Wegen Claptons Corona-Kritik: Robert Cray will nicht mehr mit ihm zusammen auftreten

Cray und Clapton (Bild: IMAGO / ZUMA Press)
Cray und Clapton (Bild: IMAGO / ZUMA Press)

Bluesmusiker Robert Cray, mutmaßlich nur deshalb berühmt, weil Eric Clapton ihm die Chance gab, mit ihm zusammen auf der Bühne zu stehen, lehnt es nun ab, mit dem Weltstar aufzutreten und sagt eine gemeinsame Tournee ab. Der Grund: Claptons kritische Corona-Haltung passt Cray eben sowenig, wie ein gemeinsames Foto Claptons mit dem republikanischen Gouverneur Abbott. Auf solche „Freunde“ kann man getrost verzichten, Mr. Clapton!

Robert Cray war 1986 ein Blues-Klampfer unter vielen, als Eric Clapton zu ihm auf die Bühne kam und mit ihm zusammen spielte und ihm somit zu einer steilen Karriere im Musikbusiness verhalf. Seitdem soll die beiden eine Freundschaft verbunden haben, die nun jedoch abrupt von Seiten Cray beendet wurde.

Was diese Freundschaft wert gewesen sein mag, lässt sich am Grund für den Zwist ablesen. Cray habe sich laut einem prominent in der „Washington Post“ veröffentlichten Interview –  die älteste Zeitung Washingtons gehört seit dem 5. August 2013 dem Amazon-Gründer Jeff Bezos – an Claptons kritischen Corona-Position gestört. Und das so sehr, dass er es ablehnt, erneut vor Eric Clapton aufzutreten.

Besonders soll sich der afroamerikanische Musiker laut der Systemtrompete „Tagesspiegel“ daran stören, dass in dem, gemeinsam mit  von Van Morrison komponiert und getexteten Lied Stand&Deliver die Corona-Maßnahmen mit der Sklaverei verglichen und kritisiert werden. Darin geht es um Angst, Lügen, dem Recht auf Widerstand, sowie das dringend notwendige Misstrauen gegen Politiker und Wissenschaftler. „Was sind Magna Charta, Bill of Rights und die Verfassung noch wert? Leben wir nicht längst in einem Polizeistaat? Doch am meisten war Cray von Zeilen befremdet, in denen die Beschränkungen, mit denen die Pandemie eingedämmt werden soll, mit der Sklaverei verglichen werden: „Do you wanna be a free man / Or do you wanna be a slave? / Do you wanna wear these chains / Until you’re lying in the grave?“

Ende August brachte Clapton, wiederum mit Van Morrison, den Song „This Has Gotta Stop“ heraus. Thema einmal mehr der nicht enden wollende Corona-Wahnsinn. Das Video dazu, ein kurzer Trickfilm, zeigt, wie Menschen von einem Puppenspieler ferngesteuert werden.

Clapton verkündete zudem, nur noch an Orten aufzutreten, wo die Zuhörer nicht geimpft sein müssen.

Mehr noch, dass sich Cray an dem Sklavereivergleich gestört haben soll, mag dem „Ex-Freund“ verstimmt haben, dass sich Clapton im September dieses Jahres bei einem Auftritt in texanischen Austin mit dem republikanischen Gouverneur des Bundesstaates, Greg Abbott, fotografieren ließ.

Im Interview mit der Washington Post verbreitet Cray, dass Clapton sich über die Jahre sehr verändert und seinen „Sinn für Humor“ verloren habe. Er wolle nicht mehr mit jemandem in Verbindung stehen, der so extrem und selbstsüchtig geworden sei, so der selbstgerechte Corona-Jubler Cray.

Auf solche „Freunde“ kann man getrost verzichten, Mr. Clapton! (SB)