Erdingers Absacker: Die Idiotie in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf

Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

+++ Bei Twitter ist ein interessanter Tweet aufgetaucht. Er stammt von „Markus Decker @ Berliner Notizen“. Text: „Grundgesetz Artikel 1 gilt auch an der polnisch-belarussischen Grenze„. Leute, die aus dem Völkerrecht kommen, sind völlig überrascht und fragen sich, wie das wohl so schnell passieren konnte. Ein inexistenter Blitzkrieg-Experte löste das Mysterium auf. Decker sei eben ein militärisches Phänomen. Heute morgen um 5:45 Uhr habe er als Einziger einen Schuß zur Verteidigung des Grundgesetzes abgegeben – und am späten Nachmittag befinde sich bereits ganz Polen unter seiner Kontrolle. +++

+++ In den USA geht der Prozess gegen Kyle Rittenhouse seinem Ende zu. Er hatte im August 2020 bei „Black Lives Matter“-Ausschreitungen in Kenosha/Wisconsin zwei BLM-Aktivisten erschossen und einen weiteren mit einem Schuß in dessen Arm verletzt. Das Geschehen ist auf mehreren Videos bestens dokumentiert. Rittenhouse war unzweifelhaft selbst in Lebensgefahr, als er auf der Flucht vor dem Mob angegriffen wurde und handelte in Notwehr. Seine „Opfer“ waren allesamt wegen verschiedener Delikte vorbestraft, darunter Gewaltdelikte. Der Prozeß nahm erst vor einigen Tagen eine bizarre Wende, als der überlebende, von Rittenhouse angeschossene Zeuge einräumte, er habe zunächst selbst mit einer Schußwaffe auf Rittenhouse gezielt. Rittenhouse habe danach erst geschossen. Kyle Rittenhouse ist weiß, seine drei „Opfer“ waren ebenfalls weiß. Während des Prozesses mußte der Richter den Staatsanwalt mehrmals lauthals einbremsen. Der Fall polarisiert die gesamten USA. Das Urteil wird in Kürze fallen. Rittenhouse droht u.U. lebenslange Haft. Ein inexistenter Justiz-Experte sagte, bisweilen zahlten sich untote Zeugen für einen Angeklagten auch aus, weshalb er Kyle Rittenhouse ein weises Urteil wünsche. +++

+++ Adrian Bauer, Geschäftsführer und Referent an der Universität in St. Gallen verblüffte die Eidgenossen mit derselben Erkenntnis, die auch meinereiner schon mehrfach geäußert hat. Er schrieb: „Es gibt kein Zurück mehr. Das Überleben aller politischen und medialen Akteure hängt von der Existenz dieser Pandemie ab! Ohne Pandemie kann der gesamte Staatsapparat nur noch zurücktreten. Gibt es keine Pandemie, gibt es auch kein Vertrauen mehr in irgendeine Institution dieses Staates. Ein gesellschaftlicher Super-GAU. Und darum gibt es die Pandemie. Sie wird gebraucht! Allein schon, um die immensen Schäden zu rechtfertigen, die durch die Maßnahmen gegen die Pandemie entstanden sind. Ein Rückzieher ist unmöglich. Und es ist egal, welcher weitere Schaden durch die Aufrechterhaltung der Pandemie noch entstehen wird. Hier wird nämlich nicht die Bevölkerung vor einer Krankheit geschützt. Hier schützt sich eine Regierung vor den Konsequenzen der eigenen Fehler – auf Kosten der Bevölkerung„.  Ein inexistenter Ländervergleichs-Experte ergänzte, sowohl Adrian Bauer und als auch meinereiner hätten vermutlich recht, wie etwa der Alltag in Schweden zeige. Dort habe sich die Regierung von allem Anfang an weise selbst beschränkt und an die Vernunft der Schweden appelliert, anstatt in blinden Staatsnanny-Aktionismus zu verfallen. Deshalb sei es nicht verwunderlich, daß man im schwedischen Alltag heute keinerlei Hysterie bemerke. Nirgends gelte dort eine „Wieviel auch immer G-Regel“ und die Leute lebten ein völlig normales Leben. Ganz im Gegensatz zu Österreich, wo die allergrößten Hysteriker in der Regierung zu finden seien, dicht gefolgt von Bayern und dem Rest der Bundesrepublik. +++

+++ Dafür, daß sich der Rechtsstaat, die Demokratie und das Grundgesetz womöglich vermittels einer demokratischen Abstimmung abschaffen lassen könnten, liefern dieser Tage deutsche Medien erstmals nach 88 Jahren wieder Indizien. Es mehren sich „Umfragen“, bei denen Zeitungen, Sender und regierungsnahe Blogs wissen wollen, ob die Leser für die Einführung einer Impfpflicht seien. Die veröffentlichten Ergebnisse solcher Abstimmungen sind zwar bekannt, aber völlig irrelevant. Das Grundgesetz macht gewisse Abstimmungen obsolet. Das Recht auf körperliche Selbstbestimmung ist ein Grundrecht. Grundrechte sind auch Grundrechte gegen den Staat. Deswegen gibt es sie schließlich. Ausgerechnet ein inexistenter Experte der „Bundeszentrale für politische Bildung“ weist an dieser Stelle noch einmal darauf hin. Die körperliche Unversehrtheit sei ein Grundrecht aller Menschen. Jeder Mensch habe das Recht darauf, daß sein Körper und sein Geist vom Staat nicht verletzt, sondern geschützt wird, auch Leistungssportler und Fußballspieler. Jeder Mensch entscheide selbst, wie er mit seinem Körper umgeht. Zum Beispiel entscheide er, ob er mit einer Untersuchung einverstanden ist. Auch dafür gebe es Vorschriften. Einer Operation müsse man zum Beispiel schriftlich zustimmen. Der inexistente Experte räumt allerdings ein, daß politische Bildung nicht alles sei. Bei der allmählich anlaufenden, völlig obsoleten Debatte um eine Impfpflicht, handle es sich um das Symptom einer sträflich vernachlässigten kulturellen Bildung. Die Bevölkerung wäre heute wesentlich entspannter, wenn sie sich der Tatsache erinnern könnte, daß der Mensch von Natur aus sterblich sei. Das tatsächliche Leben finde immer im Augenblick statt, in der Zukunft nur theoretisch. +++

+++ Bei Twitter trendet derzeit der Hashtag #allesindenArm. Zahlreiche Prominente aus Medien und Politik posten in geringen Variationen den immerselben Text. Ein inexistenter Experte für Geisteszustände aller Art kommentierte das, indem er den o.g. Adrian Bauer zitierte und anfügte, #allesindenKopf nütze den Kampagneros schließlich nichts mehr. Die Kampagneros nützten nämlich schon außer sich selbst niemandem mehr, weswegen sie genausogut auch für #allesmöglicheindenArm werben könnten. +++

+++ Felix Gottwald ist eine österreichische Sport-Ikone, schreibt „heute.at“. Der ehemalige Nordische Kombinierer sei mit drei Gold-, einer Silber- und drei Bronzemedaillen Österreichs erfolgreichster Olympia-Sportler der Geschichte. Jetzt schmiß er seinen Job als Chef der österreichischen Bundes-Sport GmbH hin. Er schäme sich für die österreichische Bundesregierung, schrieb Gottwald. Ungeimpfte dürfen in Österreich nur noch Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen. Sollten in demselben Laden andere Artikel angeboten werden, Weihnachtsgeschenke etwa, dürfen sie von Ungeimpften nicht erworben werden. Der Salzburger Felix Gottwald in einem offenen Brief auf Facebook: „Es mag in unserem Land gerade um viel gehen, aber sicher nicht um die Gesundheit und das Wohl der Österreicher:innen und der in Österreich lebenden Menschen – und das inmitten der größten Gesundheitskrise. Spaltung, Hetze, Diskriminierung – das sind die Regierungsgebote der Stunde.“ Ein inexistenter Wiederholungs-Experte kommentiert an dieser Stelle wie folgt: Schauen Sie weiter oben noch einmal nach Adrian Bauer von der Uni St. Gallen. +++

+++ Wolfram Henn, Medizinethiker und Mitglied im deutschen Ethikrat, fordert die 2G-Regel für Reisen in das EU-Ausland, berichtet „RP-Online“. Ein inexistenter Geschichts-Experte verweist in diesem Zusammenhang auf einen Artikel, der am 04.05.2017 im „Ärzteblatt“ erschienen ist. Der erste Satz aus diesem Artikel laute so: „Auch im Nationalsozialismus haben sich faschistisch geprägte Ärzte mit dem Fach „Medizinische Ethik“ befasst und entsprechende Lehrveranstaltungen gehalten.“ In einer wahrhaft kultivierten Gesellschaft, so der inexistente Geschichts-Experte, brauche niemand einen Ethikrat. +++

+++ „Mit der sich gegenwärtig ausbreitenden Ideologie sind die westlichen Gesellschaften dabei, zivilisatorisch auf den Stand des 16. Jahrhunderts zurückzufallen und sämtliche Fehler des vergangenen Jahrhunderts zu wiederholen„, schreibt Anette Heinisch bei „Achgut“. Ihre Schlagzeile ist gut gewählt. Sie lautet: „Die totalitäre Endlosschleife„. Der inexistente Geschichts-Experte von weiter oben verweist in diesem Zusammenhang auf den Theologen Dietrich Bonhoeffer, der am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg ermordet wurde. Bonhoeffer hatte behauptet, Dummheit sei gefährlicher als Bösartigkeit, weil der Bösartige immer noch über sein Tun reflektieren könne, was bei einem Dummen hingegen völlig ausgeschlossen sei. Die sozialdemokratistischen Bildungsreformen des vergangenen halben Jahrhunderts würden heutzutage eben ihre verheerende Wirkung entfalten, was schlimmer sei als jede inexistente Pandemie, die sich ein solcherart retardiertes Volk aufschwatzen läßt, weil es nicht mehr in der Lage dazu sei, eine tatsächliche von einer herbeidefinierten Pandemie zu unterscheiden, und es dabei auch vorzöge, sich für informiert zu halten, obwohl es sich lediglich habe „informieren“ lassen, anstatt sich selbst um seine Informiertheit zu kümmern. Was Wahrheit sei, werde heute so gedankenlos konsumiert wie eine Tüte Kartoffelchips. Das abwertend gemeinte „Kartoffel“ für „Deutscher“ sei genau dieser Beobachtung geschuldet. +++