Pfizer hat Pille gegen Corona und spricht von „Wendepunkt“

Symbolfoto: Von fizkes/Shutterstock

New York – Mit dem Virus lässt es sich wirklich trefflich Geschäfte machen: Der Pharmakonzern Pfizer will eine Pille gegen Corona entwickelt haben, die eine Wirksamkeit von 89 Prozent gegen Tod oder die Notwendigkeit eines Krankenhausaufenthaltes hat – und die erst nach Einsetzen von Symptomen eingenommen wird.

Das teilte der Konzern am Freitag mit. Die Pille hat den Namen „Paxlovid“ und Pfizer will „so bald wie möglich“ eine Notfallzulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen.

Die bisherigen Daten beruhen auf einer Zwischenanalyse einer Phase-2/3-Studie, an der Personen teilgenommen hatten, die ein höheres Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken, und bereits Symptome zeigten. Sie wurden innerhalb von drei Tagen nach deren Einsetzen behandelt. Von 389 Testpersonen, die die Pille bekamen, wurden drei innerhalb von 28 Tagen ins Krankenhaus eingeliefert, entsprechend 0,8 Prozent, Todesfälle gab es keine.

In der Vergleichsgruppe, die nur ein Placebo erhielt, mussten von 385 Testpersonen 27 ins Krankenhaus, sieben starben. Ähnliche Resultate gab es bei Personen, die erst innerhalb von fünf Tagen nach Einsetzen der Symptome die Pille bekamen. Hier mussten 6 von 607 Personen, entsprechend 1,0 Prozent, innerhalb von 28 Tagen ins Krankenhaus, auch hier gab es keine Todesfälle.

Unter den Placebo-Testern mussten 41 von 612 Personen, entsprechend 6,7 Prozent, innerhalb von vier Wochen ins Krankenhaus, zehn Personen starben. „Die heutigen Neuigkeiten sind ein echter Wendepunkt bei den weltweiten Bemühungen, die Verwüstung dieser Pandemie zu stoppen“, sagte Pfizer-Chef Albert Bourla am Freitag.

Na, da sind wir dann aber gespannt, wann die deutschen Gesundheitsbehörden diese Wunderpille zulassen. 2045, wenn der letzte Impfstoff verhökert wurde? (Mit Material von dts)