Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Lockdown, Impflicht und andere Märchen

+++ Andreas Tiedtke veröffentlichte bei Misesde.org einen sehr lesenswerten Artikel zum Unterschied von Impfpflicht und Impfzwang. Weder ist in Österreich eine Impfpflicht beschlossen worden, noch ist für Deutschland eine geplant. In beiden Fällen handelt es sich um einen Impfzwang. Pflichten ergeben sich aus einem Vertrag. Niemand hat aber einen Vertrag unterschrieben, in welchem er sich verpflichtet hätte, seine Grundrechte abzutreten oder sich unter Strafandrohung fragwürdige Substanzen in den eigenen Körper injizieren zu lassen. Folglich handelt es sich bei der sogenannten „Impfplicht“ um einen weiteren Euphemismus in einer Reihe von Euphemismen, die in den vergangenen Jahren immer länger geworden ist. Euphemismen wiederum dienen der Verschleierung wahrer Sachverhalte. „Schutzhaft“ ist ein Euphemismus für „rechtswidrige Inhaftierung“, „Endlösung“ z.B. ist ein berüchtiger Euphemismus für „Massenmord“, „Schwangerschaftsunterbrechung“ ein Euphemismus für „Schwangerschaftsabbruch“ und der wiederum einer für „Fötenmord“. Ein inexistenter Experte für Zerebralphimosen jedweden Verengungsgrades fügte an, „Politikerversprechen“ sei ein Euphemismus für „Volksverarschung“. Die deutsche Sprache sei eines der besten Instrumente, um feinste Nuancen auszudrücken. Da der Unterschied als solcher der natürliche Feind eines jeden Kollektivisten sei, brauche man sich aber nicht zu wundern, daß Linke seit Jahrzehnten daran arbeiten, die deutsche Sprache ihres inhärenten Geistesreichtums zu berauben. Seine Vermutung ist, daß die meisten Deutschen heutzutage schon außerstande sein dürften, wie aus der Pistole geschossen eine kurze und präzise Antwort auf die Frage zu liefern, was wohl der Unterschied zwischen „Gleichberechtigung“ und „Gleichstellung“ sei. Die wahre Seuche in der gesamten westlichen Welt sei die Infizierung der Gehirne mit dem Gleichheitsvirus. Die von Franz Josef Strauß einst dringend angemahnte „geistige Selbstbehauptung“ sei leider unterblieben. +++

+++ Sich dem Zwang beugen. Jemanden zu etwas zu zwingen, ohne sofort physisch übergriffig zu werden, erfordert, ihm die Konsequenzen seiner Weigerung, sich zwingen zu lassen, so vor Augen zu stellen, daß er der Illusion verfällt, er habe mit seiner Entscheidung, sich dem Zwang zu beugen, eine eigene Entscheidung getroffen. Das ist vergleichbar mit einem Auftragskiller, der nach dem Mord behauptet, sein Opfer habe es so gewollt, weil es sich schließlich auch frei hätte entscheiden können, das geforderte Schutzgeld zu bezahlen. Ein inexistenter Analogie-Experte forderte die Bürger dazu auf, sich selbst zu überlegen, wofür „Volksvertreter“ im Zusammenhang mit dem Begriff „Impfzwang“ ein Euphemismus sein könnte. +++

+++ Die türkisfarbenen „Volksvertreter“ in Österreich machen sich reihenweise aus dem Staub. Nach den beiden Kanzlern Kurz und Schallenberg (52 Tage im Amt) schmiss auch Finanzminister und Kurz-Intimus Gernot Blümel das Handtuch. Nachfolger für Schallenberg soll Innenminister Nehammer werden. Von dem gibt es extrem alarmierende Fotos, die einem bereits beim ersten Anschauen das Blut in den Adern gefrieren lassen. Sie erinnern an das, was man früher unter „Fahndungsfoto“ verstanden hätte. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Papier aus dem vorvergangenen Monat. Die gesamte ÖVP-Prominenz hatte es unterschrieben, als ihr damaliger Kanzler Kurz wegen Ermittlungen der Wirtschaftsstrafkammer Wien in die Bredouille geraten war. In dem Dokument hieß es, die ÖVP werde eine Koalition mit den Grünen ausschließlich mit einem Kanzler Kurz aufrechterhalten. Kurz ist als Kanzler seit bald zwei Monaten Geschichte und hat sich diese Woche komplett aus der Politik zurückgezogen. Mit dem entsprechenden Dokument könnte man den Herren von der ÖVP heute vor der Nase herumwedeln, wenn man sich etwas davon verspräche. Aber auch dieses Dokument darf der Realist vermutlich in der Ablage unter „V“ wie „Volksverarschung“ ablegen, wie eigentlich alles, was heutigen Politikern den lieben langen Tag einfällt. Ein inexistenter Fußball-Experte meinte, die Personalrochaden in der österreichischen Regierung erinnerten ihn an einen direkten Freistoß. Die eigenen Leute rissen ein Loch in die Mauer, Nehammer führe den Freistoß aus, der grüne Torwart halte derweil ein altersbedingtes Nickerchen unter dem präsidialen Aschenbecher am Torpfosten. Felix Austria sei unterdessen depressiv geworden. +++

+++ Claudio Michele Mancini, Betreiber des Blogs „Mancinis Scharfblick“, hat dieses Jahr bereits seine langjährige Heimat in Oberbayern verlassen und ist nach Sizilien emigriert. Deutschland hat er nun von dort aus im Scharfblick. Sein jüngster Beitrag hat die Schlagzeile „Politiker, Lügner und andere Drecksäcke„. Dabei trifft er nicht nur einen Nagel auf den Kopf, sondern eine ganze Nagelfabrik aufs Dach. Bei der Lektüre fällt dem Leser auf, wie sehr die tägliche Nachrichtenflut zur eigenen Vergeßlichkeit beiträgt. Das Beitragsbild hat Mancini sehr gut gewählt. Es stammt von einem Treffen aller ehemaligen Minister und den engsten Mitarbeitern der Ex-Kanzlerin während ihrer 16-jährigen Amtszeit. In der vorderen Reihe rechts ist der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Harbarth hinter seiner Maske zu erkennen. Ein inexistenter Experte für Veranstaltungen jeder Rührseligkeitsstufe erklärte, für gewöhnlich gebe es bei solchen Treffen auch etwas Feines zu essen. Jedoch herrsche dabei strengstes Silentium. +++

ET
ET – Foto: Schulbilder.org

+++ Was die Wenigsten ahnen konnten, scheint tatsächlich wahr zu sein: Die Mutter von ET heißt Laurence Boone und ist zugleich Chefökonomin der OECD, jener „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“, der 38 Staaten angehören. ET wollte bekanntlich nach Hause, Laurence Boone aber noch nicht. Die „BILD“ titelte: „Top-Expertin warnt: Teuer-Schock geht 2022 weiter!„. Ein inexistenter Experte für Tops und andere Kleidsamkeiten erklärte, bei den Außerdischen gebe es eine Expertenhierarchie. Expertin, Top-Expertin und Obertop-Expertin. Man brauche also nicht schockiert zu sein. +++

+++ Ein weiser Mann sagte einst, Politiker seien Leute, die Probleme lösen wollen, die es ohne sie gar nicht gäbe. Bevor ein inexistenter Antirassismus-Experte sofort gefeuert wurde, hatte er erklärt, es könnte sich auch um einen schwarz-weisen Mann gehandelt haben. +++

+++ Die „taz“ titelte: „Eine kleine Revolution„. Nach dem kleinen Orgasmus des Tipp-„taz“-Revoluzzers ging es dann im Teaser entspannt weiter: „Die Ampel will bis zu vier Eltern pro Kind erlauben. Endlich wird die Lebensrealität von Regenbogenfamilien rechtlich abgesichert.“ Ein inexistenter Konsistenz-Experte klärte über die Gefahren der revolutionären Entspanntheit auf, indem er auf das dazugehörige Beitragsbild verwies. Es zeige vier Neugeborene. Unter vier Eltern habe man sich etwas anderes vorzustellen, auch wenn es verdammt schwer sei. +++

+++ Lockdown: Kneipen, Bars und Restaurants sollen neben Clubs und Diskotheken erneut schließen. Bis zum 12. Dezember 2021 soll das sogenannte Infektionsschutzgesetz vom Bundestag entsprechend geändert werden. Es geht offensichtlich darum, den Bundesländern Befugnisse für weitreichende Schließungen zu geben. Ein „Gastro-Lockdown“ ist wahrscheinlich. Ein inexistenter Archiv-Experte verweist auf einen privaten Facebook-Eintrag des Verfassers dieser Zeilen vom Mai 2020. Der Verfasser habe damals schon davor gewarnt, den Merkelschen Schnack von den „temporären Maßnahmen“ zu glauben. Kein Mensch von Verstand, habe der Verfasser damals bereits geschrieben, würde noch einen Cent in Spaßbäder, Kneipen oder Spielhallen investieren, nachdem feststeht, daß seine Investition von der Regierung jederzeit ad absurdum geführt werden kann. +++

+++ Ein möglicherweise schwarz-weiser Mann sagte dieser Tage, Verschwörungstheoretiker seien die größten Realisten. Ein inexistenter Schwarzweisheits-Experte erklärte, das stimme voll und ganz. Der möglicherweise schwarz-weise Mann sei klug. +++

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