Erdingers Absacker: Von der Leyens Scheinheiligenschein, Putin lustig, Lukaschenko böse, Statistiken unbrauchbar

Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

+++ Wladimir Putin hat einfach einen köstlichen Humor. Sein Ratschlag an das leyenhafte Politbüro der EU im Angesichte der Migrationskrise an der polnischen Ostgrenze: „Reden Sie mit Lukaschenko! Mit den Taliban reden Sie schließlich auch.“ Ein inexistenter Kommunikations-Experte setzte derweil einen Brief auf, den Ursula v.d. Leyen nur noch ab- und unterschreiben müsste. „Liebster, verehrtester Herr Präsident Lukaschenko! Mit unendlichem Bedauern versichere ich Sie meiner größten Betroffenheit angesichts der Tatsache, daß die menschliche Verschlechterung unseres einst so inniglichen Freundschaftsverhältnisses aufgrund der Nachlässigkeit meiner Subalternen einen solchen, von mir gänzlich unbemerkten Schaden genommen hat. Sehr gerne würde ich Sie zu einem überaus festlichen Empfang mit allen Ehren nach Brüssel einladen und Ihnen zum Nachtisch höchstpersönlich einen Vanillepudding servieren. Mit den herzlichsten Grüßen bei allergrößter Verehrung, ergebenst mit Knicks – Ihre Ursula von der Leyen. P.S.: Grüßen Sie den bewunderungswürdigen Herrn Putin von uns allen hier im Politbüro.“ +++

+++ Einer der fragwürdigsten Politdarsteller der Gegenwart, der verehrte Herr Ministerpräsident Kretschmer von Sachsen (CDU), hat Stress mit sächsischen Oberbürgermeistern, und die wiederum mit den Veranstaltern von Weihnachtsmärkten. Die Herren wollen Schadensersatzansprüche gegen den Freistaat Sachsen prüfen, sollten Weihnachtsmärkte abgesagt werden. Mit einem entsprechenden Appell hatte der honorige Herr Ministerpräsident Kretschmer die Gemüter erhitzt. Die Oberbürgermeister von Dresden und Chemnitz, Dirk Hilbert (FDP) und Sven Schulze (SPD) gaben dem parteilosen Oberbürgermeister von Freiberg, Sven Krüger, Rückendeckung. Der hatte in der „BILD“-Zeitung geäußert, die Händler hätten sich in Treu und Glauben an die öffentlichen Zusagen der Politik mit Waren und Produkten eingedeckt. Die „Junge Freiheit“ zitiert einen Händler mit den Worten: „Eine Absage wäre für mich ein Genickbruch. Die Ware ist geordert, die Mitarbeiter sind eingestellt. Ich bin außer mir. Andere Händler rufen mich an und heulen. Fair wäre es gewesen, wenn die Politik gesagt hätte, wir setzen noch einmal aus und unterstützen euch beim Überleben. Ich sitze auf 8.000 Litern Glühwein.“ Ein inexistenter Experte für Honoriges aller Art erklärte, die Händler hätten sich viel Ärger sparen können, wenn sie von vornherein nichts auf die Einlassungen des honorigen Herrn Ministerpräsidenten gegeben hätten. Dessen Zusicherungen hätten seit jeher die Halbwertszeit einer vergammelnden Weißwurst. Verschwörungstheoretiker wüssten, wovon sie reden. Keiner habe ihre Verschwörungstheorien so oft zur Wahrheit geadelt wie der honorige Herr Ministerpräsident Kretschmer. Meinereiner hatte nachweislich im Mai 2020 bereits behauptet, daß jeder mit dem Klammerbeutel gepudert sein müsse, der in Deutschland auch nur noch einen einzigen Cent investiert angesichts jener Allmachtsphantasien von Politikern, die dazu führen können, daß er binnen kürzester Zeit pleitegeht, etwa, wenn er ein sogenanntes Spaßbad mit Sauna- & Wellnessbereich finanziert habe. +++

+++ Auffällig sei in den Talkshows „das Übergewicht an Politikern, die direkt auf Bundes- oder Landesebene Entscheidungen treffen„, heißt es im „Tagesspiegel“, der sich damit nicht nur auf Peter Altmaier bezieht. So lasse sich erklären, warum die Corona-Maßnahmen in den betrachteten Polit-Talks zu 68 Prozent positiv bewertet würden, auch wenn das mit zeitlich abfallender Tendenz geschehe. Solches habe der FU-Wissenschaftler Thorsten Faas am vergangenen Montag in einer Veranstaltung der Augstein-Stiftung referiert. Ein inexistenter Experte für gesunden Menschenverstand erklärte wortwörtlich: Durch die Studie von Thorsten Faas sei nun nachgewiesen, was der normalbegabte Medienkonsument längst selber schon bemerkt habe, nämlich, daß sich Mainstreammedien hemmungslos der Verbreitung von Regierungspropaganda hingäben. +++

+++ Ein kurzer Blick auf die Covid-Sterbezahlen national und international. Schon bei einfacher Betrachtung sei erkennbar, dass sich die Situation in der Vergleichszeitspanne 2021 gegenüber 2020 deutlich -, und zwar um den Faktor 1,5 – 1,6 verschlechtert habe, heißt es auf den „Nachdenkseiten“. Im Gegensatz zu 2020 bestehe seit dem Hochfahren der Impfkampagne eine signifikant höhere allgemeine Sterberate in Deutschland. Man frage sich, wie es sein könne, daß die vierte Infektionswelle die zweite Welle übertrifft. Vor einem Jahr sei noch niemand geimpft gewesen, heuer aber satte 2/3 der Bevölkerung. Anstatt nun nachzudenken komme nach dem Prinzip „Viel hilft viel“ die reflexhafte Aufforderung zu einer weiteren Impfung, „begleitet vom üblichen Mediengetöse mit angstmachenden Bildern aus den Intensivstationen„. „Irren ist menschlich“ laute ein alter lateinischer Spruch. Der Rest des Zitats werde zumeist unterschlagen. Er laute: „..aber im Irrtum zu verharren ist teuflisch„. Ein inexistenter Realismus-Experte korrigierte den lateinischen Spruch dahingehend, daß er anmerkte, in der gegenwärtigen „Pandemie“ sei es für die Verantwortlichen der „Maßnahmen“ keinesfalls teuflisch, im Irrtum zu verharren, sondern ebenfalls menschlich. Seine Begründung: Alles andere wäre quasi tödlich für die Verantwortlichen. Sie hätten aus reinem Eigeninteresse gar keine andere Möglichkeit mehr, als im Irrtum zu verharren, selbst dann nicht, wenn ihnen ihr Irrtum bestens bewußt wäre. Fraglich sei nur noch, wie weit zu gehen sie bereit sind, um ihren Irrtum nicht zugeben zu müssen. +++

+++ Analog zu dem höchst merkwürdigen EU-Gewese um den „schlimmen Finger Lukaschenko“ bei gleichzeitiger Gesprächsbereitschaft mit den Taliban gibt es die nächste Merkwürdigkeit zu thematisieren. Kann irgendjemand schlüssig erklären, weshalb die Schleuserei Lukaschenkos eine Ruchlosigkeit allerersten Ranges sein soll, die Schleuserei diverser NGOs auf dem Mitelmeer hingegen nicht? Ein inexistenter Feminismus-Experte gab folgenden Denkkanstoß: Aus feministischen Kreisen sei bereits zu hören gewesen, Logik sei ein männliches Konstrukt zur Unterdrückung von Frauen. In Deutschland habe 16 Jahre lang eine Frau regiert, die EU-Kommissionspräsidentin sei eine Frau und die Chefin der EZB sei ebenfalls eine. Man müsse sich nicht wundern, daß sie sich von der Logik befreit hätten. Es gelte: Nie wieder Unterdrückung! Totale Freiheit für den gefühligen Präferenzutilitarismus der Weiber! +++

+++ Der Riedlinger Pastor Jakob Tscharntke stellte seine Predigt vom 26. Septemer 2021 mit Bezug auf die „Pandemie“ unter das Thema: „Die große Schar aus der großen Bedrängnis“. Hier ein Predigtauszug: „Wie gigantisch ist diese Bedrängnis doch längst? So groß, daß sich Massen eine Spritze verpassen lassen, von der sie wissen, daß sie hoch gefährlich sein kann. Hochgefährlich. Lebensgefährlich. Und daß sie die gar nicht brauchen, um sich gesundheitlich zu schützen. Das weiß die Masse doch. Außer ein paar, die auf jede Volksverblödung von Fernsehen und Politik reinfallen. (…) Warum lassen sie es trotzdem machen? Weil ihnen so der Raum und die Luft zum Leben abgeschnitten und eingeengt wurde, daß sie erhoffen, sich mit der Spritze wieder etwas Raum zum Leben zu verschaffen. Und dann haben wir eine ‚Pandemie der Gespritzten‘. Angeblich heißt es ja der Ungeimpften. Ich bin erst jetzt darauf gekommen. Ich habe mich immer gefragt, (…) wie kann es sein, daß unsere Politiker rotzfrech in die Kamera lügen und sagen, wir haben eine Pandemie der Ungeimpften, unsere Intensivstationen sind voll von Ungeimpften.“ Jakob Tscharntke gab auch die Antwort selbst: Formalrechtlich müssten Politiker nicht einmal lügen, wenn sie von einer „Pandemie der Ungeimpften“ sprechen. Grund sei der Wortlaut des § 2 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung – (SchAusnahmV, Inkraftgetreten am 09.05.2021). Tscharntke: „Weil es Kraft der Definition in dieser Verordnung keine geimpften Corona-Patienten mehr geben kann! Wer erkrankt, gilt automatisch als ungeimpft. Ganz im Sinne des §2, Absatz 2 der Covid19-Schutzmaßnahmen-Verordnung. Im Sinne dieser Verordnung ist: 2. eine geimpfte Person eine asymptomatische Person, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impfnachweises ist. Sobald ein Patient also „Covid19-Symptome“ hat (Husten, Fieber, Atemnot, Geschmacksverlust etc.), gilt er Kraft der Verordnung als „ungeimpft“. So dreist, so ein erbärmlicher, niederträchtiger Charakter muß man erstmal sein. Wie verkommen, wie abgrundtief moralisch verkommen und niederträchtig in seinem Denken und Wesen muß man sein, um überhaupt nur die Idee in diese Richtung zu haben.“ Die bemerkenswerte Predigt gibt es hier zu hören und zu sehen. Ein inexistenter Minderheiten-Experte sagte, aufrichtige Wahrheitssucher wie Pastor Tscharntke seien eben eine Minderheit. Bestimmte Minderheiten hätten es bekanntlich schwer und würden gern verfolgt, besonders in Deutschland. Umso dringender sei vor Jakob Tscharntke der Hut zu ziehen. Außerdem sei anzumerken, daß schon die „Pandemie“ lediglich per Neudefinition des Begriffs eine sei. +++

+++ „Man mag meinen, das Leben sei ein einziger Katastrophenfilm. Unter anderem diesen Irrweg der gegenwärtigen Wissenschaft entlarvt Alexander Ulfig in „Das bedrohte Vermächtnis der europäischen Aufklärung. Wege aus der gegenwärtigen Krise„, schreibt Deborah Ryszka bei „Achgut“ unter der Schlagzeile „Kultur-Kompass: Wann rufen wir den Vernunftnotstand aus?“ Ein inexistenter Vernunft-Experte stellte daraufhin eine Gegenfrage: Hätten wir überhaupt eine Vernunftkrise, wenn noch so viel Vernunft vorhanden wäre, eine Vernunftkrise auch als solche zu identifizieren? Wer wäre in diesem Zusammenhang „wir“? Ohne die Wahrheit als einem Synonym für Realität könne es logischerweise auch keine Vernunft geben. Vernunft brauche zwingend etwas, woran sie sich beweisen kann. Es seien gerade die linken Soziologen in der Tradition der Frankfurter Schule, die wie Zerberus darüber wachen, daß das erste Axiom der Sozialpsychologie seine Gültigkeit behalte. Diesem Axiom zufolge konstruiere jeder Mensch sich seine eigene Realität (Wahrheit). Die linken Höllenhunde beanspruchten paradoxerweise für sich selbst jedoch, daß dieses Axiom die objektive Wahrheit zu diesem Sachverhalt sei. Daran scheitere auch jeder Versuch, hierzulande eine Vernuftkrise überhaupt zu konstatieren. Wer die Vernunftkrise, die es zweifellos gebe, in Wohlgefallen auflösen wolle, käme nicht darum herum, erst einmal einen siegreichen Krieg gegen die linken Ideologen und Soziologen zu führen. +++