Christenverfolgung (Bild: shutterstock.com/Von Tacio Philip Sansonovski)

Hassverbrechen gegen Christen in Europa verzeichnen Allzeithoch

Hassverbrechen gegen das Christentum und seine Anhänger verzeichnen in Europa – einst und jahrhundertelang Hüter und Verbreiter der Lehren Christi – ein Allzeithoch. Mindestens ein Viertel der im vergangenen Jahr registrierten Hassverbrechen richteten sich gegen das Christentum. Ein Anstieg von 70 Prozent im Vergleich zu 2019. Das Judentum belegt nun Platz zwei.

Laut des Berichts der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vom 16. November 2021 wurden im Jahr 2020 980 Hassverbrechen, die sich gegen das Christentum richteten, gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte entsprechend höher liegen.

Insgesamt 24 Staaten sind eifrig bemüht, Daten zum Thema Hassverbrechen aufgrund von Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit, gegen LGBT-Gruppen, Antisemitismus und Muslime zu sammeln, doch nur 11 von ihnen erheben entsprechende Daten über Hassverbrechen gegen Christen, was  die Statistik offensichtlich deutlich verzerrt.

Von den 136 Organisationen der Zivilgesellschaft, die entsprechende Daten zur Verfügung stellten, hätten nur 8 Organisationen (!) durchgehend Vorfälle gegen Christen gemeldet, berichtet frontpage.mag.

Von den im OSZE-Bericht 4.008 beschriebenen Fällen [von 2020] richteten sich 980 Hassverbrechen gegen Christen, fast 25 %, mehr als gegen jede andere religiöse Gruppe.

Während 980 Hassverbrechen antichristlicher Natur waren, waren 850 antisemitisch und nur 254 antiislamisch. Aber wie der Bericht erklärte, sind die wahren Zahlen wahrscheinlich deutlich höher – denn während die meisten rassistischen, anti-islamischen oder antihomosexuellen Angriffe als solche gemeldet werden, ist dies bei vielen antichristlichen Angriffen nicht der Fall. Trotzdem und trotz dieser Diskrepanz sind die Angriffe auf Christen nach wie vor größer als gegen jede andere religiöse Gruppe.

Zu diesen Ergebnissen sagte Madeleine Enzlberger, Leiterin der Abteilung Intoleranz und Diskriminierung von Christen in Europa: „Die Medien und Politiker sehen den zunehmenden Hass auf Christen in Europa nicht als wachsendes soziales Problem. Der OSZE-Bericht zeigt nur einen Teil dieses Problems, sendet aber ein sehr deutliches Signal gegen Gleichgültigkeit und das fast modische Bashing von Christen.“

Unter die formelle Definition der OSZE von „Hassverbrechen“ fällt „Eine Straftat gegen eine bestimmte Gruppe oder ein Vorurteil gegen eine bestimmte Gruppe, die als Motiv dient, bestimmte Verbrechen gegen diese Gruppe zu begehen“.

Dies kann die Zerstörung christlicher Gebäude wie Kirchen oder Schulen sein, aber auch christliche Symbole wie ein Kruzifix oder eine Marienstatue. Es kann sich auch um Gewaltverbrechen gegen Christen handeln, wie den Angriff auf den orthodoxen Priester Nikolas Kakavelakis in der französischen Stadt Lyon und die Ermordung von Sir David Amess, einem konservativen römisch-katholischen Mitglied des britischen Parlaments. Amess wurde [von einem muslimischen Jugendlichen] in einer Kirche bei öffentlichen Gesprächen mit seinen Anhängern ermordet. Die Schlussfolgerung ist, dass es in Europa immer mehr antichristliche Hassverbrechen gibt, der genaue Stand der Dinge jedoch unbekannt ist, da nicht alles an die zuständigen Behörden gemeldet wird.

Den wachsenden Hass gegen Christen registriert auch ihr für jähr die Organisation Open Doors, die jährlich die 50 Nationen auflistet, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Auch hier steigen die Zahlen. Laut der Statistik für 2021 erleben „mehr als 340 Millionen“ Christen „ein hohes Maß an Verfolgung und Diskriminierung wegen ihres Glaubens“. Dies entspricht einem Anstieg von 31 % gegenüber 2020, als nur „260 Millionen Christen ein hohes Maß an Verfolgung erfahren“ und einem Anstieg von 6 % gegenüber 2019. Mit anderen Worten: zwischen 2018 und 2021 ist die Christenverfolgung weltweit um fast 60 % gestiegen.

Neben vielen Gruppen, die mit der sogenannten „Linken“ verbunden sind, – von Antifa und BLM – geht der Löwenanteil der Angriffe gegen das Christentum auf den Islam zurück. Jedes Jahr in Folge gehören 40 der 50 Nationen, in denen Christen verfolgt werden, dem Islam an.

Während europäische Nationen es bisher selten, wenn überhaupt, unter die Top 50 schaffen, ist zu erwarten, daß ihr Anteil mit der stetig wachsenden muslimische Bevölkerung in Europa größer werden wird. Phänomene, die der islamischen Welt eigen sind – von Angriffen auf Kirchen und Kreuze bis hin zu Vergewaltigungen und Zwangskonversionen von christlichen Frauen werden unweigerlich auch in Europa zunehmen.

Europäische Regionen mit großen muslimischen Migrantenpopulationen erleben bereits heute einen gleichzeitigen Anstieg von Angriffen auf Kirchen und christliche Symbole. In Deutschland, wo sich laut dem jüngsten OSZE-Bericht die Zahl der antichristlichen Hassverbrechen seit 2019 mehr als verdoppelt hat, lebt auch eine der größten muslimischen Bevölkerungen Westeuropas, die in den letzten Jahren ein exponentielles Wachstum verzeichnet.

Nach der Merkel-Einladung im Jahr 2015 gerichtet an „Flüchtlinge aus aller Welt“ ein Jahr später in Nordrhein-Westfalen, wo mehr als eine Million muslimische Migranten leben, in der Weihnachtszeit etwa 50 öffentliche Statuen von Jesus und anderen christlichen Figuren enthauptet und Kruzifixe zerbrochen.

Im Nachbarland Frankreich, ebenfalls gesegnet mit einer einer  großen muslimischen Bevölkerung, sollen mittlerweile jeden Tag zwei Kirchen mit verschiedensten Attacken zu tun habe. (MS)

 

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