Salamitaktik: 2G – erst für Kimmich & Co, dann für alle Profisportler?

Joshua Kimmich mit Bundesverdienstkreuz auf der Stirn; Bild: Collage
Joshua Kimmich mit Bundesverdienstkreuz auf der Stirn; Bild: Collage

So schwachsinnig und willkürlich können eigentlich nicht mal die Totalversager und „Drogenbarone“ der Pandemie sein, dass sie nur die Profifußballer ins Visier nehmen. Da muss mehr dahinterstecken. Das erfährt man dann auch indirekt mit dieser Meldung:

Die für Sport zuständigen Minister der Bundesländer sind bei der Frage einer 2G-Regel für Profi-Fußballer allerdings noch uneins. Baden-Württembergs Sportministerin Theresa Schopper ist dafür. „2G bei den Fans, 2G auf dem Rasen – das wäre im Kampf zur Entlastung der Intensivstation ein wichtiges Signal“, sagte sie gegenüber dem Nachrichtenportal Watson.

Profisportler seien Vorbilder und müssten sich dementsprechend verhalten und sich auch impfen lassen, wenn keine medizinischen Gründe dagegensprächen. Die Auffassungen der Ministerien anderer Bundesländer gehen dabei meist in die gleiche Richtung. In Bremen sei die Meinungsbildung „im Hause allerdings noch nicht abgeschlossen“, teilte die Behörde für Soziales, Jugend, Integration und Sport von Bremen mit.

Eine Regelung müsse auch mit dem Grundgesetz in Einklang zu bringen sein – beispielsweise in Sachen Berufsfreiheit. Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport sieht ebenfalls noch rechtliche Hürden bei der Umsetzung einer 2G-Regel: Sofern Profisportler bei der Ausübung ihrer Sportart der 2G-Regelung unterfielen, würde dies nach Ansicht des Ministeriums faktisch die Einführung einer Impfpflicht im Profisport bedeuten. „Ein solcher Schritt begegnet jedoch erheblichen rechtlichen Bedenken.“

Der hiermit verbundene Eingriff in die Berufsfreiheit der Sportler sei „nur schwerlich zu rechtfertigen“. Demnach seien Profisportler, während sie ihre Tätigkeiten ausführen, nicht regelmäßig in Kontakt zu vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Aber auch das Niedersächsische Ministerium fordert die Profi-Sportler zu Impfungen auf: Ungeachtet dieser rechtlichen Erwägungen seien alle Profisportler „insbesondere auch aufgrund ihrer Vorbildfunktion“ aufgerufen, sich impfen zu lassen.

Der Begriff „Profisportler“ lässt allerdings schon aufhorchen. Es geht also vielleicht doch nicht nur um Kimmich & Co, sondern wohl auch um Golfer und Tennisspieler und vor allen Dingen wohl um Handballer und Eishockeyspieler, die ja bekanntlich ihre Turniere in geschlossenen Räumen vor Publikum austragen.

Es geht im Prinzip eben wohl nur darum, sich eine Gruppe nach der anderen einzeln mit der Salamitaktik vorzuknöpfen, damit keiner merkt, dass hier die „allgemeine“ Impfpflicht durchgesetzt wird. (Mit Material von dts)