Impfwahn: Jetzt sind die Kinder, Arbeitslosen und Flüchtlinge dran

Neugeborenes (Symbolbild: shutterstock.com/Von Marina Demidiuk)
Neugeborenes (Symbolbild: shutterstock.com/Von Marina Demidiuk)

Dem Corona-Staat entkommt keiner – nicht mal die Migranten und Flüchtlinge sind mehr vor der Spritze sicher:

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will verstärkt Hartz-IV-Empfänger für eine Corona-Impfung gewinnen. Er habe die Bundesagentur für Arbeit und die Länder gebeten, „die erwachsenen Menschen im Grundsicherungsbezug anzuschreiben und über Impfangebote vor Ort zu informieren“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). Die Jobcenter sollten die Impfkampagne nach Kräften unterstützen.

„Die Anschreibaktionen laufen vor Ort gerade an.“ Heil verwies darauf, dass es bereits jetzt zahleiche Aktionen gebe, bei denen mobile Impfteams „auf dem Gelände oder in den Räumen der Jobcenter impfen“.

Der Paritätische Gesamtverband hat eine andere Zielgruppe und will leichter zugängliche Booster-Angebote unter anderem für Wohnungslose. Das sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Sonntagausgaben). „Ob Obdachlose, Geflüchtete in Sammelunterkünften oder auch alte Menschen in Pflegeheimen – es braucht zwingend viel mehr zielgruppenspezifische Aufklärung und vor allem aufsuchende und niedrigschwellige Impfangebote“, so Schneider.

„Vor diesem Hintergrund haben wir im Übrigen auch wenig Verständnis dafür, warum nicht auf die volle Unterstützung beim Impfen zum Beispiel durch Pflegefachkräfte zurückgegriffen wird, obwohl die für das Impfen notwendigen Kenntnisse bei ihnen vorliegen.“ Dass es derzeit noch an vielen Ecken und Kanten in der Logistik holpere, merke jeder, der gerade auf der aktiven Suche nach einem Impftermin ist. „Impfwillige, die es körperlich können, stehen vielerorts lange in der Kälte an, um sich die Booster-Impfung abzuholen“, kritisierte Schneider.

Es sei zu befürchten, „dass insbesondere vulnerable Gruppen, die auf Grund ihres gesundheitlichen Zustands oder ihren Lebensumständen einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt sind und dringend auf einen wirksamen Impfschutz angewiesen wären, derzeit das Nachsehen haben“. Schneider sagte dem RND: „Bei allen Impfanstrengungen dürfen gerade diese Menschen nicht aus dem Blick geraten und auf keinen Fall leer ausgehen.“

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel hat derweil dazu aufgerufen, Impfungen von 5- bis 11-jährigen Kindern zu erleichtern. Überall im Land seien kindgerechte Impfangebote erforderlich: „in Kinderarztpraxen, Impfzentren und mit mobilen Impfteams“, sagte die Grünen-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). Den Start der Kinder-Impfungen an diesem Montag nannte Spiegel ein gutes Signal.

„Für viele 5- bis 11-jährige Kinder und ihre Familien ist das eine große Erleichterung“, sagte die Ministerin. „Es ist ganz wichtig, dass sich Familien gut informieren und beraten lassen können und dann hoffentlich zu dem Schluss kommen, ihre Kinder impfen zu lassen. Hierfür gibt die Stiko-Empfehlung eine Orientierung.“

Die Stiko hatte in dieser Woche empfohlen, vorerkrankte Kinder zwischen fünf und elf Jahren gegen Corona impfen zu lassen. Kinder ohne Vorerkrankungen sollen auf individuellen Wunsch ebenfalls geimpft werden können. Spiegel hob hervor: „Quarantäne für Kinder bedeutet nicht nur Lernrückstände, sondern insbesondere das Fehlen einer geregelten Tagesstruktur und fehlenden Kontakt mit Gleichaltrigen.“

Schulen und Kitas seien nicht nur Lernorte, „sondern Anker der Stabilität im Leben junger Menschen, die sie unbedingt brauchen“. Gerade mit Blick auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen gelte deshalb: Je mehr Menschen in allen Generationen geimpft seien, „desto besser können wir das Virus bekämpfen“.

Wenn das so weitergeht, wird aus ganz Deutschland ein einziges Impfzentrum, wird in Kindergärten, Schulen, Behörden, Flüchtlingsunterkünften, Apotheken, Supermärkten, Tankstellen, Clubs und Bars abgespritzt.

Das könnte man dann auch durchaus als Drogenhölle Deutschland bezeichnen. (Mit Material von dts)