Der Muezzin ruft jetzt in Köln; Bild: Privat

Islamisierungs-Angebot angenommen: Erste Moschee stellt Antrag auf Muezzin-Ruf

Henriette Rekers großzügiges Angebot an die islamische Gemeinden wurde nun angenommen: Jetzt hat die erste Moscheegemeinde einen Antrag gestellt, den islamischen Hoheitsanspruch, der via Lautsprecher als so genannter Muezzinruf daherkommt, über die Köpfe der Kölner Ungläubigen erschallen zu lassen.

„Allahu Akbar“ – Allah ist am größten. „Es gibt keinen Gott außer Allah, Mohammed ist Allahs Gesandter. Eilt zum Gebet.“ Dieses islamische Versprechen könnte demnächst über die Köpfe der Kölner Ungläubigen erschallen. Denn: Bei der Stadt Köln ist nun ein erster Antrag zur Genehmigung von Muezzin-Rufen eingegangen. Gestellt habe ihn eine Moscheegemeinde aus dem rechtsrheinischen Teil der Stadt, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Der Antrag werde nun geprüft.

Kölns „Eine-Armlänge-Abstand“-Oberbürgermeisterin Henriette Rekers (parteilos) hatte Anfang Oktober erklärt, dass Moscheegemeinden auf Antrag und unter bestimmten Auflagen künftig ihre Allah-Fans zum mittäglichen Freitagsgebet rufen dürfen. Zu den Auflagen gehört, dass der Gebetsruf nicht länger als fünf Minuten dauert. Für die Lautstärke gibt es eine Höchstgrenze, die je nach Lage der Moschee festgelegt wird. Außerdem muss die jeweilige Moscheegemeinde die ungläubige Nachbarschaft frühzeitig mit Flyern informieren und eine Ansprechperson benennen, die Fragen beantworten oder Beschwerden entgegennehmen kann. Das Islamisierungsprojekt ist zunächst auf zwei Jahre befristet.

Während Reker von einem „Zeichen des Respekts“, der „Religionsfreiheit“ und „Vielfalt“ faselt, hat ihr Muezzin-Vorstoß eine Welle der Kritik ausgelöst. Viele sehen darin einen weiter vorangetriebenen islamischen Herrschaftsanspruch. „Die Betreiber der Moscheen wollen Sichtbarkeit. Sie feiern den Muezzin als Machtdemonstration über ihre Viertel“, kritisiert der Integrationsexperte Ahmad Mansour. Der frühere Präsident des nordrhein-westfälischen Verfassungsgerichtshofs, Michael Bertrams, kritisiert ebenfalls das Modellprojekt. Die Zulassung des Muezzinrufes sei für Erdogan „ein politischer Triumph ersten Ranges“, so Bertrams in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Andere sprechen von einem weiteren Schritt zur Islamisierung der Viertel rund um die Moscheen. Allein in Köln leben schätzungsweise 120.000 Muslime, ein Anteil von rund 12 Prozent der Bevölkerung. (SB)

 

 

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