Festnahme in Hamburg – Deutsch-Marokkaner (20) plante islamistischen Anschlag

Blaulicht Meldung; Bild: © jouwatch
Blaulicht Meldung; Bild: © jouwatch

Die Polizei nahm laut Hamburgs Innensenator Andy Grote am Freitagmorgen einen Deutsch-Marokkaner fest, der offenbar einen islamistischen Anschlag plante. Der 20-jährige Abdurrahman C. soll versucht haben, eine halbautomatische Handfeuerwaffe samt Munition und eine Handgranate zu kaufen, wobei er an einen verdeckten Ermittler geriet. Kurz darauf folgte der Zugriff der Sicherheitsbehörden und die Festnahme.

Der im März 2001 in Hamburg Geborene ist Sohn einer Deutschen und hat einen marokkanischen Vater, der sich in den 2000er-Jahren in der radikal-islamistischen Szene bewegte und polizeibekannt ist. Der Vater war Mitverantwortlicher der Al-Quds-Moschee auf dem Steindamm in Hamburg, wo sich vor Jahren auch die radikal-islamistische Szene Hamburgs traf, darunter auch der Hamburger Attentäter vom 11. September.

In der Wohnung des 20-Jährigen wurden alle Bestandteile gefunden, die für den Bau einer Bombe notwendig gewesen wären. Innensenator Grote sagte: „Es handelte sich um einen sehr, sehr ernsten Vorgang, den wir so in Hamburg noch nicht hatten!“

Der 20-Jährige hielt sich die letzten 5 Jahre in Marokko auf, da seine Eltern 2016 dorthin verzogen waren. 2020 kehrte Abdurrahman C. nach Deutschland zurück und gab an, er wolle ein Studium in Wismar beginnen.

Mitarbeiter des LKA beschrieben den 20-Jährigen als streng gläubigen Muslim, der nicht mit Frauen spreche, sich an die Sharia halte und sich mit dem Märtyrer-Tod beschäftige. Unklar ist, wann und wo der Deutsch-Marokkaner den Anschlag plante. Bisher schweigt er sich in der Untersuchungshaft aus. (BH)