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Zahnärzte wollen „boostern“, wann dürfen die Pathologen ran?

Berlin – Wenn das große Geschäft winkt, melden sich naturgemäß alle zu Wort: Jetzt sind deshalb wohl auch Deutschlands Zahnärzte bereit, gegen Corona zu impfen.

„Wir stehen als Zahnärzteschaft bereit, bei der dringend notwendigen Beschleunigung der Booster-Impfung die ärztlichen Kollegen zu unterstützen“, sagte der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Christoph Benz, der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Die Kollegen hätten durch Studium und Praxis medizinische Expertise, sie setzten jeden Tag Spritzen.

„Natürlich helfen wir! Auch, wenn die Terminkalender bei uns gerade zum Jahresende übervoll sind.“ Benz forderte den Bund auf, nun rasch die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen: „Da Impfen allerdings eine rein ärztliche, keine zahnärztliche Leistung ist, muss zunächst eine gesetzliche Ausnahme geschaffen werden.“ Man wünsche sich, dass der Bund ein bürokratiearmes Impfangebot schaffe und nicht das Engagement der Kollegen „durch unverhältnismäßige Auflagen und Hürden“ ausbremse.

Zugleich forderte der Zahnärzte-Präsident den Bund auf, die Testpflichten für Praxen im Infektionsschutzgesetz wieder zurückzunehmen. „Einige Bundesländer haben die Umsetzung dieser unausgegorenen Regeln zu Recht teilweise ausgesetzt. Eine Bundeslösung fehlt aber immer noch. Das sollte schnell gelöst werden. Es bindet wichtige Testkapazitäten, die wir jetzt an allen anderen Stellen im Land so dringend brauchen“, so Benz.

Auch die Tierärzte stehen bereit und dann werden wohl auch Pathologen mit von der Partie sein. Hier wären die Wege auch die kürzesten. (Mit Material von dts)

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