Weil er Corona-Impfung nicht mehr verantworten wollte: Uni Leipzig kündigt Zusammenarbeit mit Arzt auf

Vorlesung (Symbolbild: shutterstock.com/Von Robert Kneschke)

In Leipzig hatte sich die Hausarztpraxis Mahn, eine Akademische Lehrpraxis der Universität Leipzig, dazu entschlossen, in Zukunft keine Patienten mehr gegen das Coronavirus zu impfen. Der Mediziner vertritt die Auffassung, dass sich viele seiner Patienten nicht mehr freiwillig impfen ließen, sondern wegen des gesellschaftlichen Drucks. Er spricht deshalb von Körperverletzung. Nun hat die Universität Leipzig ihm das Lehrpraxisverhältnis gekündigt.

Praxischef Torsten Mahn veröffentlichte auf der Internetseite nachfolgendes Statement:

„Ab sofort werden in unserer Praxis keine Impfungen gegen Corona vorgenommen.

Nachdem wir uns in der Vergangenheit auch an den Impfungen gegen Corona beteiligt haben, beende ich nun die Impfungen gegen Corona in meiner Praxis.

In letzter Zeit kamen vorwiegend Patienten zu mir, die als Grund für die Impfung den Druck der Gesellschaft, Druck durch Arbeitgeber und allgemeine Einschränkungen im öffentlichem Leben angaben.

Für eine medizinische Maßnahme, wie eine Impfung, sind eine medizinische Notwendigkeit und das Einverständnis des Patienten Grundvoraussetzungen. Über die medizinische Notwendigkeit möchte ich an dieser Stelle keinen Kommentar abgeben, jedoch ist das Einverständnis des Patienten Grundvoraussetzung für einen medizinischen Eingriff (Impfung ist kein Notfall). Um ein Einverständnis zu geben, muss aber der Patient umfassend aufgeklärt sein und die Entscheidung darf nicht unter Druck oder unter Androhung von Sanktionen erfolgen (Unwirksamkeit einer „freien“ Entscheidung). Da die freie Entscheidung aktuell nicht mehr gegeben ist, kann die Aufklärung nicht mehr nach medizinisch – ethischen Aspekten erfolgen und die Impfung würde ohne Aufklärung und Einverständnis erfolgen. Dies entspricht aber einer Körperverletzung, zu der ich nicht berechtigt und willens bin.

Ich bitte Sie, meine Entscheidung zu verstehen und zu akzeptieren.

Bei Fragen zur Impfung oder gesundheitlichen Aspekten können Sie sich weiterhin gern an mich wenden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Torsten Mahn“

Arzt verliert Vertrauen – Universität Leipzig kündigt Kooperation auf

Das eingeforderte Verständnis wurde von der Universität Leipzig nicht aufgebracht. Am Freitag hatte die Universitätsleitung die Kooperation mit der Praxis Mahn mit sofortiger Wirkung aufgekündigt. Die Praxis des Arztes war akademische Lehrpraxis der Klinik. Mahn veröffentlichte das betreffende Schreiben der Uni Leipzig auf seiner Homepage:

 

 

 

 

 

 

 

Die Kassenärztliche Vereinigung und die Sächsische Landesärztekammer stellen laut dem öffentlich-rechtlichen MDR in einer gemeinsamen Erklärung klar, dass impfende Ärzte keine Körperverletzung begehen. Alle öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen würden stets nur nach ärztlicher Aufklärung und individueller Einwilligung vorgenommen. Diese nur noch lächerliche Aussage krönen die beiden politischen Büttel-Vereinigungen mit den Einwurf, es sei „absurd, zu unterstellen, Patientinnen und Patienten seien auf Grund der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion nicht mehr in der Lage, selbst eine freie Impfentscheidung zu treffen“.

Benannte Kassenärztliche Vereinigung – besser gesagt dessen Ableger in Baden-Würtemberg – rufen aktuell in einem Schreiben an Vertragsärzte und Psychotherapeuten dazu auf, „frechen und inakzeptablen Impfverweigerer“ die Behandlung zu verweigern..

Auf der Facebook-Seite der Uni-Leipzig formiert sich ob der offen praktizierten Cancel-Culture-Mentalität bereit Unmut:

„Und andere Ärzte werden boykottiert, die ihre Entscheidung verständlich erläutert haben? Gehts euch eigentlich noch gut? Wo soll das eigentlich noch hinführen? Was soll das für eine Universität sein, wo nur eine Meinung / Handlung gestattet ist und jeder boykottiert wird, der entgegen der verordneten Meinung agiert? Sollten Universitäten nicht andere Meinungen unterstützen, anstatt so zu agieren? Ich bin absolut fassungslos was hier los ist. Dieser ekelhafte Zwang, die Bevormundung, die soziale Ausgrenzung, die sich hier breit machen, widern mich an!“

(SB)