Impfung Kinder (Bild: shutterstock.com/ Von angellodeco)

Glück gehabt? Bund plant keine Kinderimpfungen mit Erwachsenen-Impfstoff

Berlin – Da müssen die „Drogenbarone“ wohl noch mal ran und etwas ganz Neues zusammenmischen: Die Bundesregierung hat keine Pläne, Kinder bereits vor einer offiziellen Empfehlung durch die Stiko gegen Covid-19 impfen zu lassen.

Insbesondere die Verwendung des Erwachsenen-Impfstoffs in verringerter Dosierung, wie es in Österreich bereits praktiziert wird, lehne man ab, teilte das Bundesgesundheitsministerium der „Welt am Sonntag“ mit. „Der Biontech-Impfstoff für Kinder von fünf bis elf Jahren unterscheidet sich in der Zusammensetzung, Konzentration und Dosierung vom Biontech-Impfstoff für Personen ab zwölf Jahren“, hieß es.

„Die Entnahme einer Dosis für Kinder unter zwölf Jahren aus dem derzeit zugelassenen Mehrdosenbehältnis für Personen ab zwölf Jahren ist nach der Zulassung nicht vorgesehen und wäre eine zulassungsüberschreitende Anwendung.“ Zwar sei dies Ärzten im Rahmen der Therapiefreiheit grundsätzlich erlaubt. Diese handelten dann aber „auf eigene Verantwortung“.

Das BMG warnte zudem davor, dass die Möglichkeit, Dosierungen für Kinder aus einem Erwachsenenbehältnis vorzubereiten, ein „nicht unerhebliches Risiko von Fehldosierungen“ birgt. Gemeint sind damit sowohl mögliche Unter- als auch Überdosierungen. Das geringe Volumen erfordere zudem die Verwendung von geeigneten Spritzen.

„Es wurden keine Studien zur mikrobiologischen Sicherheit und der Kompatibilität der Stopfen bei deutlich erhöhter Anzahl von Einzeldosenentnahmen und damit verbundener Perforation des Stopfens durchgeführt“, gibt das BMG zudem zu bedenken. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll der Biontech-Impfstoff für Kinder in der Altersklasse zwischen fünf und elf Jahren bundesweit ab dem 13. Dezember zur Verfügung stehen. Das Vakzin ist in der EU bereits zugelassen.

Eine offizielle Impfempfehlung der Stiko zur Kinderimpfung wird derzeit für den 11. Dezember erwartet.

Ein wenig Zucker oder Honig und das Gebräu ist perfekt. Aber egal, ob Unter- oder Überdosierung: Die Folgeschäden für die Kleinen sind zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht absehbar. Die „Ergebnisse“ liegen erst in einigen Jahren auf den OP-Tischen. Wenn keiner mehr verantwortlich gemacht werden kann, oder alles vertuscht wird. (Mit Material von dts)

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