Immer mehr Morddrohungen gegen J.K.Rowling

J.K. Rowling (Bild: shutterstock.com/Von lev radin)

„Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Ignoranz ist Stärke. Die Person mit Penis, die dich vergewaltigt hat, ist eine Frau“, twittert die Harry-Potter-Autorin  J.K. Rowling am 12. Dezember. Die Hass-Welle seitens der LGBQXYZ- Anhänger gleicht einem Tsunami. Morddrohungen und die Veröffentlichung ihrer Privatadresse gehören selbstverständlich mit dazu. 

Anlass für ihren an George Orwell’s Sience-Fiction-Roman „1984“ angelehnten Tweet ist die Mitteilung der schottischen Polizei, die Vergewaltigungen durch Täter mit männlichen Genitalien als von einer Frau begangen protokollieren wollen, wenn sich der Angreifer „als Frau identifiziert“. Dabei soll es keine Rolle mehr spielen, ob der Täter sein Geschlecht zuvor legal geändert hat oder nicht. Die schottische Polizei setzt damit eine Forderung der Transgender-Bewegung um, die überall das sogenannte Gender Self-ID-Gesetz durchsetzen will. Mit ihm soll es einer Person möglich sein, seine „Geschlechtsidentität“ ohne jede medizinische Anforderung selbst zu bestimmen, es reicht z.B. eine eidesstattliche Erklärung.

Wie üblich nach solchem Gezwitschere zieht die Gegenseite mit harten Bandagen in den Kampf gegen diese Unverschämtheit seitens der Autorin:“Ich habe jetzt so viele Morddrohungen erhalten, dass ich das Haus damit tapezieren könnte, und ich habe nicht aufgehört, mich zu äußern“, so die Harry Potter-Autorin.

screenshot Twitter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch vor der Veröffentlichung ihrer Privatadresse schrecken ihre Gegner nicht zurück: „Vergangenen Freitag wurde die Adresse meiner Familie auf Twitter von drei Aktivisten und Schauspielern gepostet, die vor unserem Haus Fotos von sich machten und sich sorgfältig positionierten, um sicherzustellen, dass unsere Adresse sichtbar war“, erklärte die „transphobe“ 56-Jährige. „Der beste Weg, um zu beweisen, dass Ihre Bewegung keine Bedrohung für Frauen darstellt, besteht darin, uns nicht mehr zu stalken, zu belästigen und zu bedrohen“, fügte sie hinzu.

Bei den drei Schauspielern soll es sich laut The Scottish Sun um Holly Stars, Georgia Frost und Richard Energy handeln. Stars ist eine beliebte Drag Queen mit eigener Amazon Prime-Serie, Energy ist ein Drag King und Komiker und Frost eine Schauspielerin, die in BBC-Produktionen mitgewirkt hat. Die drei Aktivisten haben ihr Foto inzwischen gelöscht – Grund auch hier die „überwältigende Menge ernster und bedrohlicher transphober Nachrichten“.

Auch in Deutschland setzt man unter der regierenden Ampel-Koalition auf noch mehr „Bunt“: Das bestehende Transsexuellengesetz soll durch ein sogenanntes  Selbstbestimmungsgesetz ersetzt werden. Die Änderung des Geschlechtseintrags soll zukünftig beim Standesamt per Selbstauskunft möglich sein, die Kosten für geschlechtsangleichende Behandlungen vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Die CDU-Opposition äußert scharfe Kritik: kriminelle Männer könnten das Gesetz missbrauchen und durch eine einfache Selbstauskunft in Frauentoiletten, Frauenhäuser oder Frauengefängnisse eindringen – und dort Gewalt gegen Frauen ausüben, so die Befürchtung. „Das ‚Wünsch-Dir-Was‘ der Ampel beim Geschlecht gestattet es im schlimmsten Fall Sexualstraftätern, mit einem Federstrich in besondere Schutzräume für Frauen einzudringen. Dies ist in Großbritannien schon geschehen. Jeder Schutz vor sexuellen Übergriffen durch kriminelle Trittbrettfahrer muss immer über der Angst vor einer vermeintlichen ‚Diskriminierung‘ stehen. Ein belastbarer Geschlechtseintrag dient so auch dem Schutz transsexueller Menschen selbst“, findet CDU-Innenexperte Marc Henrichmann gegenüber der Bild vor wenigen Tagen. (MS)