2-G-Regelung im Altersheim: Sollen die Verwandten wieder isoliert vor sich hinsterben?

Senior (Symbolbild: shutterstock.com / Durch Fotoluminate LLC)

Wir wissen nicht, wie viele Menschen am Ende ihres Lebens elendig, weil in den Pflegeheimen alleine gestorben sind, sich nicht mal von den Verwandten verabschieden konnten, wie viele einfach aufgegeben haben, weil sie nicht alleine leben wollten.

Doch das Corona-Regime kennt keine Gnade, wenn es darum geht, ihren miesen Stoff zu verhökern. Die 2-G-Regelung in Alten- und Pflegeheimen ist wieder ins Gespräch gekommen:

Selbst die so genannten Patientenschützer haben anscheinend keine Probleme damit:

Sie haben zwar den Plan der Gesundheitsminister von Bund und Ländern scharf kritisiert, auch in Pflegeheimen das 2G-Modell zu ermöglichen, wonach nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt haben. Das sei unverantwortlich, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben). „Niemand kann ein Interesse daran haben, auf diese Weise einen Keil zwischen Angehörige und Bewohner zu treiben“, sagte er.

„Ein selektives Betretungsverbot darf es für die 12.000 Heime nicht geben“, forderte er. Stattdessen seien die Gesundheitsminister bei ihrer Konferenz am Donnerstag und Freitag aufgefordert, Beschlüsse für den Corona-Schutz und gegen die Isolation von 900.000 Pflegeheimbewohnern zu fassen, sagte Brysch.

Dann aber gibt der Patientenschützer einen Hinweis darauf, dass auch die Durchimpfung und all die Testerei überhaupt nichts bringen:

Konkret forderte er nämlich verpflichtende, tägliche, kostenlose Tests für alle Mitarbeiter, Besucher und Bewohner.

Diese Regelung müsse auch für Geimpfte und Genesene gelten, sagte Brysch. Solche Tests nur zweimal in der Woche durchzuführen, wie es bisher im Beschlussentwurf vorgesehen ist, reiche nicht aus: „Sonst gelingt es nicht, das Virus vor der Einrichtung zu stoppen.“ Brysch forderte die Minister zudem auf, einen verbindlichen Fahrplan für die Boosterimpfungen der 4,2 Millionen Pflegebedürftigen vorzulegen.

Sie müssten alle bis Ende November ihre Auffrischimpfungen erhalten haben, sagte der Verbandsvertreter. Im Beschlussentwurf für die Tagung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Donnerstag und Freitag in Lindau heißt es: „Den Ländern bleibt es unbenommen, für Besucherinnen und Besucher von Pflegeeinrichtungen die sogenannte 2G-Regel vorzusehen.“

Stirb einsam, Ruhe in Frieden. (Mit Material von dts)