Hetze zu Weihnachten: Historikerin faselt von kreischender Minderheit

Schnappatmung; Bild: Shutterstock
Schnappatmung; Bild: Shutterstock

Berlin – Nicht mal zu Weihnachten hat man vor den staatlichen Hetzern seine Ruhe: Die Historikerin Hedwig Richter zeichnet zum zweiten Weihnachten in der Coronakrise ein optimistisches Bild der gesellschaftlichen Lage in Deutschland. Dem Nachrichtenportal Watson sagte sie: „Es ist erstaunlich, wie stabil die Demokratie bleibt. Die große Mehrheit der Bevölkerung verhält sich anständig und klug in der Pandemie, erträgt eine kreischende Minderheit der exzessiven Unvernunft.“

Auch die Ökonomie bleibe stabil, was für eine Demokratie immer entscheidend sei, weil es schließlich auch um das materielle Wohl der Menschen gehe. Richter, die Professorin an der Universität der Bundeswehr München ist und seit Jahren zur Geschichte der deutschen Demokratie forscht und veröffentlicht, ergänzte: „Bei allem Wehklagen sollten wir nicht vergessen, dass in Deutschland Wahlen stattgefunden haben, die einmal mehr die Klugheit des Wahlvolks verdeutlicht haben: So schmerzlich jede Stimme für die rechtsextreme AfD ist, so manifestiert sich im Wahlergebnis doch eine breite bürgerliche Mitte – und die neue Regierung verspricht, die notwendigen Veränderungen für den Klimaschutz mit sozialer Gerechtigkeit zu kombinieren.“

Die Ökonomie ist stabil? Tatsächlich? Keine Inflation, keine Energiekrise? Und klug ist nur, wer sich auf die linksradikale Seite schlägt?

Und was ist die kreischende Mehrheit?  Die friedlichen Familien, die jetzt fast täglich auf die Straße gehen, um ihr Grundrecht wahrzunehmen?

Aus welcher kommunistischen Mottenkiste ist diese Dame eigentlich gesprungen?

Aber die Hetzerin ist natürlich nicht alleine. Auch die Staatspropaganda spuckt Gift und Galle:

„…Die öffentliche Aufmerksamkeit konzentriert sich unterdessen auf eine ganz andere Gruppe. Konkret: Auf eine kleine Minderheit von radikalen, gewaltbereiten Impfgegnern und Verschwörungserzählern. Ähnlich wie Terroristen verbreiten sie Angst und Schrecken. Nicht nur im Netz oder auf Telegram, wo sie von der „Todesspritze“ reden und ihren Gewaltfantasien freien Lauf lassen, gar Morde planen. Sondern auch im realen Leben, wie etwa der Fackelmarsch vor dem Privathaus der sächsischen Gesundheitsministerin vor wenigen Wochen zeigte. Ein erbärmlicher Einschüchterungsversuch mit NS-Symbolik…“

Erbärmlich ist wohl eher dieser Kommentar von Michael Stempfle aus dem ARD-Hauptstadtstudio. (Mit Material von dts)