Die Pflicht ruft – beim Testen und Impfen

Auf dem Weg zur Impfung (Symbolfoto: Von Couperfield/Shutterstock)

Wenn die Deutschen etwas sehr gut beherrschen, dann ist es Gehorsam zu verlangen und gehorsam zu sein, eine Tugend, die jetzt in der künstlich gezüchteten Pandemie wieder mal an erster Stelle steht. Die Pflicht ruft – beim Impfen und Testen – damit sich auch wirklich alle fügen:

Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow hat eine bundesweite Testpflicht für Ungeimpfte wie auch für Geimpfte gefordert. „Wir brauchen klare einfache Grundsätze, an die sich jeder halten kann: Das heißt: Booster-Impfungen für alle, Testpflicht für alle und Masken für alle“, sagte sie der „Rheinischen Post“ und dem „General-Anzeiger“ (Donnerstagausgaben). Bei Corona helfe „nicht mehr meckern über andere“, sondern jetzt müssten alle an einem Strang ziehen.

Hennig-Wellsow kritisierte dabei den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und dessen Landesregierung. „Dieses selbstgerechte Gequatsche beispielsweise aus München kann doch niemand mehr hören. Jetzt haben alle Ministerpräsidenten und letztlich alle Landesregierungen die Verantwortung, die Bevölkerung gut durch diesen Winter zu bringen“, sagte die Linken-Vorsitzende.

Die Landkreise fordern ebenfalls die rasche Einführung einer Impfpflicht zumindest für Beschäftigte in Pflegeheimen. Es sei „höchste Zeit für eine Impflicht für bestimmte Berufsgruppen“, sagte der Präsident des Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Dies sei „in Anbetracht von 15 Millionen ungeimpften Menschen, einer 7-Tage-Inzidenz von über 300 und einer sich regional zuspitzenden Situation“ erforderlich, sagte Sager vor dem Coronakrisentreffen von Bund und Ländern an diesem Donnerstag.

Er erwarte von dem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Länder „entschlossenes Handeln. Die Politik muss der Bevölkerung eine klare Vorstellung davon vermitteln, was in diesem Winter auf sie zukommt“, sagte Sager. Der Landkreispräsident sagte, bei einer Impfpflicht für bestimmte Berufe müssten auch die übrigen Angestellten beispielsweise von Pflegeheimen wie Köche oder Reinigungskräfte einbezogen werden.

Auch sie spielten eine Rolle im Infektionsgeschehen. Zudem erwarte er von der Politik „eine konsequente Booster-Kampagne. Das duldet keinen weiteren Aufschub“, sagte Sager.

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) will sogar die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. Wenn es nicht zu Lockdowns jeglicher Art kommen soll, werde man „um Pflichtimpfungen nicht herumkommen, wie es sie jetzt schon gegen Masern gibt“, sagte BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Die bisherigen Appelle hätten bei der Mehrzahl der Impfunwilligen nicht zu einem Umdenken geführt.

„Ich kann nachvollziehen, dass Politiker das Wort Impfpflicht nicht in den Mund nehmen wollen. Aber unter dem Strich ist das ist die unbequeme Wahrheit, wenn alle anderen Maßnahmen nicht greifen“, so Jerger. Kritik äußerte der Chef des Unternehmerverbands an der geplanten 3G-Regel am Arbeitsplatz.

„Für viele Bereiche, in denen 3G jetzt eingeführt werden soll, bedeutet das einen gigantischen Organisations- und Kontrollaufwand. Das ist ehrlicherweise gar nicht leistbar. Außerdem steht mit der Testpflicht ein unkalkulierbares Kostenrisiko im Raum“, warnte Jerger.

Die Kosten dürften nicht auf die Unternehmen abgewälzt werden. Im öffentlichen Raum plädierte Jerger für die Einführung der 2G-Regel. „Bei Verstößen gegen die Regeln müssen spürbare Sanktionen greifen. Das gilt auch für die Beschäftigten im Betrieb. Wer sich nicht impfen lassen will, muss im schlimmsten Fall Lohnkürzungen in Kauf nehmen“, sagte der BVMW-Chef. Jerger untermauerte zudem die Ablehnung seines Verbands gegenüber einer neuen Homeoffice-Pflicht.

„Wir plädieren dafür, dass Unternehmen und ihre Beschäftigten auch beim Homeoffice nach dem Prinzip der doppelten Freiwilligkeit darüber entscheiden können, wie betriebsintern verfahren wird. Schon deswegen ist auch eine darüber hinaus gehende generelle Homeoffice-Pflicht für alle Unternehmen realitätsfern und überflüssig“, sagte Jerger. Wer sich an die 3G-Regeln halte, solle auch weiterhin im Betrieb arbeiten dürfen.

Es wird also nicht mehr lange dauern, bis das Militär „freundlich“ an den Haustüren klopft und Nichtgeimpfte bzw. nur 2-fach-Geimpfte rauszerren wird und die verdammten Spritzen in die zuckenden Leiber rammt.

Wir leben in einem Albtraum, der wohl nie mehr enden wird. (Mit Material von dts)