Erdingers Absacker: Feministisch Pinkeln – das Missoir und andere Gerechtigkeiten

Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

+++ In Berlin-Hasenheide wurde anläßlich des Welttoilettentages ein feministisches Urinal vorgestellt, das „Missoir“, wie der „Tagesspiegel“ in der Rubrik „Feministisch Pinkeln“ berichtete. Ein inexistenter High-Tech-Experte erklärte, die ganze Welt beneide Deutschland um seinen pissologischen Vorsprung. +++

+++ Henryk M. Broder gilt als ein brillanter Kopf mit der Gabe, komplexe Sachverhalte kurz und prägnant auf den Punkt zu bringen. Ein Dauerbrenner in den sozialen Netzwerken ist der folgende seiner klugen Sätze: „Wenn ihr euch fragt, wie das damals passieren konnte: weil sie damals so waren, wie ihr heute seid.“ Ein inexistenter Beurteilungs-Experte kommentierte das folgendermaßen: Broder hat so dermaßen recht, daß sich jeder Kommentar erübrigt. +++

+++ Zehntausende demonstrierten gestern in Wien gegen die Coronapolitik der österreichischen Regierung. In den sozialen Netzwerken jenseits des Atlantiks beschäftigt man sich ebenfalls mit „Austria“, meistens im Zusammenhang mit Braunau am Inn und dessen historisch berüchtigstem Kleinkind. In zahlreichen Ländern rund um den Globus gab es Sympathieveranstaltungen für die österreichischen Demonstranten vor den Konsulanten der entgleisten Alpenrepublik. Ein inexistenter Nachdenk-Experte erklärte, was ihn an der Coronapolitik der österreichischen Regierung wundere, sei gar nicht so sehr die geplante Einführung einer allgemeinen Impflicht zum 1. Februar 2022 oder der Lockdown für Ungeimpfte heute, sondern die offensichtliche Furchtlosigkeit der österreichischen Regierung, mit der sie solche Maßnahmen verfügt. Diese Furchtlosigkeit mache ihm mindestens solche Sorgen wie die Unerklärlichkeit einer FDP in der Ampelkoalition, da einerseits die österreichische Regierung nach allem, was er über historische Verläufe weiß, nicht damit rechnen könne, ungeschoren davonzukommen, und daß andererseits auch bei der FDP niemand damit rechnen könne, daß die Partei nach vier Jahren Ampel noch existiert. Er habe deshalb den Verdacht, daß alles, was derzeit die Gemüter erhitzt und ganze Gesellschaften spaltet, auf einem Wissensvorsprung derjenigen Eingeweihten beruhen müsse, die heute die eigentlich zu erwartenden Befürchtungssymptome zeigen müssten, sie auffälligerweise aber vermissen lassen. +++

+++ Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP-Vorstandsmitglied und designierte Verteidigungsministerin, wollte einen deutschlandweiten Lockdown für Ungeimpfte nicht ausschließen, wie die „Welt“ meldete. Ungeimpfte als Minderheit dürften nicht die Mehrheit terrorisieren. Ein inexistenter Experte für Frauenver- und vorstände aller Art sagte, Frau Agnes-Marie-Strack-Zimmermann-FDP-Vorstandsmitglieds Bindestrich Wortwahl sei schockierend, da sie nahelege, die liberalvorständische Verteidigungsexpertierende könnte Ungeimpfte als eine terroristische Vereinigung begreifen. Dabei würde es sich um die mit Abstand größte Terroristenvereinigung handeln, die es seit Menschengedenken gegeben habe. Dennoch wolle er einstweilen noch davon absehen, von gelbem Staatsterror zu reden – Bindestrich. +++

+++ In den sozialen Netzwerken kursiert allerweil ein Foto von zwei ansehnlichen Grazien in ihren fruchtbarsten Jahren, vermutlich irgendwo auf der Südhalbkugel aufgenommen bei einer Anti-Corona-Demonstration. Möglicherweise Australien oder Neuseeland, nicht nur der Architektur und der Flaggen im Hintergrund wegen, sondern auch wegen der leichten Bekleidung der beiden Sirenen. Auf der Südhalbkugel wird es gerade Sommer. Beide strahlen recht gewinnend in die Kamera. Eine der beiden hält ein Demoplakat hoch, auf dem zu lesen ist: „Looking 4 unvaxxed Dick.“ („Halte Ausschau nach einem ungeimpften Pimmel“). Ein inexistenter Halbkugeln-Experte sprach von einer perfiden Feministinnenfalle. Jeder Ungeimpfte, der vor den beiden Grazien die Hosen fallen lasse, würde auf der Stelle wegen Exhibitionismus verhaftet werden. +++

+++ „OE24.at“ zitiert den österreichischen Kurzersatzkanzler Schallenberg: „Impfpflicht ist das Exit-Ticket„. Eine inexistente Orakel-Expertin kommentierte, das Zitat könne alles mögliche bedeuten. Es sei nicht auszuschließen, daß es sich dabei um die verklausulierte Ankündigung einer Implosion der ÖVP handelte. Auf alle Fälle klänge „Exit“ im Zusammenhang mit der Impfpflicht verdächtig nach „Exitus“. Irgendwer würde für die Impfpflicht bitter bezahlen müssen. So viel stehe fest. +++

+++ Flüssigkeitsmilliardär Ugur Sahin von der Firma Biontech wird von der überflüssigen Medienfirma RTL zitiert: „Nach Boosterimpfung vielleicht nur noch jährliche Auffrischungen„. Ein inexistenter Möglichkeits-Experte: So lange die Milliarden bei Biontech nicht nur vielleicht, sondern todsicher ankommen, sei alles in Butter. Jedenfalls für Ugur Sahin. +++

+++ Ein inexistenter Experte für Geschlechtergerechtigkeiten aller Art erklärte, Pauschalisierungen seien nicht schön, weil es auch viele kluge Frauen gebe, obwohl sie eine verfolgte Minderheit seien, weswegen man nur ganz wenige zu Gesicht bekäme. Anlaß seiner Beschwichtigung war ein Kommentar von Frau Sahra Frühauf im MDR. Sie hatte behauptet, Ungeimpfte seien mitschuldig am Tod von Tausenden. Auf derlei Äußerungen dürfe man aber nicht viel geben, so der inexistente Experte für Geschlechtergerechtigkeiten aller Art, weil in Afrika die Ungeimpften dafür verantwortlich seien, daß sich alle bester Gesundheit erfreuen. Dort seien die Geimpften eine extrem kleine Minderheit, die mindestens so selten anzutreffen sei wie die vielen klugen Frauen in Deutschland. Außerdem sei der Erdinger ein ganz übles Schandmaul. +++

+++ „Mehr Zwang, mehr Repression, mehr Einschränkung der Freiheit – das ist alles, was der Politik jetzt einfällt.„, heißt es in einem Kommentar der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF). Ein inexistenter Experte für Auffälligkeit jedweder Intensität meinte, daß es nicht mehr lange dauern dauern könne, bis das Volk der Politik gegenüber ausfällig werde und sich abfällig äußere. +++