Omikron in Dänemark – Pandemie der Geimpften?

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In Dänemark, von Deutschland und Österreich wegen seiner hohen Impfquote von 77 Prozent als Vorbild gepriesen, schnellen die Omikron-Fallzahlen in die Höhe. Und es ist diesmal keine „Pandemie der Ungeimpften“ sondern die der zwei- und dreifach „Geimpften“.

Erst im September hatte das skandinavische Land noch alle Massnahmen aufgehoben und das Ende der Pandemie gefeiert. Nur Monate später ist klar: Die Fallzahlen schnellen spätestens seit Auftauchen der Omikron-Variante hoch.

Dänemarks Statens Serums Institut (SSI) listet die Omikron-Fälle nun nach Impfstatus auf, berichtet n-tv: „Demnach waren am 12. Dezember von bis dahin 5377 registrierten Omikron-Infizierten 4222 vollständig geimpft und 512 sogar bereits geboostert.“ Nur ein kleiner Teil von ihnen, nämlich 643 Infizierte waren ungeimpft. Die neue Omikron-Panikpandemie scheint sich ist bevorzugt unter Geimpften zu verbreiten.

Auch die Krankenhäuser haben weniger zu tun als noch im vergangenen Jahr: In Dänemark sei „der Anteil der Krankenhauseinweisungen bei Omikron derzeit um rund 60 Prozent geringer als bei der Delta-Variante“ weiß das deutsche Tropeninstitut.

In dem aktuellen Omikron Bericht des Statens Serum Institut wird auch aufschlüsselt, wie viele der mit Corona infizierten Patienten zwischen dem 22. November und dem 16. Dezember ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.

Von 18.366 Omikron-Fällen werden laut aktuellen Daten voraussichtlich 0,6 Prozent ins Krankenhaus eingeliefert.

„Bei 136.064 Fällen mit der aktuell noch dominierenden Delta-Variante, liegt die Quote bei 1,5 Prozent. Damit ist der Anteil der Krankenhauseinweisungen bei Omikron in Dänemark derzeit um rund 60 Prozent geringer ist als bei der Delta-Variante“, so das Tropeninstitut weiter.

Auch in Großbritannien zeichnet sich angesichts der neuen milden Omikron-Variante keine Katastrophe ab: In einer weiteren Studie des Imperial College in London wurde festgestellt, dass die Zahl jedweder Krankenhausaufenthalte bei Omikron im Vergleich zu Delta um 20 bis 25 Prozent zurückging. Die Zahl der Krankenhausaufenthalte, die eine Nacht oder länger dauerten, ging sogar um 40 bis 45 Prozent zurück.

Nur wenige äußern sich derzeit hinsichtlich der Wirksamkeit der sogenannten Impfstoffe. Einer von ihnen ist der Virologe Hendrik Streeck, der seine Bedenken zu der geplanten Impfpflicht ausdrückt und sich weit vorwagt: „Zwei Booster pro Jahr hieße, der Impfstoff ist „nicht gut“, so Streeck gegenüber n-tv. (MS)