Müssen jetzt die Geimpften in den Lockdown – um uns alle zu retten?

Foto: Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz (über dts Nachrichtenagentur)

Man muss wirklich dankbar sein, dass sich so viele Bundesbürger freiwillig opfern, um uns alle retten. Ja, sie haben sogar an medizinischen Experimenten teilgenommen, ohne zu wissen, welche gesundheitlichen oder psychischen Folgen diese für sie haben werden, um den Virus zu stoppen (oder doch nur, um nicht selber schwer krank zu werden?).

Egal, auf jeden Fall hat das alles nichts gebracht und so müssten die geimpften Super-Spreader eigentlich alle in den Lockdown gehen und sich nicht, wie die Politik es will, auf Partys, in Clubs, in Restaurants und Geschäften gegenseitig anzustecken, oder gar das Virus weiter zu verbreiten.

Angeschissen sind sie allemal:

Führende Virologen und Epidemiologen haben die von Bund und Ländern beschlossenen Kontaktbeschränkungen nur für Ungeimpfte kritisiert. „Es ist ein Fehler, Kontaktbeschränkungen für Geimpfte auszuschließen“, sagte Virologe und Stiko-Mitglied Klaus Überla dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). „Denn inzwischen treten fast die Hälfte der symptomatischen Infektionen bei Geimpften auf. Die Geimpften spielen eine beträchtliche Rolle bei der Ausbreitung des Virus.“ Überla pocht auf Maßnahmen unabhängig vom Impfstatus, wie es sie bereits im Berufsleben gibt: „Während wir am Arbeitsplatz durch Homeoffice und Hygienemaßnahmen die Übertragungen reduzieren, brauchen wir auch die Möglichkeit, Kontaktbeschränkungen für Geimpfte im privaten Bereich zu verhängen.“ Der Bonner Virologe Hendrik Streeck warnte: „Die Kontakteinschränkungen bergen die Gefahr, dass sich jetzt Ungeimpfte ins Private zurückziehen.“ Dass die Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich zu kontrollieren seien, bezweifelte Streeck.

„Wir riskieren Übertragungen unter Ungeimpften, die keinen Grund mehr haben sich testen zu lassen, sondern durch 2G ausgeschlossen werden.“ Der Epidemiologe Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie kritisierte ebenfalls die mangelnde Überprüfbarkeit von Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich. „Es wäre besser gewesen, Kontaktbeschränkungen für alle zu verhängen, also auch für Geimpfte und Genesene. Dies könnte leichter überprüft werden und zugleich besser für ein Absinken der Infektionen sorgen.“ Alternativ sei auch eine regionale Regelung abhängig vom Infektionsgeschehen sinnvoll. Durch „Kontaktbeschränkungen für alle in Hotspot-Regionen können zuverlässiger die Inzidenzen senken“.

Dass Fußballstadien nur noch zu 30 bis 50 Prozent ausgelastet werden dürfen, sei „zwingend notwendig gewesen“, so Zeeb. „So können vernünftige Abstände eingehalten werden“. Allerdings nimmt Zeeb gleichzeitig auch die Klubs in die Pflicht: „Jetzt müssen die Vereine aber auch dafür sorgen, dass diese Abstände eingehalten werden“, forderte der Epidemiologe.

Er geht sogar noch einen drastischen Schritt weiter und bringt Abbrüche ins Spiel, sollten die Verordnungen in den Stadien wie die Maskenpflicht oder Abstände offensichtlich nicht eingehalten werden: „Klare Kontrollen sind notwendig, zum Beispiel durch das Ordnungsamt, und zur Not muss auch ein Fußballspiel gestoppt werden.“ Fest steht für den Experten: „Es darf nicht noch einmal Bilder geben, in denen Fans dicht an dicht gedrängt im Stadion stehen.“

Damit wird deutlich: Bei der Isolation der Ungeimpften geht es nicht um die Gesundheit, sondern nur um Strafe, weil diese sich weigern, zu Gunsten der Pharmaindustrie sich als Versuchskaninchen und Laborratten zur Verfügung zu stellen. (Mit Material von dts)