Schwerer Schlag für Joe Biden: Demokratischer Gouverneurskandidat verliert in Virginia

Immer unpopulärer: Sleepy Joe Biden (Foto:Imago)

Schlechte Nachrichten für US-Präsidenten Joe Biden: In Virginia verlor jetzt sein demokratische Gouverneurskandidat Terry McAuliffe haushoch die Wahl. Das Rennen machte der von Donald Trump unterstützte Republikaner Glenn Youngkin. Er ist nun neuer Gouverneur des traditionsreichen Bundesstaates an der Ostküste, den „Sleepy Joe“ Biden noch vor einem Jahr mit zehn Prozent Vorsprung vor Donald Trump gewonnen hatte.

Mit Ausnahme einiger weniger Bezirke führte Youngkin laut Luxembourg Times mit 50,7 % zu 48,6 % vor McAuliffe. Die Ergebnisse zeigten einen atemberaubenden Verlust für McAuliffe, einem ehemaligen Gouverneur und Vorsitzenden der Demokratischen Partei, der den ganzen Sommer über in den Umfragen geführt hatte. Ein schwerer Schlag für die Demokraten, denn damit sinkt die Chance, bei den im kommenden Jahr anstehenden Zwischenwahlen zum Kongress die Kontrolle über den Senat zu behalten. Dutzende Sitze drohen den Demokraten im Repräsentantenhaus verloren zu gehen. So wie es derzeit aussieht, werden sie ihre Mehrheit verlieren.

Seit Wochen wächst der Frust der Amerikaner über den chaotischen Afghanistan-Abzug, die steigenden Benzinpreise, die Inflation und die endlosen innerparteilichen Streitereien der Washingtoner Regierungspartei. Die von Biden groß angekündigten Reformen entpuppen sich immer mehr als das, was sie sind – leere Wahlversprechen.

Zehn Monate nach dem Regierungswechsel ist der Vertrauensverlust in den führungsschwachen und dement wirkenden 78-jährigen Biden und seine Entourage gigantisch. Selbst die herangekarrte Demokratenprominenz in Person von Vizepräsidentin Kamala Harris bis zu Ex-Präsident Barack Hussein Obama konnte den Wähler in Virginia nicht mehr überzeugen.

Nachdem Umfragen ihn lange Zeit auf dem zweiten Platz gesehen hatten, wendete sich das Blatt für ihn, als sein demokratischer Gegner McAuliffe in einer Debatte im September sagte, dass er nicht der Meinung sei, dass „Eltern den Schulen sagen sollten, was sie unterrichten sollten“. Der Republikaner nutzte den Moment und schaltete Anzeigen, die sich auf McAuliffes Veto gegen einen Gesetzentwurf konzentrierten, der Eltern die Möglichkeit geben sollte, ihren Kindern das Lesen von Büchern mit sexuell eindeutigem Material untersagen. Darüber hinaus sind viele Eltern verärgert über die Maskenpflicht und die schulische Indoktrination beim Thema Rassismus.

Während des Wahlkampfs forderten die Republikaner ihre Wähler auf, die Virginia-Wahl zu nutzen, um Präsident Biden abzustrafen. Die Gouverneurswahl in Virginia wird oft als Referendum über das erste Jahr eines Präsidenten angesehen, da es eines der wenigen bedeutenden Ämter ist, die im Jahr nach den Präsidentschaftswahlen zu gewinnen sind.

Er plane Steuersenkungen und in Bildung und Strafverfolgung zu investieren, erklärte der 54-jährige politische Newcomer und Geschäftsmann Glenn Youngkin nach seinem Wahlerfolg.

Virginia hatte bei den vergangenen vier Präsidentschaftswahlen, den vergangenen sechs Senatswahlen und bei vier der vergangenen fünf Gouverneurswahlen die Demokraten gewählt. Bidens 10-Punkte-Siegvorsprung in Virginia war der beste für einen demokratischen Präsidentschaftskandidaten seit 1944. (MS)