Die nächste Corona-Runde wird eingeläutet

Foto: Werbung der Bundesregierung in Coronakrise (über dts Nachrichtenagentur)

Im zweiten Jahr der Pandemie ist es auch nicht anders als im ersten Lockdown-Winter. Nur, dass andere Begriffe verwendet werden, um die Bürger nicht zusätzlich darauf aufmerksam zu machen, dass das Corona-Regime nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe bekommen hat, trotz aller Drangsalierungen und Folter-Maßnahmen – und dass natürlich die ganze Impferei überhaupt nichts bringen wird, auch in Zukunft nicht.

Hier wieder einige aktuelle Meldungen aus der Coronahölle:

RKI meldet 33949 „Corona-Neuinfektionen“ – Neuer Höchstwert

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen vorläufig 33.949 so genannte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 21 Prozent oder 5.912 „Fälle“ mehr als am Donnerstagmorgen vor einer Woche und mehr als jemals zuvor seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert lag bei 32.552 neuen Fällen binnen eines Tages.

Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 146,6 auf heute 154,5 neue „Fälle“ je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 247.800 positiv Getesteten aus, das sind etwa 55.800 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 165 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 707 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 101 Todesfällen pro Tag (Vortag: 95). Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 96.192. Insgesamt wurden bislang 4,67 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Niedersachsen kritisiert Impfstoff-Bestellfristen

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) kritisiert den 14-tägigen Vorlauf bei der Bestellung von Corona-Impfstoffen und macht Druck auf Berlin. „Das ist ein Zustand, den wir so nicht hinnehmen können“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe). „Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister muss hier dringend neue und pragmatischere Vereinbarungen mit dem Arzneimittelgroßhandel treffen, die eine flexiblere Planung der Impfungen vor Ort ermöglichen.“

Grundsätzlich gelte, dass in Deutschland ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, um allen dafür infrage kommenden Menschen eine Auffrischungsimpfung anbieten zu können und gleichzeitig weiter Erst- und Zweitimpfungen vorzunehmen. „In der Realität scheitert es vor Ort aber zum Teil an den unnötig langen Lieferfristen der Impfstoffe“, kritisierte die Ministerin. Momentan müssen sowohl die Arztpraxen als auch die mobilen Teams mit einem 14-tägigen Vorlauf Impfstoff bestellen, ohne zu wissen, wie hoch der Bedarf zwei Wochen später wirklich sein wird.

Gerade vor dem Hintergrund, dass sich die Studienlage und die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission insbesondere zu den Booster-Impfungen „sehr kurzfristig ändern können“, werde Niedersachsen dieses Thema auf der bevorstehenden Konferenz der Gesundheitsminister der Länder und des Bundes ansprechen, so die Sozialdemokratin. „Wir werden uns für einen unbürokratischeren Ablauf der Bestellungen einsetzen“, kündigte Behrens an.

Beamtenbund will deutliche Reduzierung beruflicher Kontakte

Der Beamtenbund fordert pandemiebedingt eine erhebliche Reduzierung der beruflichen Kontakte. Es sei dringend erforderlich, dass „Arbeitgebende und Dienstherrn alle geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen treffen, um betriebsbedingte Personenkontakte zu reduzieren“, sagte eine Sprecherin dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben). Homeoffice sei ein „adäquates Instrument der Pandemiebekämpfung“, hieß es weiter.

Die Sprecherin hob hervor: „Mit Blick auf mobiles Arbeiten und Homeoffice zeigen die Erfahrungen der letzten eineinhalb Jahre, dass dies bei gleichbleibend guter Ergebnisqualität deutlich einfacher und unkomplizierter zu organisieren ist, als es viele Arbeitgebende und Dienstherrn bisher zugeben wollten.“ Deutlich zurückhaltender äußerte sich die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA): „Wir haben beim Homeoffice geliefert und das werden wir auch weiterhin tun. Dort, wo es praktikabel ist und interne wie externe Betriebsprozesse es zulassen, werden wir auch weiterhin Homeoffice ermöglichen“, sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter dem RND. Aber: „Eine nationale Lösung für alle Branchen und alle Unternehmen ist weder sinnvoll, noch praktikabel.“

Ärztekammer und DKG dringen auf Kurswechsel in Krankenhauspolitik

Bundesärztekammer und Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) drängen die „Ampel“ zu einem Kurswechsel in der Krankenhauspolitik. Das geht aus einem gemeinsamen Schreiben von Ärztepräsident Klaus Reinhardt und DKG-Chef Gerald Gaß an die Gesundheits-Verhandlungsgruppe hervor, über das das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben) berichtet. Darin heißt es, die bisher fast ausschließlich leistungsbezogene Finanzierung der Krankenhäuser müsse dringend reformiert werden, um die Versorgung in der Fläche und Spitzenmedizin in spezialisierten Zentren zu gewährleisten.

Auch für zukünftige Pandemiesituationen müsse es ausreichende medizinische Versorgungskapazitäten geben. „Die eklatante Unterfinanzierung bei der Investitionsförderung hat zu einem erheblichen Modernisierungsstau geführt und die knappen Personalbesetzungen bei Ärzten und Pflegekräften wesentlich mitverursacht“, beklagen Reinhardt und Gaß. Die Gesundheitspolitiker von SPD, Grünen und FDP wollen am Donnerstag ihre Gespräche beginnen.

Reinhardt und Gaß forderten in ihren Schreiben ein abgestimmtes Vorgehen von Bund und Ländern bei einer Krankenhausreform. Dazu sei noch 2022 ein Klinikgipfel mit allen Akteuren nötig. Beide beklagen darüber hinaus zu viele bürokratische Vorgaben und Regulierungen im Krankenhausbereich.

„Aus Befragungen wissen wir, dass dies auch eine Ursache für wenig attraktive Arbeitsbedingungen und den daraus resultierenden Fachkräftemangel ist“, so die beiden Verbandschefs.

Bayerns Gesundheitsminister sieht Fehler in Corona-Politik

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) räumt falsche Entscheidungen der Politik in der Coronakrise ein, wie die Schließung von Impfzentren. „Ich glaube auch, dass die Signale nicht gut waren, weil man die Menschen in falscher Sicherheit wiegt“, sagte der in der Sendung „RTL Direkt“. Bei den Impfzentren sei Bayern zwar immer noch gut aufgestellt, so Holetschek.

„Aber es ist richtig: Das Signal, dass alles wieder gut ist, wurde teilweise verkehrt gesendet. Noch sind wir mitten in der Pandemie und müssen vorsichtig sein.“ Eine Bund-Länder-Konferenz würde er begrüßen, so Holetschek.

„Sie wäre ein wichtiges Signal.“ Man müsse auch während der jetzt laufenden Ampel-Koalitionsverhandlungen den Blick nochmal auf Corona richten.