Sahra Wagenknecht sagt Lesung wegen 2G-Terror ab

Sahra Wagenknecht (Bild: shutterstock.com/Von photocosmos1)
Sahra Wagenknecht (Bild: shutterstock.com/Von photocosmos1)

Sahra Wagenknecht sagt kurzfristig ihre für den 18. November bei dem Esslinger Literatur-Festival LesART vorgesehene Lesung ab. Der Grund: Es handelt sich um eine 2-G-Veranstaltung.

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht begründete ihre Absage laut der Esslinger Zeitung mit den behördlichen Corona-Vorgaben des Landes Baden-Württembergs: Sie habe „voll und ganz“ Verständnis dafür, dass sich die Veranstalter an die geltenden Corona-Regeln des Landes halten müssten. Dennoch müsse sie die Lesung unter diesen Rahmenbedingungen absagen.

Diese gesellschaftssektiererische Corona-Regel gilt indes nicht für Personen, die auf dem Podium oder in der Arena ihren Beruf ausüben. Insofern hätte bei der ungeimpften Wagenknecht die Vorlage eines negativen Coronatests ausgereicht, um an der 2G-Veranstaltung teilnehmen zu können.

Wagenknecht hatte sich in den der jüngsten Zeit immer häufiger skeptisch zur angeblich heilsbringenden Corona-Impfung wie auch deren Sicherheit geäußert. In der öffentlich-rechtlichen Politschow „Anne Will“ (ARD) bekräftigte sie, dass sie sich nicht gegen Corona impfen lassen wird, da sie kein Vertrauen in die bislang zugelassenen Impfstoffe habe.

„Jeder, der sich impfen lassen möchte, kann und sollte sich impfen, um sich zu schützen. Was die Impfung allerdings nicht verhindert, ist eine Infektion und die Übertragung des Virus an andere. Das belegen nicht nur neuere Studien, sondern auch die aktuellen Infektionszahlen. Immerhin sind bereits über 80 Prozent der Erwachsenen geimpft, trotzdem sind die Inzidenzen höher als vor einem Jahr. Statt Ungeimpfte an den Pranger zu stellen, sollte man lieber Tests wieder kostenlos ermöglichen und in sensiblen Bereichen wie Pflegeheimen auch Geimpfte testen“, so Wagenknechts Position.

Zugleich forderte sie, die Entscheidung für oder gegen die Impfung jedem Einzelnen zu überlassen, da es sich bei der Impfung nicht um einen „Akt der Solidarität mit anderen“ handele. Diese für eine Sozialistin hochliberale Einstellung wurde aus den Reihen ihrer Genossen harsch kritisiert. (SB)