Apotheker befürchten Engpass bei Kinder-Impfstoff von Biontech

Düsseldorf – Der Verteilungskampf war bei Junkies schon immer etwas härter als woanders. Nun streiten sich bereits die Generationen untereinander, wer zuerst an der Nadel hängen darf:

Ein Teil der Fünf- bis Elfjährigen könnte beim Impf-Start für diese Altersgruppe zunächst leer ausgehen. „Für die nächste Woche haben die allermeisten Kinderarztpraxen sehr viel des erstmals verfügbaren Kinderimpfstoffs für die Fünf- bis Elfjährigen bestellt“, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Wir befürchten, dass die Bestellungen der Kinderärzte nicht alle bedient werden können.“

Die Ärzte mussten ihre Kinderimpfstoff-Bestellung bis zum 7. Dezember aufgeben. Die nächste Auslieferung hat das Bundesgesundheitsministerium erst für die zweite Januar-Woche angekündigt. Immerhin soll es dann eine Vereinfachung für die Praxen geben: „Es wird erwartet, dass der Kinder-Impfstoff dann schon gebrauchsfertig produziert wird und vor dem Impfen nicht mehr verdünnt werden muss“, so der Verbandschef.

Preis appellierte an Ärzte mit Patienten über 30 Jahren, für die Auffrischungen auf Moderna zu setzen: „Es kann nicht sein, dass Kinderärzte ohne Biontech dastehen, weil dieser Impfstoff zu oft bei über Dreißigjährigen verimpft wird“, sagte der Verbands-Chef. Unter 30-Jährige dürfen kein Moderna erhalten.

Vielleicht wäre ein Cocktail aus allen Impfstoffen das Beste. So wird kein Pharmaunternehmen abgehängt und für die Folgeschäden bei den Kleinen interessiert sich ja eh niemand. (Mit Material von dts)

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