Wann wird geschossen? Szenen aus dem Corona-Bürgerkrieg

Polizei (Bild: shutterstock.com/ Von Timeckert)

Die Berliner Corona-Polizei dringt per staatsanwaltlich angeordnetem Eilbeschluss in eine Wohnung ein, um die Impfzertifikate der anwesenden feiernden Personen zu kontrollieren. Dann entwickelte sich sowas wie ein häuslicher Bürgerkrieg und es bleibt die Frage: Wann wird geschossen?

„Bei der Kontrolle einer Wohnung wegen unzulässigen Lärms und Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurde ein Polizist in Friedrichshain in der vergangenen Nacht schwer verletzt“, heißt es in einer Meldung der Berliner Polizei.

Aufmerksame Bürger hatten Einsatzkräfte der Polizei am Freitag gegen Mitternacht gerufen, weil in Berlin-Friedrichshain mehrere Personen in einer Wohnung eine laute Party feierten. Da aus der betroffenen Wohnung deutlich mehr Stimmen zu vernehmen waren als von den Mietern angegeben, die den Polizisten die Tür geöffnet hatten, holten sich die Einsatzkräfte einen staatsanwaltschaftlich angeordneten Beschluss, um in die Wohnung eindringen zu können.

Nachdem sich die Corona-Polizei Zutritt zur Wohnung verschafft hatte, wurden dort schließlich 26 Personen angetroffen, die sich zum Teil lautstark und vehement gegen die Feststellung ihrer Personalien und Überprüfung ihrer Impfzertifikate wehrten. Um die Corona-Kontrolle durchsetzen zu können, wurden Unterstützungskräfte einer Einsatzhundertschaft hinzualarmiert.

Wie es im Bericht zur dann stattgefundenen Eskalation  – die mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen zu vergleichen ist – heißt, wurde im Zuge der Maßnahmen ein Polizeibeamter von einem 33-jährigen, alkoholisieren Mieter durch einen tätlichen Angriff so stark verletzt, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Dort wurden bei ihm ein gebrochenes Fußgelenk sowie gebrochenes Schienbein diagnostiziert. Das Handy des Mannes, mit dem dieser die Kontrollen gefilmt hatte, wurde als Beweismittel beschlagnahmt. Ein weiterer Polizist wurde bei den Kontrollen an einer Hand verletzt, konnte aber im Dienst bleiben.

Ein 36-Jähriger, der sich nun wegen Wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten muss, wehrte sich ebenfalls heftig gegen die Corona-Kontrolle und wurde unter „Einsatz von körperlichem Zwang“ aus der Wohnung gebracht. Da er über Schmerzen am Kopf klagte, kam er zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus, wo ihm auf staatsanwaltschaftliche Anordnung hin auch Blut entnommen wurde. Einen Atemalkoholtest hatte der Mann abgelehnt, heißt es im Polizeiprotokoll dazu.

Alle 26 Gäste der Feier erhielten Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Drei!!! der kontrollierten 26 Personen aus der Wohnung konnten kein Impfzertifikat vorlegen. Drei weiteren Personen, zwei Männern und einer Frau, gelang es, sich zudem unbekannt vom Ort zu entfernen. Einer der beiden Männer musste von Einsatzkräften zu Boden gebracht werden, woraufhin ihm die Frau zu Hilfe eilte und mit dem Tatverdächtigen flüchten konnte. Ein weiterer Mann stellte sich den Beamten in den Weg, um eine Ergreifung der Flüchtenden zu verhindern. Auch er konnte entkommen.

Angesichts dieser Eskalation, ausgelöst durch immer totalitärer werdende Corona-Maßnahmen, steht die Frage im Raum, wann es zum Einsatz von Schusswaffen kommt, um den Impfstatus der Corona-Bürger zu überprüfen.(SB)