Eilantrag: Berliner Clubs und Star-DJ Paul van Dyk klagen gegen Tanzverbot

Paul van Dyk (Bild: shutterstock.com/Avis De Miranda)
Paul van Dyk (Bild: shutterstock.com/Avis De Miranda)

Elf Clubs und Veranstalter in Berlin klagen gegen das Tanzverbot. In der Nacht zu Freitag wurde ein Eilantrag beim Verwaltungsgericht gestellt. Der Klage hat sich auch Star-DJ Paul van Dyk angeschlossen.

Das Tanzverbot auszusetzen und somit den Clubs damit bereits zu Silvester einen geregelten Betrieb – und das Überleben – hatten in der Nacht zum Freitag elf Clubs und Veranstalter aus der Hauptstadt beantragt. Das Tanzverbot gilt in der Hauptstadt seit Anfang Dezember. Die Clubs dürfen zwar öffnen, aber keine „Tanzlustbarkeiten“ anbieten, sondern lediglich zu Lesungen, Konzerten und Ausstellungen laden.

Zu den Klägern gehören der Mitte-Club „ASeven“, der Fetisch-Club „Insomnia Berlin“, „Revolver Party Events“ und der „Club Ost“ (Friedrichshain). Der Klage angeschlossen hat sich auch Star-DJ Paul van Dyk. Der 50-Jährige wollte an diesem Sonnabend wie jedes Jahr zu seiner Party „Vandit Nights“ in die Kulturbrauerei laden. Diese ist aber wegen des Tanzverbots nun hinfällig. Auch weitere Auftritte des weltberühmten DJs Anfang kommenden Jahres stehen durch die Senatsentscheidung auf der Kippe. „Clubs und Veranstalter verstehen nicht, weshalb sie ihre Partys absagen müssen, obwohl sie Hygiene-, Schutz- und Testkonzepte umgesetzt haben“, so Rechtsanwalt Professor Niko Härting, der die Klage eingereicht hat.

Auch der Handel stemmt sich immer kräftiger gegen die irren Corona-Regeln. In der vergangenen Woche kündigte die Modekette Ernsting’s Family juristische Schritte an. Die Buchhandelskette Thalia will die Option einer gemeinsamen Klage prüfen. Während man sich bei C&A noch zurückhaltend gibt, bestätigte Kik-Chef Patrick Zahn ein gemeinsames Vorgehen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) unterstützt die Klagen und ließ in einem Rechtsgutachten feststellen: 2G-Regelungen im Einzelhandel sind verfassungswidrig. Auch Galeria Karstadt Kaufhof scheint dem 2G-Wahnsinn den Kampf angesagt zu haben und will seine Kunden offenbar nicht mehr nach Impf- oder Genesenen-Nachweis fragen. Der Warenhaus-Konzern stellte laut der BZ ebenfalls einen Eilantrag gegen die 2G-Regeln.

Am Donnerstag kassierte die niedersächsische Landesregierung unter ihrem Corona-wütigen SPD-Funktionär Stephan Weil mit dem Aus für 2G im Einzelhandel eine Verordnungs-Schlappe vor dem Gericht.