Erdingers Absacker; Bild: Collage
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Erdingers Absacker: Eine winzige Minderheit von Extremisten

+++ Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner ersten Regierungserklärung, wahrscheinlich mit Blick auf die wachsende Zahl von Demonstranten gegen die „Corona-Politik“ und den Messengerdienst „Telegram“: „Wir werden es uns nicht gefallen lassen, daß eine winzige Minderheit von Extremisten versucht, unserer gesamten Gesellschaft ihren Willen aufzuzwingen.“ Ein inexistenter Experte für treffende Slogans bedankte sich daraufhin artig bei Olaf Scholz und sagte, es sei zwar nett gewesen, vom Kanzler einen solchen Satz zu hören. Jedoch sei immer mehr Leuten im Lande inzwischen ohnehin klar, daß es sich beim Bundeskabinett um eine winzige Minderheit handele. Gerade das gegenwärtige Kabinett sei aus Mindergewählten zusammengesetzt und verdanke seine Existenz hauptsächlich der absoluten Unwählbarkeit einer degenerierten Union, nicht etwa eigenen Verdiensten. +++

+++ Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit einer bemerkenswerten Ansprache am heutigen Tage. Abgesehen davon, daß er bei seiner Bezugnahme auf den sich extrem verschärfenden Ton in den sozialen Medien Ursache und Wirkung verwechselte, ist dann sein letzter Satz von sagenhafter Hybris, gerade wenn man unterstellt, daß er sich und die Seinen wohl kaum damit gemeint haben kann. „Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit.„, meinte genau der Söder, der während einer herbeidefinierten Pandemie, die sich in Daten bis zum Beginn der Spritzenkampagne nicht hat abbilden lassen, mit kaum etwas anderem beschäftigt gewesen zu sein scheint, als damit, sich zu überlegen, wie er die Freiheit des Souveräns einschränken könnte. Das sind inzwischen knapp zwei Jahren, in denen Freiheit eingeschränkt wurde, während die Lebenszeit des Souveräns verstrichen ist. Söder scheint an das ewige Leben auf Erden zu glauben. Anders ist sein laufendes Verschieben von Freiheit in die Zukunft kaum zu erklären. Ein inexistenter Experte für das Leben als solches empfiehlt, sich Söders Satz ganz genau zu merken und ihn gegebenenfalls gegen Söder selbst zu verwenden. Niemand mehr mache sich Illusionen darüber, weshalb es aus der politischen Klasse heraus so klingt, wie es eben klingt. Das Leben sei kein Bausparvertrag. +++

+++ Eilmeldung im „Focus“, 15.12.2021: „Geboosterter Mitarbeiter steckt acht Patienten an.“ Ein inexistenter Experte für Archivierungen jedweder Art verweist in diesem Zusammenhang auf eine bereits im August bekannt gewordene Studie der Universität Oxford, derzufolge damals bereits feststand, daß Geimpfte, die sich mit der sog. Delta-Variante angesteckt hatten, etwa genauso oft als Virenüberträger infrage kamen wie Ungeimpfte. Im Übrigen wundere ihn auch die ziemlich neue Meldung des Pharmakonzerns „Roche“, derzufolge jetzt erst ein Test zur Verfügung stehe, der zwischen Grippe und „Covid“ unterscheiden kann. Erstens habe es einen solchen Test bereits im August vergangenes Jahr von einem weniger bekannten französischen Unternehmen gegeben, worüber kaum berichtet worden sei, und zweitens frage er sich, was mit den PCR-Tests bisher festgestellt worden sei. Seit dem Beginn der herbeidefinierten Pandemie melde sogar das RKI auffallend niedrige Hospitalisierungszahlen bei Grippekranken. Für die Grippesaison 2020/2021 seien es nicht mehr als 411 Fälle gewesen. Üblich seien vorher Zahlen in der jährlichen Größenordnung von 20.000 gewesen. Ihn verwundere auch, daß der „Focus“ nun mit einer „Eilmeldung“ bekannt gebe, was längst bekannt gewesen sein müsste. +++

+++ Die neue Bundesaußenministerin, Frau Annalena Baerbock, verblüffte bei ihrem Besuch in Brüssel mit ihrem Englisch. Angeblich hat sie ja zwei Jahre im Ausland studiert. So, wie sie Englisch spricht, sieht es ganz danach aus, als seien auch diese zwei Jahre in ihrer Vita frei erfunden. Baerbocks Englisch ist ganz klar deutsches Schulenglisch. Das verrät erstens ihr deutscher Akzent, der nie und nimmer in einem englischsprachigen Land an die dortige Phonetik angepaßt worden ist, und zweitens weiß jeder Englischkundige, daß „European by heart“, welcher Annalena Baerbock sein will, nicht „Europäer von Herzen“ heißt, sondern „Europäer auswendig“. Etwas „by heart“ zu sagen, heißt, es auswendig aufzusagen. So klang auch die ganze Baerbock-Rede in Brüssel: Auswendig aufgesagt. Auf Schulenglisch. Und falsch auch noch. Ohne eine Satzmelodie, die erkennen läßt, daß der Sprecher genau weiß, was er ausdrücken will. Ein inexistenter Experte für Scharfblick erklärte, das, was sich die Deutschen als ihre Regierung andienen lassen, könne unmöglich die wirkliche Regierung sein. Da müsse es jemanden geben, der im Hintergrund die Fäden in der Hand hält. +++

+++ Frau Nancy Faeser ist neue Innenministerin. Die Landesvorsitzende der Hessen-SPD will – wen wundert es? – ihr Hauptaugenmerk auf die Intensivierung des „Kampfes gegen rechts“ legen. Ein inexistenter Experte für Rechtsfragen regte an, Frau Nancy Faeser möge der Öffentlichkeit bitte erklären, was sie unter „rechts“ versteht, ehe sie sich den Kampfanzug überstreift. Er habe den Verdacht, Frau Faeser könnte „rechts“ mit „braunlinks“ verwechseln. Überhaupt mache Frau Faeser den Eindruck, als ob sie ihre gefühlte Hochanständigkeit als Maßstab hernehmen wolle, um jedes noch so logische und berechtigte Sachargument der „rechten“ – aber keineswegs braunlinken – Opposition gegen ihre Entscheidungen zu verwerfen. Frau Faeser sei wahrscheinlich das, was man in feminismusimmunen Kreisen eine „Fühlfrau“ nennt. Sie fühlt – und hat allein deswegen schon recht. So jemand würde im Innenministerium wirken wie der weiße Blockadestein beim Malefiz-Spiel. Wenn er mit seiner Vermutung rechthabe, sei genau diese Eigenschaft wahrscheinlich auch das ausschlaggebende Kriterium gewesen, sie für das Amt der Innenministerin zu bestellen. An einer Frau, die recht inbrünstig fühlt, führe für das logische Argument kein Weg vorbei. +++

+++ Die EU-Kommission scheint wild entschlossen zu sein, Eigentümer von Altbauten zur energetischen Sanierung ihrer Häuser zu zwingen. Ein inexistenter Experte für Eigentumsfragen erklärte, es sei an der Zeit, den Hund wieder mit dem Schwanz wedeln zu lassen und klarzustellen, wer im Verhältnis von Bürger und Bürokratie der Metzger – und wer die Wursthaut ist. +++

+++ Martin E. Renner, Bundestagsabgeordneter und einer der Gründer der AfD, bemerkte heute, am Tag der ersten Regierungserklärung der Ampel, daß noch nirgendwo so oft von der Demokratie geredet worden sei, wie in Deutschland dieser Tage. Er korrigiert sich aber stante pede selbst und fragt, wie das eigentlich in der DDR gehandhabt worden sei. Ein inexistenter Experte für Regierungsformen jedweder Art erklärte, das Problem, über die Demokratie reden zu müssen, sei in der sowjetischen Besatzungszone bis 1990 dadurch gelöst worden, daß man dem Staatsgebilde von vornherein die Bezeichnung „Deutsche Demokratische Republik“ (DDR) gegeben habe, wodurch sich lästige Demokratiedebatten ein für allemal erübrigt hätten. Rechtsstaatlichkeit sei im Linksstaat sowieso nie ein Thema gewesen. +++

+++ Der ungarische Präsident Viktor Orban geht auf Distanz zur neuen Ampelregierung. Wie die „Tagesstimme“ meldet, hat sich Orban folgendermaßen geäußert: „Die neue linksliberale Regierung strebt weg von Kohls Europa der Vaterländer hin zu einer migrations- und genderfreundlichen, deutsch geprägten, zentralistischen Politik aus Brüssel. Hier stehen wir nicht mehr Seite an Seite.“ Ein inexistenter Experte für Tatsächlichkeiten aller Art erklärte hierzu, es sei ein Jammer mit der diplomatischen Höflichkeit, da sie es verbiete, die Dinge bei ihrem wirklichen Namen zu nennen. Linksliberal sei eben doch etwas anderes als linksextrem. „FDP“ sei daher auch zur Abkürzung für „Feigenblatt des Pöbels“ geworden, was sich allerdings noch nicht flächendeckend herumgesprochen habe. Grundsätzlich sei Orban aber zu seiner Einstellung der Ampel gegenüber zu gratulieren, beweise sie doch jenen Scharfblick in Ungarn, der in Deutschland allzu häufig vermisst werde. +++

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