Erdingers Absacker: Der grüne Wissenschaftssprecher und anderer Wahnsinn

Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

+++ Kai Gehring ist grüner Bundestagsabgeordneter und fungiert dort als Sprecher für Wissenschaft und Forschung der grünen Bundestagsfraktion. Gehring machte mit einem Tweet vom 31.10. 21 zu Sahra Wagenknecht von sich reden. Wagenknecht hatte in der Sendung von Anne Will den „Gesundheitsexperten“ der SPD, Karl „Apokarlypse“ Lauterbach, in peinliche Erklärungsnöte gebracht. Gehring bei Twitter: „Welche Mitverantwortung trägt Talkmasterin #AnneWill an der zu geringen Impfquote in Deutschland, wenn sie Impfgegnerin #Wagenknecht wieder mal ein Forum in ihrer Sendung bietet? #Corona #ImpfenSchuetzt„. Diesem Tweet konnte nun ein früherer Tweet von Gehring gegenübergestellt werden. Derselbe Gehring am 21.04.21 bei Twitter: „Jeder darf in Deutschland alles sagen. Meinungsfreiheit gilt. Jeder muß genauso Widerspruch aushalten. Weil das auch Meinungsfreiheit ist. Wir müssen echte Streitkultur pflegen! Weniger Empörung & Beleidigtsein, mehr Argumentieren, mehr Sachlichkeit & Differenzierung. #Illner“ Ein inexistenter Experte für Prozeduren aller Art erklärte daraufhin, wie man es bei den Grünen zu etwas bringt. Intelligenztests seien bei den Grünen verpönt, gutes Allgemeinwissen sei ein sog. „No Go“. Jedoch würden ambitionierte Parteimitglieder mit einem Lügendetektor auf ihre Eignung getestet. Wenn der Test ergibt, daß jemand lügen kann wie gedruckt, dann habe er den Job so gut wie sicher. Dann folge noch ein Charaktertest. Wer das Testgerät zum Absturz bringe, gelte als Idealbesetzung. +++

+++ Campact e.V. ist ein ökomarxistischer Verein, den man auch als „Zeugen des Klimas“ bezeichnen könnte. Allerweil haben sich in Glasgow die Piloten von 400 Privatjets versammelt, weil sie ihre Passagiere zur dortigen Weltklimakonferenz abliefern mussten. Campact e.V. hat vor lauter Freude und Rührung darüber eine Vorgängerin der notorischen Gretl aus Schweden ausgegraben, die von der Weltöffentlichkeit längst vergessen worden war: Fräulein Severn Cullis-Suzuki. Als die ungefähr in dem Alter gewesen ist, in dem sich die Schwedengretl, Zigaretten-Carla und „Langstreckenluisa“ Neubauer heute befinden, sprach sie beim „Earth Summit“ der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro. Das war im Jahr 1992. Severn Cullis-Suzuki damals – und damals bereits ganz im „How dare you“-Tonfall: „Sie wissen nicht, wie man ausgestorbene Tiere wiederbelebt. Und Sie können die Wälder nicht zurückbringen, die einst dort standen, wo jetzt Wüste ist. Wenn Sie nicht wissen, wie man das alles wieder in Ordnung bringt: Bitte hören Sie auf, es zu zerstören.“ Ein inexistenter Jungfrauen-Experte: Niemand wolle die Dinosaurier wiederbeleben, weil sie für Radfahrer gefährlich seien. Gegenden, die 1992 noch Wüste gewesen waren, seien heutzutage bewaldet (Subsahara). Die Dinge entwickelten sich. Die Einzigen, die sich jeder Entwicklung verweigern, seien seit Jahrhunderten die Jungfrauen mit ihren immergleichen Befindlichkeitsstörungen. Der inexistente Jungfrauen-Experte spricht von totaler Aussichtslosigkeit und empfiehlt den entwicklungsbenachteiligten Jungfrauen das ständige Mitführen eines Riechsalzfläschchens. +++

+++ Der 3. November ist Weltmännertag. Ein inexistenter Tages-Experte erklärte, der „Weltmännertag“ solle im feministisch degenerierten Westen nicht mehr gefeiert werden, weil Verlustbewußtsein nur die Traurigkeit fördere und Depressionen ohnehin schon Volkskrankheit Nummer eins geworden seien. Er schlägt vor, den Weltmännertag wenigstens in den USA, in Neuseeland, Australien und im Westteil der EU umzubenennen in „Weltpunzenfiffitag“ oder in „Tag des internationalen Beischlafgebettels“. +++

+++ Nicht wenige vermuten, Donald Trump würde Berlin als „Shithole“ bezeichnen, wenn er genauere Kenntnis von den dortigen Zuständen hätte. Dazu paßt hervorragend eine aktuelle Meldung der „Berliner Zeitung“ (B.Z.). Das Leitungswasser im Terminal 1 des Flughafens BER ist mit Fäkalbakterien verunreinigt. Die internationalen Fluggästen würden gebeten, dort kein Leitungswasser zu trinken. Ein inexistenter Peinlichkeits-Experte erklärte dazu, daß Fäkalbakterien zu Magenkrämpfen und Durchfall führen, so daß Fluggäste in den Terminals internationaler Großflughäfen wie Hong Kong oder New York an ihren schmerzverzerrten Gesichtern und ihren verschissenen Hosen als Berlinreisende zu identifizieren wären, wenn sie dennoch das Leitungswasser am BER konsumierten. Einer solchen Steigerung des Imageverlustes sollte der Berliner Senat am besten dadurch vorbeugen, daß er Polizei vor den Wasserhähnen des Terminal 1 postiert, die jeden internationalen Fluggast, der sich ihnen nähert, so verprügeln, als ob er an einer ungenehmigten Corona-Demo hätte teilnehmen wollen. +++

+++ Der Chef des Chemnitzer Klinikums, Dr. Thomas Jendges (55) stürzte Presseberichten zufolge am Morgen des 02.11.21 vom Dach des Klinikums in den Tod. Ein inexistenter Buchstaben-Experte bemerkte, daß bei den Meldungen wahrscheinlich ein „sich“ fehlt. „Stürzte sich“ hätte es vermutlich heißen müssen, so der inexistente Experte. Gründe für einen solchen Sturz seien viele denkbar, auch solche, die mit „Corona“ und dem ärztlichen Berufsethos zu tun haben. Allerdings sei auch denkbar, daß der Fachkräftemangel inzwischen so schlimm geworden ist, daß Klinikchefs fällige Dachdeckerarbeiten selbst erledigen müssen, was bei ungeübten Dachdeckern leicht zu einem Sturz aus großer Höhe führen könne. Keinesfalls solle man aber vorschnelle Schlüsse aus der Meldung ziehen. +++

+++ Thema „unabhängige Faktenchecker“: Dr. David Bellamy (1933 – 2019) war britischer Botaniker, Autor und Umweltschützer. In zahlreichen Veröffentlichungen und Büchern sowie in Fernsehsendungen setzte er sich für Umweltschutz und Naturerhaltung ein. Bekannt wurde er hierzulande mit der Fernsehserie „Bellamys Pflanzen-Report“ auch durch das deutsche Fernsehen. Bellamy schrieb etwa 45 Bücher. Ein Bellamy-Zitat aus dem Jahr 2008 – hier nur sinngemäß wiedergegeben: „Der Klimawandel verläuft zyklisch, ohne daß der Mensch einen Einfluß darauf hat. Die Milliarden, die für den Weltklimaschutz ausgegeben werden, sind zum Fenster hinausgeworfenes Geld.“ Wer dieses Bellamy-Zitat bei Facebook postet, bekommt es mit den „unabhängigen Faktencheckern“ zu tun. Dem Zitat fehle der „Kontext“, wird das Facebook-Kind beschieden, selbst dann, wenn es schon erwachsen ist. Die „unabhängigen Faktenchecker“ bestreiten nicht, daß dieses Zitat von Bellamy stammt. Sie geben zu, daß er das im Jahr 2008 gesagt hat. Worin besteht also der „fehlende Kontext“? Der „fehlende Kontext“ besteht laut den „unabhängigen Faktencheckern“ darin, daß „die Wissenschaft“ heute „weiter sei“, als im Jahr 2008. Weil das wiederum so sei, sei auch der Beitrag des Facebook-Users mit einem Warnhinweis versehen worden. Außerdem würden solche Warnhinweise dazu führen, daß die Reichweite des Facebook-Nutzers, der öfter solche „getagten“ Beiträge veröffentlicht, heruntergeregelt wird. Ein inexistenter Willkür-Experte kommentierte die „unabhängige Faktencheckung“ wie folgt: Zuckerberg und Dorsey sind am Ende. Sie wissen es nur noch nicht. Von der Rechnung, die ihnen präsentiert werden wird, könnten sich die digitalen Klugscheißer samt ihrer bertelsmännlichen Social-Media-Gestapo überhaupt keine Vorstellung machen. +++