Marsch auf Deutschland beginnt: Belarus-Migranten durchbrechen gewaltsam polnische Grenze

Lockruf des Goldes - aus Deutschland (Foto: Imago)

Zwei großen Gruppen von illegalen Einwanderern ist es gelungen, die polnische Grenze zu überqueren. Einige seien nach Belarus zurückgedrängt worden, der Rest befindet sich auf freiem Fuß – in Richtung „Germoney“. Rund 2000 bis 4000 Migranten warten derzeit hinter dem Grenzzaun auf ihr Durchkommen. 

Nachdem Zäune und Barrieren gewaltsam zerstört wurden, hat der erste Schwung zukünftiger „Deutscher“ sein Ziel erreicht. Dutzende Weltreisende passierten in der Nähe der Dörfer Krynki und Bialowieza illegal die Grenze, berichtet die TASS unter Berufung auf den örtlichen Sender Bialystok.

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte am Dienstag in einem Interview gefordert, die Migranten durchzulassen, schließlich wollten sie sich nicht in Polen niederlassen, sondern vor allem in Deutschland. Er wiederholte seine Aussage, die illegalen Einwanderer nicht aufhalten zu wollen und droht unverhohlen mit der Atommacht Russland, die hinter ihm stehe.

„Wir terrorisieren hier niemanden, weil wir genau wissen, wenn wir, Gott bewahre, einen Fehler machen, wenn wir straucheln, wird Russland sofort eingreifen. Und sie sind die größte Atommacht“, heizt der 67-jährige den Konflikt weiter an.

Angela Merkel sei Dank hat sich die EU mit ihrem sogenannten Türkei-Deal erpressbar gemacht: Der russische Außenminister Sergej Lawrow verglich die jetzige Situation laut independent.ie mit 2015 und forderte die EU auf, Belarus bei der „Bewältigung des Zustroms von Migranten“ zu helfen, wie sie es tat, als sie der Türkei 6 Milliarden Euro zahlte, um den Menschenstrom einzudämmen. „Während der politischen Diskussionen argumentierten einige: ‚Als Flüchtlinge aus der Türkei kamen, hat die EU Gelder bereitgestellt, damit sie auf dem Territorium der Türkischen Republik bleiben können – warum ist es unmöglich, auch den Weißrussen zu helfen?‘.“

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Das litauische Parlament hat für die Verhängung des Ausnahmezustandes an der Grenze zu Weißrussland gestimmt. Begründung: Dutzende Migranten, die seit Juli dieses Jahres aus Weißrussland ins Land gekommen sind, seien als Mitglieder radikaler (islamischer) Terrorgruppen identifiziert worden. Der Ausnahmezustand gilt seit Mitternacht für vorerst einen Monat.

Polen wirft dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, hinter der neuen Migrationswelle zu stehen. „Der jüngste Angriff von Lukaschenko, der die Befehle von Präsident Putin befolgt, zeigt die Entschlossenheit, das russische Reich wieder aufzubauen. Ein Szenario, dem wir Polen mit aller Kraft entgegentreten müssen“, so der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki Morawiecki. Es besteht kein Zweifel, dass Lukaschenko und sein Regime mit voller Zustimmung des Kremls tun, was sie tun, ergänzte der Innenminister Polens Mariusz Kaminski.

Die zukünftigen Neubürger aus Syrien, Afghanistan, Libyen und dem Irak etc. haben sich in der Kälte so gut es geht eingerichtet. Sie sind offenbar mit Schlafsäcken und Zelten ausgestattet und hocken an Lagerfeuern, um sich zu wärmen und warten auf ihre nächste Chance zur Weiterreise, die sie teuer bezahlen.
Der Nachrichtensender RT hat einen Reporter auf belorussisches Gebiet gebracht, der unübersehbar massiv Propaganda betreibt und „arme Flüchtlinge“ samt der dazugehörigen wenigen ein paar Frauen und Kinder präsentiert. Die „hungernden und frierenden“ Männer zeigen auf leere Wasserflaschen, schlüpfen in Müllsäcke, um sich vor der Kälte zu schützen und jammern in die Kamera, sie wollten doch nichts weiter als „Arbeit und ein gutes Leben“. (MS)