Nun will auch Kaufhauskette Woolworth gegen 2G-Regel klagen

Woolworth (Bild: shutterstock.com/Von defotoberg)
Woolworth (Bild: shutterstock.com/Von defotoberg)

Nach der Modekette Ernsting’s family und dem Buchhändler Thalia hat nun auch die Kaufhauskette Woolworth angekündigt, gegen die 2G-Regel zu klagen. Während man sich bei C&A noch zurückhaltend gibt, will sich auch Kik gegen den Coronamaßnahmen-Terror zur Wehr setzen.

Die Kaufhauskette Woolworth hat beim Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen Klage gegen die 2G-Regelung im Einzelhandel eingereicht. Ein Gerichtssprecher bestätigte bereits in der vergangenen Woche, dass das Unternehmen im Eilverfahren die vorläufige Außervollzugsetzung der Regelung im bevölkerungsreichsten Bundesland erreichen will.

Das Unternehmen sehe in der 2G-Regel einen „unangemessenen Eingriff in die grundgesetzlich garantierte Berufsfreiheit und die Eigentumsgarantie, sowie einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz“, so ein Gerichtssprecher laut übereinstimmender Medienberichte. Woolworth argumentiere, dass die Einführung der 2G-Regel unverhältnismäßig und unangemessen sei. Denn es sei zweifelhaft, ob vom Einzelhandel angesichts der vorhandenen Schutzmaßnahmen wie der Maskenpflicht überhaupt signifikante Infektionsgefahren ausgingen.

Mit einer Entscheidung über den Eilantrag war in der vergangenen Woche nicht gerechnet worden. Hätte die Kaufhauskette mit ihrer Normenkontrollklage Erfolg, würden das nicht nur die Woolworth-Filialen betreffen, sondern auch alle anderen Einzelhändler in NRW.

In der vergangenen Woche hatte – wie jouwatch berichtete – auch Timm Homann, Chef des im Familienbesitz befindlichen deutschen Textileinzelhandelsunternehmen Ernsting’s family, angekündigt, gerichtlich gegen die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-2G-Maßnahmen vorgehen zu wollen. Die Einschränkungen nannte Homann einen „demokratischen Treppenwitz“ und bekräftigte: „Der politische Blindflug muss enden, die Gerichte müssen jetzt aktiv werden und gegen diesen unfassbaren Dilettantismus der Verantwortungsträger antreten.“ Man sei noch nie näher an einer Bananenrepublik gewesen, so der Manager. Homann kündigte zudem an, aktuell mit anderen Betroffenen wie etwa der Buchhandelskette Thalia die Option einer gemeinsamen Klage zu prüfen. Während man sich bei C&A noch zurückhaltend gibt, bestätigte Kik-Chef Patrick Zahn. „Diese Maßnahmen bringen für die Bekämpfung der Pandemie nichts, richten aber einen großen Schaden im Einzelhandel an“. Ein Sprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE) teilte zudem mit, er rechne „fest damit, dass es einige Klagen geben wird“. Er verwies auf ein Gutachten der renommierten Kanzlei Noerr, wonach die nun beschlossenen Einschränkungen verfassungswidrig seien und unter anderem die Berufsfreiheit der Einzelhändler unzulässig einschränke.

Die Ankündigung der Kaufhauskette Woolworth wird in den sozialen Medien wie Facebook mit Dankbarkeit aufgenommen:

„Ihr habt wenigstens Mumm euch gegen die Unverhältnismäßigkeit zu wehren! Hoffe ihr gewinnt. Was momentan abgeht ist nicht mehr normal und bedroht den ganzen Wirtschaftszweig.“

„Klasse, Woolworth! Selbst als sehr vorsichtige und selbst aus eigenem Interesse geimpfte Person finde ich 2G absolut unverhältnismäßig. Ich bin für 3G, das ist wenigstens ein Kompromiss für Alle. Ich wünsche euch viel Glück bei der Aktion und Hut ab!“

„Danke Woolworth Ich habe eine Liste von Läden die wir und viele andere ab jetzt auf Lebenszeiten meiden werden. Woolworth bekommt einige neue Kunden“

„Danke, daß ihr den A**** in der Hose habt, gegen dieses Unrechtsregime aufzubegehren! Ich wünschte andere würden sich euch anschließen! „

„ALLE die sch haben IMPFEN lassen, werden ihre Freiheit mit der jetzigen Einstellung nie wieder bekommen. Da bin ich mir zu 1000 % Sicher, das Impfen wird immer weitergehen! WIDERSTAND! Übrigens auch Family klagt! bei dem sollte man sich auch bedanken!“
(SB)