Erdingers Absacker: Nicht einmal mehr bedingt abwehrbereit

Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Es gab einmal eine Zeit, in der es in Deutschland noch „cojones“ gab. Cojones ist das spanische Wort für „Eier“. Beim „Spiegel“ hatte man noch welche, als der Artikel „Bedingt abwehrbereit“ veröffentlicht wurde, der sich dann zur „Spiegel-Affäre“ ausweitete. Die ging damals so aus, daß am Ende zwei Staatssekretäre und der damalige Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß entlassen wurden. Das war im Jahr 1962. Zunächst einmal waren aber etliche „Spiegel“-Redakteure unter dem Vorwurf des Landesverrats verhaftet worden, darunter der Autor des Artikels, Conrad Ahlers, und der Herausgeber des „Spiegel“, Rudolf Augstein. Aus dieser Zeit stammt das Synonym „Sturmgeschütz der Demokratie“ für den „Spiegel“. Lange ist´s her. Der „Spiegel“ wurde längst zur „Spritzpistole gegen die Demokratie“ und statt „cojones“ gibt es im heutigen Medien-Mainstream Eierstöcke.

Immer mehr Leute haben von dem grundverlogenen Volkspädagogentum in den sog. Qualitätsmedien die Nase gestrichen voll, darunter etliche Prominente. Novak Djokovic, die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste, holte dieser Tage zu einem Rundumschlag aus. „Es gibt immer weniger freien Journalismus und Informationen. Es geht nur noch darum, Propaganda zu verbreiten, die einer Elite dient„, so Djokovic bei einer Pressekonferenz im Rahmen des ATP-1000-Masters in Paris. Sein Impfstatus war von Interesse gewesen. Anstatt die Frage zu beantworten, drohte der Serbe den Journalisten: „Das ist Privatsache und gemäß Gesetz könnte ich jemanden dafür belangen, der mich danach fragt. Diese Frage ist unangemessen.„, wie „heute.at“ berichtet. Ob die Nummer 1 der Weltrangliste geimpft ist oder nicht, wird sich auch so herausstellen. Sollte Djokovic bei den Australian Open im Januar 2022 antreten, wäre er wohl geimpft, weil das Voraussetzung für die Teilnahme am Turnier ist. „Mein Körper, meine Entscheidung“, ein Slogan der Abtreibungsbefürworterinnen, entpuppt sich ausgerechnet im medialen Eierstock-Zeitalter als einer der verlogensten Slogans aller Zeiten. Das aber nur nebenbei.

Die Bundesrepublik ist in keiner Hinsicht mehr in der Lage, sich gegen innere und äußere Feinde zu verteidigen, militärisch nicht, finanziell nicht und intellektuell nicht. Noch nicht einmal die Methoden werden mehr identifiziert, mit denen dem Volk systematisch das Hirn gewaschen wird. Schön „sauber“ wird es auf jeden Fall. So dermaßen sauber, daß sich anscheinend kaum einer der Gefangenen seiner „German Angst“ noch fragt, weshalb die böse „Pandemie“ solche Unterschiede macht zwischen seinem eigenen und anderen Ländern wie etwa Norwegen oder Schweden.

Wir alle

Die Stimme von Sir David Attenborough kennen wir alle aus den Naturdokumentationen. Nun redet er den Regierungschefinnen auf der Klimakonferenz ins Gewissen„, werben die „Zeugen des Klimas“ namens Campact e.V. für ihre zivilreligiöse Sektenagenda. Das soll er fressen, der Medienkonsument: Daß Sir David Attenborough Recht hat, weil „wir alle“ seine Stimme kennen. Das qualifiziert ihn dazu, den „Regierungschefinnen ins Gewissen“ zu reden. „Wir alle“ sind nämlich die Allergrößten und die Kenntnisreichsten jemals. Sind „wir“ ja auch gern. Das steht „uns“. So geht Framing: Letztlich reden „wir alle“ den „Regierungschefinnen“ ins Gewissen, weil „wir alle“ die Stimme desjenigen kennen, der es angeblich tut. Warum „angeblich“? Weil man erst einmal voraussetzen müsste, daß heutige „Regierungschefinnen“ überhaupt noch ein Gewissen haben. Diejenigen, die noch eines haben, würden jenem weltberühmten und vielfach ausgezeichneten Sir David Attenborough, den „Campact e.V.“ profan als „Tierfilmer & Klima-Aktivist“ bezeichnet, erwidern, er mache sehr schöne Naturfilme und daß er es besser dabei belassen sollte. Wikipedia behauptet, der Sir habe einen „Abschluß in Naturwissenschaften“. Naturwissenschaften gibt es viele. Es ist nicht wahrscheinlich, daß Attenborough je einen Abschluß in Biologie, Physik, Chemie, Astronomie und Geowissenschaften hat. „Abschluß in Naturwissenschaften“ … kennen „wir alle“.

T-Online erzählt „uns“ ebenfalls, was „wir alle“ wissen – und was „wir alle“ noch nicht wissen, weswegen es auch gut ist, daß es T-Online gibt, wo man „uns“ das erklärt. „Wir alle“ haben nämlich ein falsches Demokratieverständnis. Das wussten „wir alle“ allerdings noch nicht. Wie haben sie es ausgerechnet bei T-Online gemerkt, dieser vormals deutschen Nachrichtenseite in der größten internationalen und soros-affinen Werbe- & Medienholding namens „wpp“? – „Alle wissen, dass sich die Erde erwärmt. Trotzdem sind wir überfordert, die Klimakrise zu bekämpfen. Warum ist das so?“ – Die Ursache: „Wir alle“ haben ein „falsches Demokratieverständnis“. So steht das bei t-online. Fakten sind etwas ganz anderes. „Alle wissen“ eben nicht, daß sich die Erde erwärmt, weil schon „Erde erwärmt“ voraussetzen würde, daß ein Zeitraum benannt wird, dem gegenüber sie sich angeblich erwärmt. Gegenüber dem sog. römischen Klimaoptimum erwärmt sie sich definitiv nicht. Die „Welt“ titelte neulich, in der Antarktis habe es vor 90 Millionen Jahren Urwälder gegeben. Grönland hat sich seit seiner Entdeckung vor 1.200 Jahren auch nicht erwärmt, sonst hieße es nicht Grönland. „Wos a Erwärmung“ bis heute! Aber „alle wissen“! Es ist so: Alle sollen glauben, sie wüssten. Glauben sollen sie es, damit man ihnen den Seich vom falschen Demokratieverständnis in ihre endverblödeten Schädel drücken kann. „Alle wissen“ allerdings, daß sie die Klügsten jemals sind. Wegen „der Fortschritt“ und wegen „die Wissenschaft“. Und weil es ohnehin das Bequemste ist, sich für den Klügsten zu halten. „Alle wissen“, daß sie es gern bequem haben. Das zeitigt Symptome. Bei Twitter war neulich ein besonders schreckliches zu bestaunen: Anstatt selber zu denken, hat es eine der Nutzerinnen im Wissen um das Wissen der anderen dort vorgezogen, „Experten“ zu fragen, ob es stimmt, daß die alte Luft in Autoreifen einmal jährlich gegen frische ausgetauscht werden muß, und ob das die Werkstatt im Rahmen des Kundendienstes an ihrem Fahrzeug erledigt. Da „wir alle wissen“, daß sich die Erde erwärmt, weiß es die Luftwechselbesorgte natürlich ebenfalls. Ohne sie wären „wir“ schließlich nicht komplett.

Immer dieselben

Am 3. November gab es wieder eine dieser berüchtigten Eierstock-Sendungen im ZDF, bei denen „demokratische Debatte“ simuliert wird, auf daß sich der Demokrat mit seinem falschen Verständnis einbilden möge, er sei einer. Bei Maybrit Illner kamen zu Wort: Karl Lauterbach und Helge Braun. Außerdem noch ein „Experte Auslandskorrespondent“ der ARD und irgendeine Person, die mit „Bundeszentrale“ etwas zu tun hat. Ich habe es nicht gesehen. Die Gästeliste reichte bereits, um zu wissen, daß es Zeitverschwendung gewesen wäre. Bei Anne Will wären dieselben Gäste natürlich ebenfalls zu Wort gekommen. Und nicht nur dort. Nachrichten: Lauterbach. Yellow Press: Lauterbach. Apotheken-Umschau: Lauterbach. Zahnarztmagazin: Lauterbach. Bhakdi, Ioannidis, Wodarg, Hockertz, Barz, Homburg und so viele andere kommen nie zu Wort, der Lauterbach allerdings ständig. Es gibt überhaupt keine anderen „Experten“ mehr als den Lauterbach, den Spahn und den Wieler. Wer etwas anderes behauptet, hat garantiert ein „falsches Demokratieverständnis“. Und wer dem „Spiegel“ unterstellt, die 2,3 Mio., die er von Bill „Impfstoff“ Gates entgegengenommen hat, würden seine Berichterstattung in der „Pandemie“ beeinflußen, ist garantiert Antidemokrat und überhaupt ein furchtbar schlechter Mensch.

Und dann diese obszön blöde „Wie-Fragerei“, mit der „demokratisches Differenzierungsvermögen“ simuliert werden soll – und die epidemisch um sich gegriffen hat. Thema bei „Illner & Lauterbach“ im ZDF: „Wie hart wird der Corona-Winter 2021/22 für Deutschland?“ So wird das heute formuliert, wenn man sagen will, daß Lauterbach für einen „knallharten Corona-Winter“ ist. Wie gut sieht Ricarda Lang aus? Wie klug ist Frau Baerbock? Wie kapitalistisch denkt Sarah Wagenknecht? Wie gefährlich ist die AfD? Wie klug sind die heutigen Deutschen? – Aussagen: Ricarda Lang sieht gut aus. Frau Baerbock ist klug. Sarah Wagenknecht ist Kapitalistin. Die AfD ist gefährlich. Die Deutschen sind klug. Die einzige Frage ist noch, wie gut alle aussehen, wie klug sie sind und wie gefährlich alles ist. Wer sich diese ubiquitäre „Wie-Fragerei“ widerspruchslos bieten läßt, hat bereits zugegeben, daß er bewußtseinsmäßig vollnarkotisiert ist.

Das muß er auch sein, um sich für die folgende Meldung in der „BILD“-Zeitung zum Migrations-Konflikt zwischen Polen und Weißrussland zu interessieren. „BILD“: „Haben Soldaten an der Grenze mit Feuer gedroht?“ – „Wie dämlich“ ist diese Frage? Jeder Demokrat – und habe er in Zeiten der Steigerungsfähigkeit von allem das „falscheste Demokratieverständis“ – weiß, daß der Grenzsoldat eine Person ist, die im Ballettkleidchen durch den Grenzwald patroulliert, um zu kontrollieren, ob die Eichhörnchen wohlgenährt sind. Eine Schlagzeile wie die in der „BILD“ kann eigentlich nur das Interesse von Lesern wecken, die sich auch mächtig viel darauf einbilden, in einer Nation zu leben, die moralisch so einwandfrei und so pazifistisch ist, daß sie Kriegswaffen nur in solche Weltgegenden exportiert, in denen keine Konflikte herrschen, weil dort alles eitel Freude & Sonnenschein ist. Das sind genau die Weltgegenden, in denen Kriegswaffen am dringendsten gebraucht werden. Das ist mindestens so logisch (logisch, logischer, am logischsten) wie die Tatsache, daß E-Autos besonders umweltfreundlich sind, weil sie keinen „Bäh-Auspuff“ haben. Auspuff – bäh! Start/Stop-Automatik im 2-Liter-Vierzylinder-Diesel: Klasse! Warum? Weil: Grünes Lämpchen am Armaturenbrett. Es leuchtet grün! Alles, was grün leuchtet, ist modern und superior. In der Demokratie ist das so. Weil es die Medien behauptet haben. Trotzdem: Muß man nun die alte Luft in den Reifen tatsächlich einmal im Jahr gegen frische Luft austauschen? Maybrit Illner sollte einmal eine Sendung zu dieser Frage machen und den Lauterbach fragen. Der weiß es ganz bestimmt. Dann muß man es nur noch glauben mit seinem ganzen Vertrauen in die Aufrichtigkeit der Eierstock-Medien und alles ist bestens. Ganz bestimmt hat Ursula v.d. Leyen bittere Klimatränen geweint, als sie mit dem Privatjet die 48 Kilometer von Wien nach Bratislava fliegen musste. Doppelbelastung, wahrscheinlich.

Volkstrauertag

Am 14. November ist es wieder so weit: Volkstrauertag. Eingeführt worden ist er ursprünglich einmal wegen des Gedenkens an die Gefallenen der beiden Weltkriege. Kann man heute eigentlich nicht mehr machen, weil das alles Verbrecher gewesen sind. Außerdem war dieses Jahr offensichtlich bereits am 4. November Volkstrauertag. Lang und breit gab es in den ARD-Tagesthemen gestern pietätvolles Gedenken an die Opfer des NSU. Allesamt waren sie noch einmal zu sehen auf alten Porträtfotos, der türkische Imbißbudenbetreiber, der türkische Schneider … – um nicht falsch verstanden zu werden: Ich habe nichts dagegen, daß man Mordopfern gedenkt. Besser: Ich hätte nichts dagegen, wenn man dabei keine Unterschiede machen würde. Soviel steht aber fest: Bis die Portätfotos aller derjenigen in der ARD gezeigt werden, die von machetenschwingenden „Asylsuchend:innen“ gemeuchelt worden sind, wird man bis zum St. Nimmerleinstag warten dürfen. Wie hießen nochmal die drei Frauen, die in Würzburg am hellichten Tag mitten in der Stadt niedergemetzelt worden sind? Wie hieß nochmal der Achtjährige, der vor zwei Jahren im Frankfurter Hauptbahnhof vor einen einfahrenden ICE gestoßen worden war? – Tja, fast schon wieder vergesen, oder?

Saskia Esken will übrigens SPD-Vorsitzende bleiben. Was soll sie auch sonst wollen? – Putzen gehen vielleicht? Ich habe das nur eingeflochten, damit ich es später nicht vergesse.

Bleiben „wir“ also beim Vergessen: Was ist eigentlich aus unserem alten Freund, dem Feinstaub geworden? Man sieht und hört nichts mehr von ihm. Es wird ihm doch nichts passiert sein, dessentwegen wir seiner gedenken müssten? Ungern würde ich das vorschriftsmäßige Gedenken an den lieben Feinstaub vergessen.

Ganz ehrlich. Gibt es denn keine Zeitung, die „uns“ die richtige Haltung vermittelt? Doch gibt es: Die F.A.Z. Die wirbt allerweil mit dem Konterfei einer Einerstock-Inhaberin und läßt sie sagen: „Weil ich eine Haltung zu Themen haben will. Und nicht bloß einen Wissensstand„. Die Gute hätte vermutlich auch gern jemanden, der ihr den Veggie-Burger vorkaut, damit sie nicht bloß satt ist.

Mission Lifeline: Wir machen weiter bis es richtig bunt ist

Die „Junge Freiheit“ befreite dieser Tage alle diejenigen ihrer Leser aus der Sehnot, die noch Fragen zur Rettung aus der Seenot hatten. Es ist ja auch gar nicht mehr von „Seenotrettung“ die Rede, sondern von „Aufnahme an Bord“. Vor der libyschen Küste z.B., wo von der „Mission Lifeline“ Nichtschwimmer an Bord genommen werden, die eventuell bis an den Strand hätten zurückschwimmen können, wenn sie schwimmen könnten, um das etwas pointiert darzustellen.

Ein Aktivist in der „Jungen Freiheit“: „Wir machen weiter bis es richtig bunt ist„. Was wird richtig bunt? Na, die demokratische Gesellschaft derer mit dem falschen Demokratieverständnis wird richtig bunt. Schließlich haben sie nichts zu melden, wenn ein Aktivist von „Mission Lifeline“ beschlossen hat, ihre demokratische Gesellschaft bunt zu machen. Man sehe sich deutsches Eierstock-TV an und frage notfalls noch bei Frau Alena Buyx nach, der Vorsitzenden des deutschen „Ethikrats“, ob es unter demokratischen Gesichtspunkten etwas daran zu mäkeln gibt, daß ein paar Leute die ganze demokratische Gesellschaft buntmachen wollen – und man wird sehen: Eierstock-Land explodiert bald vor Luzidität in der ethischen Argumentation.

Dabei ist es nicht so, daß es nicht auch Frauen mit Durchblick gäbe. Die gibt es. Es sind gar nicht so wenige, außer, man setzt sie ins Verhältnis zu ihrer Gesamtzahl. Eine, die ich sehr verehre, ist Frau Monika Gruber, die begnadete Kabarettistin. Sie hatte aber auch günstige Voraussetzungen für ihre überaus positive Entwicklung. Das kann ich sagen, weil ihre Entwicklung meiner überaus positiven Entwicklung ähnelt. Ich kann also mitreden. Monika Gruber ist eine bayerische Bauerntochter. Sie beendet ihre Karriere. Monika Gruber klingt ein wenig nach Einsicht in die Unmöglichkeit, einem derartig verblendeten Volk wie dem deutschen noch etwas Sinnvolles begreiflich zu machen. Die „Bauernzeitung“ zitiert die Verehrungswürdige. Sehr nachdenklich geworden sei Monika Gruber, „als sie den Online-Kommentar einer Journalistin gelesen hatte, die während einer Demonstration von Landwirten in Berlin in einen Stau geraten war. Darüber war die Dame so erbost, dass sie folgenden Kommentar auf Twitter postete: ‘Ich werde nie wieder etwas kaufen, was von einem Bauern produziert wurde!’ “ – Wenn Monika Gruber diese Anekdote im Freundeskreis erzähle, lasse sie an dieser Stelle immer eine längere Pause, um die ganze Tragweite dieses Satzes richtig sacken zu lassen. So, wie ich annehme, daß sich der Satz in Monika Grubers Freundeskreis auch setzen wird, so nehme ich an, daß er beim Großteil der deutschen Bevölkerung einfach ins Bodenlose abrauschen würde. Hä? Was soll an dem Satz verkehrt sein?

Einigkeit und Recht und Freiheit?

Für den deutschen Patrioten wird es allmählich sehr schwierig, einer zu bleiben, wenn er sich überlegt, welchem Volk dieser Patriotismus gelten soll, und daß dieses Volk größtenteils gar nicht mehr existiert. Er befürchtet, sein Patriotismus könnte sich nur noch auf eine Erinnerung beziehen. Es überkommt ihn ein äußerst unangenehmer, um nicht zu sagen, sehr peinlicher Gedanke. Er fragt sich nämlich, ob dieses Volk, das heutige, das eigentlich demokratisch zu sein – und eine freiheitlich-demokratische Grundordnung (FDGO) zu verteidigen hätte, nicht einen beinharten Diktator bräuchte, der ihm seine Flausen erst einmal austreibt, um irgendwann – in zwanzig Jahren vielleicht – zufrieden mit sich und seinem Werk zurückzutreten und zu sagen: So, Freunde des Sauerkrauts, nach zwei lehrreichen Jahrzehnten seid ihr jetzt wieder so weit, daß wir das mit der Freiheit und der Demokratie noch einmal in Angriff nehmen können. Alle drücken den Reset-Button und setzen ihre Zerebralrechner auf das Jahr 1949 zurück. Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

Dieses Land ist nur noch zum Verzweifeln. Hätte man seinen Verfall nicht nervenschonend über die Jahre miterlebt, sondern würde man seiner schlagartig gewahr werden, etwa, weil man nach vierzigjähriger Abwesenheit wieder zurückgekommen wäre, man müsste mit einem Heulkrampf zusammenbrechen. Darum: Hoch die Tassen! Cheers! Gute Nacht, Deutschland!