Weihnachten (Bild: shutterstock.com/Von Beto Gomez)

Wegen Diskriminierung: EU will auf „Weihnachten“ und „Maria und Josef“ verzichten

Die EU-Kommission weist ihre Mitglieder in einem Leitfaden an, aus Anti-Diskriminierungsgründen zukünftig „Weihnachten“ durch den Begriff „Feiertage“ zu ersetzen. Als Alternative für „Maria und Josef“ schlägt die EU in ihrem internen Leitfaden „Malika und Julio“ vor. Nach massiven Protesten wird das Pamphlet nun nochmals „überarbeitet“.

Die EU rät ihren Kommissionsmitgliedern – mit dem Hinweis, dass nicht alle Menschen Christen seien – davon ab, Wörter wie „Weihnachten“ und „Maria und Josef“ zu verwenden. Im betreffenden internen Leitfaden für inklusive Kommunikation namens #UnionofEquality wird beispielsweise für den Satz „Die Weihnachtszeit kann stressig sein“ vorgeschlagen, kultur-und religionssensibel „Die Feiertage können stressig sein“ zu verwenden. Die Begründung für das politisch korrekte Gehampere aus Brüssel: „Nicht alle Personen feiern die christlichen Feiertage und nicht alle Christen feiern diese an denselben Daten“.

Auch an den Namen „Maria und Josef“ hat die EU etwas zu bekritteln. Besser sei es nach dem Willen der EU, christliche Vornamen durch allgemeine Vornamen zu ersetzen: „Wählen Sie auch keine Namen, die für eine Religion typisch sind“, heißt es im Leitfaden des erlaubten Vokabular für Kommissionsmitglieder So lautet die Alternative für den Satz „Maria und Josef sind ein internationales Paar“: „Malika und Julio sind ein internationales Paar“. Die politisch-korrekte Alternative für Mohammed sucht man in dem Inklusionsleitfaden indes vergeblich.

Gegen dieses Brüsseler Diktat verwehrte sich nicht nur Matteo Salvini, der auf Twitter nachfragte, ob das, was da gefordert wird, nur ihm als verrückt vorkommt:

Auch der Regierungschef des Nicht-EU-Mitglieds des Vatikans, Kardinalstaatssekrektär Pietro Parolin nannte es nicht den richtigen Weg, um Diskriminierung zu bekämpfen.

Im Laufe des Dienstags wurde die Empörung so groß, dass die Verursacherin dieser Hirngeburt, die sozialdemokratische Kommissarin für Gleichstellung, Helena Dalli, die Leitlinien zurückzog und eine „Überarbeitung“ ankündigte:

Die Welt-Autoren Tobias Kaiser und Lucas Wiegelmann versuchten in ihrem Artikel die hippen Kosmopoliten zu mimen und wundern sich, warum es Aufruhr gibt, wenn in einem EU-Leitfaden zu Aufgabe der eigenen Identität angehalten wird. Die gute EU-Kommission wollte doch in ihrem Papier abbilden, was die Realität sei, so die beiden Welt-Schreiberchen. Und überhaupt: Die Leitlinien bezogen sich ja ausschließlich auf die dienstliche Sprache innerhalb des EU-Kontextes. „Diese Sprache soll sich religiösen Parteinahmen und Unterstellungen enthalten – dagegen ist nichts zu sagen“, finden die beiden. Die Bürger der EU dagegen könnten selbstverständlich weiterhin so viel über Weihnachten reden und so viele Babys Maria nennen, wie sie wollen.

Im Kommentarbereich des Springer-Blattes sieht man das aber offensichtlich nicht so locker, so politisch korrekt:

„Sind wir nicht schon auf dem Weg zu den Vereinigten Staaten von Europa unter sozialistischer Führung? Jeder neue Tag legt das nahe …“

„Die EU-Kommission wird immer mehr zum Spalter Europas bzw der EU. Polen und Litauen sind noch sehr katholisch. Ich glaube mittlerweile den Worten von Polens Premier Morawiecki: “ Die wollen einen identitätslosen Superstaat. „

„So demontiert man Stück für Stück das Christentum in Mitteleuropa. Ist das die Vorstufe zum Islamismus. Da kommen dunkle Zeiten auf uns zu“

„Es feiern in Europa auch Millionen Atheisten Weihnachten und nennen ihre Kinder Maria, Josef oder Johannes und scheren sich nicht drum , ob da was Religiöses hinter steht. Irgendwann hört diese übertriebene Rücksichtnahme auch mal auf. Ich denke dabei an das Pilotprojekt Muezzinrufe in Köln für 2 Jahre.“

„Das ist nicht „na und“, sondern völlig indiskutabel. Wie will man andere achten, wenn man sich selbst nicht achtet? Ich selbst bin in keiner Kirche, aber bin mir natürlich bewusst, in einem christlich geprägten Kontinent zu leben. In diesem Sinn: Frohe Weihnachten und eine schöne und besinnliche Adventszeit!“

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