Carla Reemtsma und die Wächter der selbstgewählten Katastrophe

Luxus-Girlie Carla Reemtsma (Foto:xC.xHardtx/xFuturexImage)
Luxus-Girlie Carla Reemtsma (Foto:xC.xHardtx/xFuturexImage)

Irgendwie schon komisch, dass ein großer Teil der Wähler faktenresistent ist, sehr gerne die Lügen der Regierung glaubt, sowie unausgegorene, an Allmachtsphantasien grenzende Weltrettungsideen und Kinderflausen nicht nur erträgt, sondern in weiten Teilen mitträgt und es offenbar herrlich findet, in naher Zukunft brotlos zu sein!

Die Welt geht unter! Gestern stand die Apokalypse wegen des sauren Regens vor der Tür, oder der Schweinegrippe – heute sind es Klimawandel und Corona, die den großen Overkill einleiten werden. Es hat den Anschein, als würde der Großteil der deutschen Öffentlichkeit mit Vorliebe gerade solchen Unheilsverkündern glauben, die am lautesten Trommeln – die Faktenlage, die sich in Zahlen nicht nur ausdrücken, sondern vor allem nachweisen lässt, spielt dabei stets nur eine untergeordnete Rolle.

Satte, wohlsituierte Millionärsgören, die allesamt bereits den gesamten Planeten via Langstreckenflug bereist haben, warnen vor dem CO2-Tod und wollen „unnötiges Fliegen“ für „Otto-Normalverbraucher“ verbieten. Luisa Neubauer, Greta Thunberg und Millionenerbin Carla Reemtsma sind gern gesehene Gäste in Talkshows, Aktionärsversammlungen, Politischen Gremien und vielbefragte Interview-Partner sämtlicher Gazetten, die etwas auf sich halten (die aber, nebenbei bemerkt, aus Steuergeldern finanziert werden müssen, weil ihnen die Leserschaft abhanden gekommen ist). Die Mädels wissen Bescheid und können den Bürgern aus ihrem reichen Erfahrungsschatz und ihrem unerschöpflichen Fundus der Fachkompetenz erzählen, wie die Welt so funktioniert und wie sie funktionieren sollte.

Carla Reemtsma zum Beispiel – übrigens eine Cousine von Luisa Neubauer – gab bei „n-tv“ ihre Weisheiten zum Besten:

Der Preis muss schnellstmöglich auf 180 Euro pro Tonne steigen. Denn so viel wird jede Tonne CO2 künftige Generationen laut Expertinnen und Experten an Klimabelastung kosten. Gleichzeitig ist das die Schwelle, ab der sich klimafreundliche Technologien in vielen Industriezweigen rechnen. Oft sind klimafreundliche Technologien bereits verfügbar, aber viel teurer. Durch einen CO2-Preis wollen wir sie wettbewerbsfähig machen.[1]

Prophetin Carla Reemtsma und ihre „Expertinnen und Experten“, welche sich vornehmlich aus grünen Ideologen Kreisen, Natur- und Tierschutzvereinen rekrutieren und weniger aus den Reihen anerkannter Wissenschaftler, wissen also ganz genau, was und wen es in Zukunft wie viel kosten wird und auch warum! Was die Carla aber nicht weiß, beziehungsweise an ihrem breiten Millionärshintern vorbei gehen dürfte, ist, dass bereits die aktuellen Kosten für die CO2-Phantasiesteuer von 25 Euro pro Tonne die heimischen Großarbeitgeber reihenweise dazu veranlasst, Republikflucht zu begehen, da sie unter den hiesigen, von grünmotivierten Ideologen verursachten Zusatzkosten schlichtweg nicht mehr konkurrenzfähig sein können. Millionen Arbeitsplätze gehen in den nächsten Jahren verloren in diesem Land, Millionen Bürger werden in ein tiefes Loch gestürzt, stehen vor dem wirtschaftlichen Aus und vor Bergen unbezahlter Rechnungen.

Solch profanes, an irdische Zwänge gebundenes Gedankengut will die Carla aber nicht gelten lassen, denn, so weiß sie weiter:

Das anerkannte Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat berechnet, dass ein CO2-Preis im dreistelligen Bereich möglich, notwendig und sozial gerecht ist. Bei einer Pro-Kopf-Umverteilung gäbe es kaum soziale Härtefälle. Ob auch ein hoher CO2-Preis gerecht ist, ist eine politische Entscheidung – möglich ist es.

„Berechnet“ wurde schon sehr Vieles, so zum Beispiel auch, dass der Strom im Netz gespeichert wird – errechnet von Annalena Baerbock, wahrscheinlich im Rahmen irgendeiner Masterarbeit, die von der Guten nie geschrieben wurde! Dass dieses „anerkannte“ Institut namens DIW viel eher eine politische Vereinigung ist, als eine wissenschaftliche und exakt deshalb in harscher Kritik steht[2], ist in Carlas Expertise nicht eingeflossen. Marcel Fratzscher, der Präsident des DIW behauptete im Herbst 2015 auch, völlig ohne jede solide Datengrundlage, dass die „Flüchtlinge“ sich positiv auf die deutsche Wirtschaft auswirken würden. Bisher wirkten sich diese zwar hauptsächlich auf die stark steigende Zahl der Dauersozialhilfeempfänger und auf die Kriminalitätsstatistik aus, aber sei´s drum! Fest steht, dass es laut Carla für die Bürger dieses Landes kaum ein Problem darstellt, wenn sie künftig nur noch für künstlich erhöhte Energiekosten und Mondsteuern rackern gehen, kaum eine Chance mehr haben, auf einen grünen Zweig zu kommen und nur noch Haferflocken fressen, denn wir müssen nur gewaltig umverteilen und schon ist alles gebongt!

Überdies findet die Carla allein schon die Diskussion über die Sorgen und Nöte des einfachen Volkes geradezu unerträglich, denn, so die Weise aus dem Schoße jenes Clans, der mit seinen Produkten mehr Menschen ins Jenseits befördert hat, als alle Kriege der Menschheitsgeschichte zusammen:

Soziale Gerechtigkeit und das Klima gegeneinander auszuspielen, ist eine ziemlich verlogene Wahlkampfstrategie, die ich immer wieder bei mehreren Parteien beobachte. Vielerorts gehen beide Krisen doch aber Hand in Hand. Denn wer verursacht die Erderhitzung? Nicht die Menschen mit den niedrigsten Einkommen in dieser Gesellschaft, sondern Menschen mit hohen Einkommen oder große Konzerne, die von der Klimazerstörung profitieren. Das gegeneinander auszuspielen, ist völlig falsch.

„Erderhitzung“ also jetzt schon, anstatt „Erderwärmung“ – was in diesem Jahr der am bumskalten Dauerregen reihenweise verendete Storchennachwuchs hierzulande etwas anders sehen dürfte. Und wo gehen diese „Krisen“ denn Hand in Hand? Etwa in den Drittweltländern, die nicht über jene industrielle, arbeitsplatzschaffende Infrastruktur verfügen, die man hierzulande gerade mit aller Gewalt kaputtmacht und deren stetig wachsende Bevölkerung deshalb den Regenwäldern den Garaus machen muss, damit sie etwas zu fressen hat? Merken diese Wohlstandskinder eigentlich noch irgendetwas? Kapiert diese MC-Donalds gemästete Handygeneration überhaupt irgendwelche offensichtlichen Zusammenhänge? Weiß Fräulein Reemtsma, dass man sich Umwelt- und Naturschutz leisten können muss, weil erst das Fressen und dann die Moral kommt? Da bekommen diese Schratzen in deutschen Schulen nur noch den Kommunisten Bertolt Brecht vor die Schnauze geknallt, als gäbe es keine weiteren Literaten und dann können sich diese Bälger nicht einmal dessen Parolen merken!

Carla Reemtsma, die wohl nie die Sorge haben muss, mittellos in einer kalten 20 Quadratmeter Bude zu hocken will aber nicht nur das Heizen und den Strom aus der Steckdose für den Durchschnittsbürger unbezahlbar machen, sondern sie möchte auch noch die absolute Abhängigkeit in Sachen Fortbewegung. Beabsichtigt sei es nämlich nicht, den Individualverkehr umweltfreundlich zu machen, sondern eigentliches Ziel sei die Abschaffung desselben.[3] Mit wenigen Ausnahmen versteht sich – nämlich Jenen, die sich ein sündteures E-Auto leisten können. Das dürfte dann Fräulein Reemtsma, der grünwählende Herr Professor – Entschuldigung – „ProfessorX“ und WDR-Kommentatoren sein, die rasante Energiepreiserhöhungen ganz klasse finden.[4]

Der Pöbel kann sich in Züge, Busse und Straßenbahnen zwängen und sich dort, wenn nicht gerade gestreikt wird, mit den Unflätigkeiten zuweilen importierter Mentalitäten herumschlagen und das „Zusammenleben täglich neu aushandeln“, wie es die SPD-Politikerin Aydan Saliha Özoguz’ vorschlug. Auf dem flachen Land in Hintertupfing kommt dann zweimal am Tag der E-Bus – das muss reichen! Ansonsten schwingt man sich halt in der Früh um halb zwei aufs Fahrrad, damit man pünktlich zum Frühschichtbeginn um 6 Uhr am Arbeitsplatz erscheinen kann. Carla wird sicher nicht zu dieser ewig strampelnden Bevölkerungsschicht gehören.

Ein Gemütszustand muss in den Villen von Klimaaktivisten vom Schlage einer Carla Reemtsma oder ihrer Cousine Luisa Neubauer stets vorherrschend gewesen sein und der heißt ganz einfach „Sorglosigkeit“. Diese Sorglosigkeit wurde im Übrigen exakt von jener bösen Industrie ermöglicht, der hier aus unbedarftem Kindermund heraus mal so im Handumdrehen der Garaus gemacht wird!

Es war auch diese Industrie, die den CO2-Ausstoß seit 1980 von damals 1150 Millionen Tonnen, auf heute etwa 702 Millionen Tonnen pro Jahr reduziert hat, obwohl sich die gesamte Wirtschaftstätigkeit, gemessen am Bruttosozialprodukt nahezu verfünffacht hat. So sieht es übrigens auch mit allen Umweltschadstoffen aus. Hubertus Knabe veröffentlichte am 29.08.2019 in der „Welt“:

Dabei müssten zumindest die Älteren aus eigener Anschauung wissen, dass sich der Zustand der Umwelt in den letzten Jahrzehnten stark verbessert hat. So ist die Staubbelastung zwischen 1990 und 2017 um 81,8 Prozent zurückgegangen. Bei Schwefeldioxid betrug der Rückgang sogar 94,3 Prozent. Der Ausstoß von Kohlenmonoxid ging um 77,5 Prozent zurück, der von Kohlendioxid bis 2018 um 30,8 Prozent. Rauchende Schlote im Ruhrgebiet gehören ebenso der Vergangenheit an wie Smog-Alarm in Berlin oder stinkender Nebel in der Nähe sächsischer Industrieanlagen.

Ähnliches gilt für die Belastung der Gewässer. Bei den Nährstoffen ging der Eintrag von Stickstoff im Vergleich zu den 1980er-Jahren um mehr als die Hälfte zurück, bei Phosphor sogar um 70 Prozent. Bei den Schwermetallen sank der Eintrag von Chrom, Kupfer, Nickel und Zink ebenfalls um mehr als die Hälfte, der von Blei, Cadmium und Quecksilber um über 70 Prozent. Paddelverbote werden heute nicht mehr verhängt, um Flusswanderer vor ausgasenden Chemikalien zu schützen, sondern damit Biber und andere Tiere nicht gestört werden.[5]

Dass im ehemals stark mit Giftstoffen belasteten Vater Rhein heute wieder Lachse wandern – eine Fischart, die sehr sensibel auf Wasserverschmutzung reagiert – ist ebenfalls einer funktionierenden Wirtschaft, tüchtigen Ingenieuren und einer vitalen Industrie zu verdanken und keine Sekunde irgendwelchen Schreihälsen und Katastrophenverkündern, deren einzige Verbindung zur Natur darin besteht, ab und an mal einen Baum zu umarmen.

Doch Fakten können Weltuntergangssektenheinis und Millionärserbinnen in ihrem festen Glauben nicht erschüttern, es bestünde ein Notstand, der nur mit Brachialgewalt, mit Revolution, anstatt Evolution beseitigt werden kann. Bessere Technik mit Zukunftspotential genügt den Klimahüpfkindern, Carla Reemtsma, Luisa Neubauer, den Grünen und jenen Parteien, die den Grünen hinterherdackeln wie hungrige Straßenköter nicht – sie wollen einfach die Zerstörung der heimischen Industrie und die Verwirklichung ihrer Ökoträume und Kinderphantastereien – zurück zum Agrarstaat.

Zeitgleich hat China seit 1980 den CO2-Ausstoß seiner Industrie um 750 Prozent gesteigert und gedenkt dies in Zukunft noch enorm zu erhöhen. Sollte das CO2 überhaupt zu den klimarelevanten Stoffen gehören, was im Übrigen sehr zweifelhaft ist, dann sollte folgendes Zahlenspiel ein wenig zum Nachdenken anregen!

Unsere Atemluft besteht aus 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff, 1% Edelgase und gerademal 0,038% Kohlendioxid. 96% des Kohlendioxids, der „Sauerstoff der Pflanzen“, produziert die Natur selbst durch Zersetzungsprozesse, Stoffwechsel von Tier und Mensch und Vulkanausbrüche. Die restlichen 4% erzeugt der Mensch durch Industrie, Verkehr und Brandrodung – also 4% von 0,038%! Der menschliche Anteil auf die Menge des angeblichen Klimakillers CO2 in der Erdatmosphäre beläuft sich somit insgesamt auf 0,00152%. Daran hat der vielmalige Exportweltmeister Deutschland einen Anteil von 3,1% und ist somit für 0,0004712% des CO2-Gehalts in unserer Atemluft verantwortlich. Trotzdem wollen Politik, Reemtsma und Konsorten, dass Deutschland im „Klimaschutz“ eine Führungsrolle einnimmt, die großen Arbeitgeber in unserem Land Pleite gehen, oder auswandern und die übriggebliebenen Steuerzahler Mehrkosten von etwa 50 Milliarden Euro jährlich schultern müssen – und dies bei gleichzeitiger Masseneinwanderung und geplantem „bedingungslosem Grundeinkommen“ (also auch für „Flüchtlinge“, weil ja bedingungslos!), von 1500 Euro – ein geplanter finanzieller Ruin, der von exakt den selben, oben genannten Protagonisten frenetisch beklatscht wird! Hier ist die Staatspleite nach vorheriger Totalenteignung der arbeitenden Bürger so sicher, wie neuerdings das „Allah u Akbar“ in Köln!

Carla Reemtsma wird sicherlich darüber wachen, dass diese selbstgewählte Katastrophe „sozial verträglich“ vonstatten geht! Wahrscheinlich wird sie uns die Lösung unserer Probleme, die sicherlich nie die ihren sein werden, twittern – so zwischen Yogaeinheit und dem langen Marsch durch das Anwesen ihrer Eltern, hin zum neuen Tesla, den ihr der Papi zum 25ten Geburtstag geschenkt hat.

Grüße

Alp Mar

[1] https://www.n-tv.de/politik/Das-Wahlprogramm-der-CDU-ist-eine-Farce-article22655724.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

[2] https://www.cicero.de/wirtschaft/diw-marcel-fratzscher-forschung-wirtschaft

[3] https://www.youtube.com/watch?v=Rg2L-Lr0Qow

[4] https://neo-wave.de/2021/10/13/energiepreisexplosion/

[5] https://www.welt.de/wirtschaft/article199150059/Fridays-for-Future-Sozialismus-hilft-dem-Klima-nicht.html