Karl Lauterbach (Foto:Imago/Reichwein)

Mitten in der angeblichen Corona-Krise – In Deutschland werden 34 Krankenhäuser geschlossen

Mitten in der angeblich hochkritischen Corona-Krise werden in Deutschland sage und schreibe 34 Krankenhäuser geschlossen. Dies geht aus dem Abschlussbericht des RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e. V. hervor. Einer der Wegbereiter des Krankenhaussterbens: Bundesgesundheitsminister Corona-Karli Lauterbach.

Mit dem Geld aus dem ersten Krankenhausstrukturfonds (KHSF) wurden beziehungsweise wer­den 34 Krankenhäuser und Krankenhausstandorte in Deutschland geschlossen. Dazu gehören sowohl „reine“ Schließungen, bei denen ein Standort komplett vom Versorgungsnetz ge­nommen wird, als auch Konzentrations- und Umwandlungsvorhaben. An weiteren 24 Standorten wurden 36 Abteilungen ge­schloss­en. Wohlgemerkt mitten in der angeblich so hochkritischen Corona-Krise.

Dies geht aus dem Abschlussbericht des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung hervor, über den die Bundes­regierung in ihrem „Bericht über den durch die Förderung nach dem Krankenhausstruktur­fonds bewirkten Strukturwandel“ schreibt. Das RWI hatte den Bericht am 19. Juli 2021 vorgelegt.

Eine der fragwürdigsten Entscheidungen, die von diesen Krankenhausschließungen in diesem Jahr betroffen war, ist unter anderem die Schließung der Lungenfachklinik am Forschungszentrum Borstel bei Hamburg, die zum Jahresende endgültig geschlossen wird. Die Schließung erfolge aus „ökonomischen Gründen“.

Im Zusammenhang mit Krankenhausschließungen – hier nur zur Erinnerung – ein Statement des frischgebackenen Bundesgesundheitsministers Lauterbach aus dem Jahr 2019:

Lauterbach – nun endlich am Ziel seiner feuchten Ministerträumerei angekommen – laboriert jedoch schon weitaus länger daran, Krankenhäuser dicht zu machen. 2013 trommelte Lauterbach in der FAS: „Durch eine Reduzierung der Zahl der Kliniken würden wir die Versorgung sicher nicht verschlechtern. […] Zum Teil – vor allem in Städten – gebe es eine Überversorgung. Der Leiter der Berliner Charité, Professor Dr. Karl Max Einhäupl, forderte damals Lauterbach auf, „weniger chaotisch“ bei der Schließung von Kliniken vorzugehen: „Es darf nicht nur darum gehen, wer am preisgünstigsten ist, sondern es muss auch um Qualität gehen.“

Dass der berufsmäßige Corona-Paniker schon während der rot-grünen Regierungszeit an der breiten Implementierung des vielfach kritisierten Fallpauschalensystems in den Krankenhäusern mitgewirkt hat, ist kein Thema mehr. Richtig ist aber: Der nun beklagte Pflegemangel geht auch auf die von Lauterbach mitorganisierte Ökonomisierung des Krankenhausbetriebs zurück. (SB)

 

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