Erdingers Absacker: Besinnliche Adventszeit mit Peitschen-Ulrich und den Wölfen

Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

+++ Kennen Sie Röbel? Das ist eine Kleinstadt an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern, ungefähr 6.000 Einwohner. Dort gibt es die St. Nicolai-Kirche. Vom ev.-luth. Gemeindepfarrer gibt es Besinnliches zur Adventszeit. „Siehe Dein König kommt!“ ist das Thema. Der Gemeindepfarrer: „Gott kommt zu uns Menschen und möchte in Freundschaft mit Ihnen leben. Bei ihm gibt es kein 2G und auch kein 3G, weder in medizinischer noch in moralischer Beziehung. Jeder ist ihm zu jeder Zeit in jedem Zustand willkommen. Jesus Christus kam, um uns vom Virus der Sünde zu befreien. Besuchen Sie mal wieder einen Gottesdienst, um diesem Gott zu begegnen. Raikin Dürr, Pastor.“ Im Gemeindeblättchen von St. Nicolai gibt es auch allerlei Veranstaltungshinweise. Adventsmusik, Bläsermusik im Kerzenschein, Weihnachtskonzert der Röbeler Chöre, Frauenkreise, Christenlehre, Konfirmandenunterricht, Kirchenmusik im Gemeindezentrum – und dann folgender Hinweis: „Achtung! Die musikalischen Veranstaltungen (4. und 12.12.) finden unter Anwendung der 2G-Regel statt. Einlass ab 15.45 Uhr mit Nachweiskontrolle.(..) In jedem Fall halten wir uns an die Vorgaben. Zutritt nur mit aktuell vorgeschriebener Mund- Nasenschutzmaske, Abstand, Besucherlisten, Desinfektion. Bitte bleiben Sie zuhause, wenn Sie sich nicht gesund fühlen. Wenn Sie Hilfe brauchen, sagen Sie uns bitte Bescheid. Schützen Sie sich und bleiben Sie gesund. Pastorin Rita Wegner und der Kirchengemeinderat.“ Ein inexistenter Experte für Scheine & Heiligkeiten aller Art kommentierte das folgendermaßen: Wenn der liebe Gott wirklich der Freund dieser „die Menschen“ in Röbel ist, dann kommt er zu ihnen, um ihnen in aller Freundschaft einen göttlichen Riesenhaufen in die St. Nicolai-Kirche zu setzen, den der maskierte Klerus zusammen mit dem Kirchengemeinderat aus dem Gotteshaus wieder herausschaufeln muß, um die schnöde Geistlichkeit fit zu machen für die Festigung des Glaubens in der Gemeinde. So viel stehe nämlich fest: Wer den lieben Gott in Röbel sucht, der könnte auch im Robert-Koch-Institut nachschauen. Die Chancen, daß er ihn dort findet, seien auch nicht geringer. +++

+++ Im Koalitionsvertrag der Ampel gibt es etwas zu den Wölfen zu lesen. Der Isegrim vermehrt sich recht schnell in Deutschland und wird immer mehr zu einer ernstzunehmenden Gefahr für Mensch und Weidetier. Er verliert seine Scheu vor dem Menschen. Selbst Freunde der Neuansiedlung von Wölfen in Deutschland kommen nicht darum herum, das zuzugeben. Leider handelt es sich dabei um ein Problem, das z.B. von den Grünen nur höchst widerwillig als ein solches identifiziert wird. Es mußte also eine Lösung gefunden werden, mit der auch Grüne leben können. Die Lösung kennt der „Focus“ – Zitat: „‚Unser Ziel ist es‘, steht im Koalitionsvertrag, ‚das Zusammenleben von Weidetieren, Mensch und Wolf so gut zu gestalten, dass möglichst wenige Konflikte auftreten.‘ Dazu, so heißt es weiter, setze man auf einen ‚institutionalisierten Dialog‘. Weil Weidetiere und Wölfe damit vermutlich überfordert sind, richtet sich diese Idee an die Organisationen und Verbände, die die jeweiligen tierischen Interessen vertreten. Im Vertrag vorgegeben ist auf jeden Fall, dass es künftig ein Gesprächsforum ‚Weidetierhaltung und Wolf‘ geben soll, das ein ‚Bestandsmanagement‘ ermöglicht. Wolfsrudelvertreter sollten sich angesichts dieser Perspektive hier aktiv einbringen.“ Einem inexistenten Experten für Märchen jedweder Unglaublichkeitsstufe fiel daraufhin sofort ein Märchen ein. Es geht so: … da sagte der Wolf zu seinen Wolfskindern: „Liebe Kinder, heute gibt es das Mittagessen erst später. Wir müssen warten, bis unsere Vertreter ihren Dialog mit den Vertretern unseres Essens beendet haben.“ Da weinten die kleinen Wölfe gar bitterlich, denn sie hatten Hunger. Nur der kleine Schlaubi-Wolf machte einen Vorschlag: „Wie wäre es, Papa, wenn wir die Vertreter als Vorspeise schnabulieren und uns hernach am Buffett einfach ohne Vertreter aussuchen, was wir zur Hauptspeise nehmen?“. Da wischten sich die kleinen Wölfe die Tränen aus den Augenwinkeln und herzten ihr schlaues Brüderchen recht inniglich, daß es eine Art hatte. Papa Wolf war stolz auf seinen kleinen Schlaubi-Wolf und sagte ihm voraus, daß er eines Tages einmal ein großes Wolfsrudel anführen würde. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann vermehren sie sich noch heute. +++

+++ Planet, Menschheit, Welt, Weltklima, Weltärztebund: Wenn jemand etwas mit „Welt“ ist, dann fällt der Zivilreligiöse von heute auf die Knie und verdreht vor lauter Zivilgottesfurcht die Augen inbrünstig gen Himmel. Wenn der Chef des Weltärztebundes etwas sagt, dann ist das so gewichtig wie anno dazumal Gottes Wort. Wenn er zum Beispiel sagt, daß es jetzt vorbei sein müsse mit Zuckerbrot für die Ungeimpften, und daß jetzt die Peitsche zum Einsatz kommen müsse, dann seufzt der Zivilreligöse: Strafe mich, oh Herr, und befreie mich von meinen Sünden. Der zivilgöttliche Weltärztebund-Chef heißt Frank Ulrich Montgomery. Das trifft sich gut, weil man in Deutschland schon Assoziationen hat, wenn man den Namen Montgomery bloß hört. Wegen der zweiten Schlacht von El Alamein im Jahr 1942 nämlich. „Montgomery“ – das klingt nach Niederlage und Verlust. Und so ein Klang verursacht Heulen & Zähneklappern. Der heutige Montgomery ist aber ein anderer Montgomery als der zu Rommels Zeiten, was man schon daran erkennen kann, daß er bis 2015 SPD-Mitglied gewesen ist. Ein solches Malheur wäre dem General Bernard Montgomery im Leben nicht passiert. Frank Ulrich Montgomery hat es nie bis zum General gebracht. Er wurde einfacher Radiologe im Rang eines Oberarztes an der Uniklinik in Hamburg Eppendorf. Damit war nicht übermäßig viel Ruhm & Ehre zu generieren. Eine Laufbahn als Medizinfunktionär half weiter. Jedenfalls hat es der Radiologe im Rang eines Klinik-Oberarztes als Funktionär bis auf den zivilgöttlichen Thron des Weltärztebundes geschafft – und von dort versendet er nun seine Expertisen in alle Welt. Aber auch so ein Funktionärsgott in weiß hat seine Sorgen, besonders dann, wenn er allerweil das Wort „Südafrika“ und „Supermutante“ hört. Das müsste er nicht. In Südafrika selbst sieht man das Supermutantending ziemlich entspannt. Wer sich mit der Virus-Supermutante infiziert, zeige einen eher milden Krankheitsverlauf, heißt es aus Südafrika. Wahrscheinlich liegt es an der lausigen Qualität der dortigen Nachrichten. Der Funktionärsradiologe im Rang eines Oberarztes angesichts der Supermutationsgefahr aus Südafrika jedenfalls: „Meine große Sorge ist, daß es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola.“ Das wiederum triggerte einen inexistenten Experten für Paniken und Angstneurosen aller Art. Er sagte wortwörtlich: „Meine größte Sorge ist, daß mir ein Klinik-Oberarzt und Radiologe mit seiner großen Sorge sorglos auf die Nerven gehen könnte. Meine zweitgrößte Sorge ist, daß demnächst ein Assistenzarzt Chef des Weltärztebundes werden könnte.“ +++

Die Supermutante verbreitet sich über die Atemluft – Foto: Screenshot Facebook

+++ Unbestätigten Gerüchten aus für gewöhnlich schlecht informierten Kreisen zufolge hat ein bekannter Virenphilosoph, dessen Name nicht genannt werden soll, die folgende, überaus geistreiche Überlegung zur Covid-Impfung angestellt – O-Ton: „Der Vorteil der Impfung ist umstritten. Wenn sich der Impfgegner getäuscht hat, wird ihn das Virus dahinraffen. Aus die Maus. Danach ist ihm wurscht, ob er zu seinen Lebzeiten ein Depp gewesen ist. Beim Impfbefürworter ist es ganz anders. Wenn rauskommt, daß er dem größten Schwindel der Neuzeit aufgesessen ist, muß er bei lebendigem Leib noch jahrelang ein Depp bleiben. Spott & Hohn werden auf ihn herniederprasseln, wo immer er sich in menschliche Gesellschaft begibt. Weswegen man heute schon sagen kann, wer die größeren Gewinnchancen auf seiner Seite hat. Sterben müssen sowieso alle. Die einen früher, die anderen später. Die einen haben noch ein Leben bis dahin, die anderen nur noch ein Deppenleben. Es lohnt sich, das einmal ganz genau durchzukalkulieren.“ Ein inexistenter Gerüchte-Experte machte daraufhin eine einschränkende Feststellung, indem er anmerkte, auf unbestätigte Gerüchte brauche man gar nichts zu geben. Zur Kenntnis nehmen dürfe man sie aber trotzdem. +++

+++ Peter Boehringer, AfD, weist auf einen veritablen Skandal im Zusammenhang mit der „Pandemie“ hin: „Bei über 60% der „Corona“-Krankenhausbelegungen ist dem RKI der Impfstatus UNBEKANNT!„, schrieb Boehringer bei Facebook. Ein inexistenter Experte für Konkretisierungen aller Art empfahl daraufhin, auf der Seite von Peter Boehringer selbst nachzulesen, was es damit auf sich hat. Im Übrigen glaube er nicht, daß dem RKI die Zahlen nicht bekannt seien. Fest stehe hingegen wohl, daß keine Zahlen zum Impfstatus veröffentlicht worden seien. +++

Allen Lesern einen gesegneten 1. Advent! Das Motto dieser und aller kommenden Zeiten: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Wer dauernd lügt, dem glaubt man zeitlebens nicht mehr.