Corona-Erfolg: Mozartkugel-Hersteller pleite

Mozartkugeln von Mirabell (Bild: shutterstock.com/Von Pixeljoy)

Das Traditionsunternehmen und Mozartkugel-Hersteller Salzburg Schokolade hat überraschend einen Insolvenzantrag gestellt. Grund für den wirtschaftlichen Absturz: Die Vernichtungswaffe Corona!

Da durch die zur Pandemie hochgepeitschten Covid-19-Viruserkrankung die Läden in Wien und Salzburg wochenlang geschlossen waren, sich kaum Touristen dorthin verirrten und jegliche gesellschaftliche Aktivitäten, auf welchen gerne genascht wurde, abgewürgt wurden, hat der Hersteller Salzburg Schokolade, der unter anderem auch die weltberühmten Mirabell-Mozartkugeln produziert, Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen hat laut übereinstimmenden Medienmeldungen am Montag beim Landesgericht Salzburg den Antrag eingebracht. Rund 140 Mitarbeiter müssen nun kurz vor Weihnachten um ihre Zukunft bangen. Den Mitarbeitern konnten die Novemberlöhne und -Gehälter und das Weihnachtsgeld nicht überwiesen werden. Betroffen sind ebenfalls und mehr als 600 Gläubiger, berichtet hierzu die Presse.

In einem Schreiben der Geschäftsführung an die Mitarbeiter und Geschäftspartner hoffte man darauf, das Unternehmen fortführen zu können. Obwohl man in den vergangenen Jahren Gewinne erzielen habe können, sei das Unternehmen ab 2020 schwer von der Corona-Pandemie getroffen worden, schreibt Geschäftsführer Christian Schügerl. Den Umsatzrückgang aus dem Vorjahr habe man im neuen Geschäftsjahr nur stellenweise kompensieren können. Trotz neuer Kunden im Exportgeschäft und der staatlichen Corona-Hilfen werde man wie im Vorjahr auch dieses Jahr erneut einen erheblichen Verlust einfahren. „Der aktuelle Lockdown und erhebliche Kostensteigungen bei Rohstoffen, Energie, Löhnen, Logistikkosten und Verpackungsmaterialien waren weitere Gründe“, so Schügerl weiter. Er habe darum heute, Montag, den Insolvenzantrag eingebracht. (SB)