Erdingers Absacker: Von Buschmännern und Buschfrauen

Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

+++ Dr. Marco Buschmann, seines Zeichens gelber Bundesjustizminister, möchte gern gegen den Messengerdienst Telegram vorgehen. Er ist der Ansicht – oder zumindest versucht er, den Eindruck zu erwecken, als sei er der Ansicht – dort würde allzu unbekümmert mit der freien Rede umgegangen. Tatsächlich tummeln sich bei Telegram armselige Wichte, die über ihre Mordphantasien z.B. am sächsischen Ministerpräsidenten Kretschmer erzählen, was reichlich dumm ist, weil kein Mensch von Verstand glaubt, daß es für einen Mörder sinnvoll sein kann, sein ins Auge gefasstes Opfer vorher auf sich aufmerksam zu machen. Wer tatsächlich jemanden umbringen will, der achtet fein säuberlich darauf, daß sein Opfer bis zum letzten Schnaufer ahnungslos bleibt. Eine Morddrohung ist so etwas wie verbale Inkontinenz. Wer eine ausspricht, erklärt damit nur, was er am liebsten tun würde, eben weil er zugleich genau weiß, daß er es niemals tun wird. Ein intelligenter Mensch, der Morddrohungen erhält, nutzt das, um sich zu fragen, womit er sich wohl den Hass des Unterbelichteten zugezogen hat und überlegt sich als nächstes, wie er die Wogen wieder glätten kann, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Schließlich wimmelt es nur so vor Unterbelichteten im Land. Ein unanständiger Charakter allerdings überlegt sich, wie er die verbale Inkontinenz des Unterbelichteten zur Stärkung seiner eigenen Position nutzen kann, und tut dann so, als ob er solche Morddrohungen unbedingt ernstnehmen müsste. Er überlegt sich: Wie kann ich die Dummheit der Anderen für meine eigenen Ziele ausnutzen? Im gegenständlichen Fall kommt er dann darauf, daß es der Messengerdienst ist, welchen auch die Unterbelichteten nutzen, den er stärker kontrollieren muß. Das ist so, wie auf der Autobahn Speedbreaker für alle aufzustellen, damit wenige Raser nicht mehr zu schnell fahren. Ein Hundsfott, wer dem Bundesjustizminister unterstellt, die Morddrohungen gegen Kretschmer seien ihm ganz gelegen gekommen im Hinblick auf die Gesamtsituation, in der sich die politische Klasse im allgemeinen und die Regierung im besonderen befindet. Telegram war bisher ziemlich frei von Zensur. Dabei ist es so, daß man keinem FDP-Funktionär noch irgendetwas glauben kann. Der Eiter ist gelb, Urin ist gelb und die FDP ist gelb. Es ist vollkommen irrelevant, was dort jemand sagt und behauptet, weil es nämlich keine Gültigkeit hat. Der gelbe Bundesjustizminister Buschmann hat noch im Wahlkampf behauptet, er wolle das unselige Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) abschaffen. Bei seiner Attacke auf Telegram beruft er sich nun auf genau das Gesetz, das er eigentlich weghaben wollte. Es ist völlig egal, was einer von der gelben FDP behauptet, weil er niemals daran denkt, sich selbst an das zu halten, was er behauptet. Wenn so einer gegen die Wand spricht, bröckelt vielleicht der Putz ab wegen seines Mundgeruchs. Kein Mensch von Verstand kann noch irgendetwas auf das geben, was einer von der FDP sagt. Jeder Mensch von Verstand weiß spätestens seit Unterzeichnung des Koalitionsvertrags für die Ampel, daß die gelbe FDP das eitrige Furunkel am Allerwertesten der deutschen Parteiengeschichte in der Nachkriegszeit ist, eine Ansammlung von Wortbrüchigen, Lügnern und völlig Ehrlosen. Dr. Buschmann bringt es aber fertig, Seinesgleichen selbst darüber hinaus noch der Lächerlichkeit preiszugeben, indem er behauptet, auf Telegram würden auch „unanständige“ Dinge weiterverbreitet. Das ist ungefähr so, als würde man Jeffrey Epstein für den verblichenen Präsidenten des Jungfrauenschutzbundes halten. Ein inexistenter Experte für Lächerlichkeiten aller Art hat sich deshalb über den untenstehenden Screenshot halb totgelacht. Die kürzeste, treffendste und knackigste Antwort, die der gelbe Bundesjustizminister bis dato erhalten haben dürfte.

Voll auf die Zwölf – Screenshot Facebook

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+++ Spanien registriert dieses Jahr angeblich eine besonders hohe Sterberate. Selbst Experten rätseln, woher es wohl kommt – und das will etwas heißen. Experten rätselten bisher noch nie, sondern sie hatten immer die gültigen Antworten. Ob es wohl die Impfstoffe sind, die für die hohe Sterberate in Spanien verantwortlich sind? Ein inexistenter Experte für ratlose Experten empfiehlt, genau das einmal ganz genau zu untersuchen, und während der Untersuchung jede körperliche Anstrengung strikt zu vermeiden, sofern der Untersuchungsexperte bereits geimpft sein sollte. +++

+++ Altkanzlerin Merkel ist vom Kanzleramt in eine andere Residenz umgezogen. Die neue Adresse lautet „Unter den Linden 71, Berlin“. Merkel selbst hatte diese Adresse als „Margot Honeckers altes Büro“ bezeichnet. Neun Mitarbeiter wuseln dort um sie herum und das alles ist ziemlich teuer für den Steuerzahler, wenn man den Gegenwert bedenkt, den er dafür bekommt. Im „Tagesspiegel“ stand vor einigen Tagen, die Altkanzlerin habe sich dahingehend geäußert, daß sie künftig mit Rat aushelfen wolle, nur eben nicht mehr öffentlich. Prompt fiel das böse Wort vom „Schattenkanzleramt“. Jedenfalls setzt der neue Bundeskanzler, Olaf Scholz, die unselige Tradition von Entscheidungsfindungen im Kreise der deutschen Ministerpräsidenten fort, obwohl im Grundgesetz kein Entscheidungsgremium vorgesehen ist, daß auf die Bezeichnung „Bund-Länderkonferenz“ hört. Scholz regiert also genauso am Parlament vorbei wie schon die Altkanzlerin. Von der jüngsten „Bund-Länderkonferenz“ heißt es nun, sie sei ein „Corona-Gipfel“ gewesen, und daß der Kanzler die Ministerpräsidenten „eingeschworen“ habe. Worauf eingeschworen? Auf eine „lange Pandemie“. Während der Konferenz sind die Ministerpräsidenten anscheinend zu „Krisenmanagern“ befördert worden. Jedenfalls wurden sie so bezeichnet. Scholz: „Es hört nicht im März auf“. Ein inexistenter Experte für Kriegserklärungen aller Art erklärte, es werde sehr wohl im März aufhören. Und zwar spätestens. Immer mehr Bürger hätten keine Lust mehr, sich von irgendwelchen Despoten ihre Lebenszeit stehlen zu lassen und sich gegeneinander aufhetzen zu lassen. +++

+++ An einer Autobahnbrücke im Umland von Berlin wurde das folgende Transparent gesichtet: „Steckt euch eure Impfpflicht in den Arsch“. Ein inexistenter Experte für Pflichten und Ärsche erklärte, dies sei der Beweis dafür, daß der Verstand in Deutschland noch nicht völlig ausgerottet werden konnte. Erfreulich sei auch, daß die Zahl der Demonstranten gegen das Coronaregime in Sachsen und anderswo nicht ab- sondern zunähmen.

Transparent über der Autobahn – Screenshot Facebook

+++  In Italien schoß sich das Coronaregime ins eigene Knie. Nachdem eine Impfpflicht für das Gesundheitspersonal beschlossen worden war, kündigten Ärzte, Pfleger, Altenpfleger und berufsverwandte Gruppen in Scharen ihre Arbeitsverhältnisse. Inzwischen bettelt die italienische Regierung die ungeimpften Fachkräfte an, wieder in ihre Jobs zurückzukehren, um den Personalnotstand wieder in den Griff zu bekommen. Ein inexistenter Experte für Rangfolgen aller Art erklärte, die Ungeimpften sollten besser Bedingungen aufstellen, ehe sie in ihre alten Jobs zurückkehren. Am besten wären solche, die der italienischen Regierung richtige Kopfschmerzen bereiten. +++

+++ Merkwürdigerweise etwas untergegangen zu sein scheint eine Meldung, die der „Spiegel“ bereits im Mai 2019 verbreitet hatte. Dieser Tage wurde sie wieder hervorgekramt. Der Europäische Gerichtshof (EUGH) hatte entschieden, dass Staatsanwaltschaften in Deutschland nicht befugt sind, Europäische Haftbefehle auszustellen. Die Richter am EUGH begründeten die Entscheidung damit, dass es in Deutschland „keine hinreichende Gewähr für die Unabhängigkeit gegenüber der Exekutive“ gäbe. Ein inexistenter Experte für Berechtigungen aller Art erklärte, Stephan Harbarth sei seit November 2018 Präsident des Bundesverfassungsgerichts, was sehr gut zur Entscheidung des EUGH betreffs der deutschen Staatsanwaltschaften passe. +++