noch nicht in den Genuss der Covid-19-Impfung gekommen zu sein und gibt sich angesichts der neuen sogenannten Impfstoffe und deren Langzeitwirkungen skeptisch. Nicht nur Karl Lauterbach, der wie immer alltäglich warnt und droht, ist empört. Auch Partei-Kollegin Julia Nagel nagelt Wagenknecht angesichts ihrer Bedenken an die Wand und spricht ihr ab, für die Linke zu sprechen. 

„Auch wer geimpft ist, kann andere anstecken“, erklärt die Linken-Politikerin Sarah Wagenknecht bei „Anne Will“. Sie selbst sei im Gegensatz zu ihrem Ehemann Oskar Lafontaine, der mit seinen 78 Jahren zur Risikogruppe gehört, ungeimpft. Sich impfen zu lassen sei eine individuelle Entscheidung.

Ihre Argumente gleichen denen, die Bayern-Profi Joshua Kimmich äußerte. Wagenknecht empfindet es auch als Problem, dass Ungeimpfte ihre Entscheidung öffentlich begründen müssen. Das Impfen solle nicht zu einem „Akt der Solidarität mit anderen“ aufgeblasen werden, fordert die 52-jährige Politikerin. „Wer sich impfen lässt, der schützt in erster Linie sich selbst“, so Wagenknecht und weist auch auf die Weigerung der Impfmittelhersteller, für mögliche Langzeitnebenwirkungen ihrer Medikamente zu haften, hin. Die Impfdebatte ist für sie „moralisch aufgeladen“, mit diesen Impfstoffen werde es keine Herdenimmunität geben, prophezeit die Politikerin.

Nicht nur Talkgast Karl Lauterbach, der gerne als Gesundheitsminister das Land noch mehr beglücken möchte, schäumt vor Wut. „Räuberpistole“ nennt er die Einwendungen Wagenknechts und behauptet steif und fest, daß es keine unerwünschten Langzeiterscheinungen geben werde. „Die großen Universitäten sagen alle: Wir können ausschließen, dass es Nebenwirkungen gibt, die wir jetzt nicht kennen“, kräht der ausgewiesene Corona-Impf-Experte, für den die neuartigen Impfstoffe nach einem knappen Jahr nicht mehr neu sind und verweist auf die „bewährten“ Vektorimpfstofffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson. „Die Impfstoffe sind sicher“, behauptet Lauterbach einmal mehr.

Sarah Wagenknecht ist nun mit einer Nicht-in-meinem-Namen-Kampagne ihrer Parteigenossen und dem üblichen Twitter-Shitstorm konfrontiert. Julia Nagel fragt sich auf Twitter, wen Wagenknecht denn da mit ihrem „medizinischem Halbwissen und Impfskepitizismus“ repräsentiere. Sie jedenfalls nicht. Auch der ehemalige Linken-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat bläst zum Stürmchen: Longcovid sei schließlich „nicht umstritten, sondern bittere Realität für viel zu viele Menschen. Das zu bestreiten ist ein Schlag ins Gesicht tausender und abertausender Menschen. Ich schäme mich, dass #Wagenknecht so einen Unsinn im Namen meiner Partei DIE #LINKE vertritt“, twittert er in seiner Blase Zuspruch heischend. Und RTL-Ressortleiter Nikolas Blome gibt auch seinen Senf dazu: „Sarah #Wagenknecht hat ihr halbes Leben lang den Sozialismus für harmlos erklärt. Und jetzt halt den #Corona-Virus. Come on…“, gähnt der Journalist und Autor seinem Publikum entgegen. (MS)